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Louis van Gaal wechselte im Sommer 2009 von AZ Alkmaar zum FC Bayern © imago

Gegen Köln hat Louis van Gaal noch nie gewonnen, nun fehlt ihm auch noch Arjen Robben. Werder muss in Mainz punkten. Die Fakten.

Von Matthias Becker

München - Die Zahlen sprechen für sich, doch Louis van Gaal will davon nichts wissen.

Angstgegner? "Die gibt es nicht", versicherte der Bayern-Coach am Freitag.

Dabei wartet er als Trainer des Rekordmeisters noch auf seinen ersten Sieg gegen den 1. FC Köln, drei Unentschieden stehen bislang zu Buche.

"Für mich als Trainer ist Köln kein guter Gegner", weiß der Niederländer.

Vor dem nächsten Duell in der Domstadt (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) ist es für van Gaal deshalb besonders bitter, dass Superstar Arjen Robben wegen einer Erkältung fehlen wird.

Zumal von den letzten Partien der beiden Klubs vor allem in Erinnerung ist, dass sich die Kölner hinten einigelten.

Da hätten die Bayern ihren erprobten "Dosenöffner" Robben und seine Einzelaktionen gut gebrauchen können.

Podolski hat Hoffnung

Selbstvertrauen kann der Rekordmeister aus den letzten Resultaten schöpfen. 13 von 15 möglichen Punkten holten die Münchner aus den letzten fünf Partien, schossen dabei 17 Tore und verloren nur eines der letzten 13 Liga-Spiele (0:2 in Schalke am 4. Dezember).

Ex-Bayer Lukas Podolski - der ebenso wie der frühere Bayern-Keeper Michael Rensing in der Startelf stehen wird - macht das aber keine Angst: "Bayern hat gewiss einen guten Lauf. Aber wir haben zuletzt zuhause gute Leistungen gezeigt. Daran müssen wir anknüpfen", erklärte der Nationalspieler.

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SPORT1 hat die Fakten zu den weiteren Samstagspartien des 21. Spieltags:

FSV Mainz 05 - Werder Bremen:

Mainz hat fünf der letzten sechs Heimspiele verloren, jetzt soll es am Bruchweg endlich wieder klappen. Dumm nur, dass Bremen mit zuletzt drei Siegen in Folge und 11:4 Toren die beste Bilanz aller Bundesligisten in Mainz hat.

Bei den Mainzern fehlt Adam Szalai, der sich beim 1:0-Erfolg im Derby beim FCK nicht nur einen Außenband- sondern auch einen Kreuzbandriss im Knie zuzog.

Werder ist zum Erfolg verdammt, verloren die Hanseaten doch vier der letzten fünf Spiele und könnten ihre 500. Bundesliga-Niederlage kassieren. "Wir müssen wieder Ergebnisse liefern", fordert Coach Thomas Schaaf.

Ungünstig, dass Torhüter Tim Wiese nach seinem Platzverweis gegen die Bayern rotgesperrt fehlt. Immerhin sind Claudio Pizarro und Marko Arnautovic wieder fit.

Nürnberg - Bayer 04

Nach dem Dortmunder 0:0 gegen Schalke könnte die Werkself den Abstand auf den Tabellenführer wieder auf neun Punkte verkürzen. Die Leverkusener sind als einziges Team auswärts ungeschlagen, gewann sechs der letzten sieben Partien in der Fremde und traf seit dem 20. März 2010 (0:3 in Dortmund) auswärts immer ins Netz.

Personell kann Trainer Jupp Heynckes aus dem Vollen schöpfen. Lediglich der Langzeitverletzte Tranquillo Barnetta fehlt.

Nürnberg hat nur eines seiner letzten fünf Spiele verloren und kann sich über die Rückkehr von Mehmet Ekici freuen. Ilkay Gündogan fehlt dagegen weiter.

Hannover 96 - VfL Wolfsburg

"Einkaufsmeister" Wolfsburg glänzte vor dem Derby vor allem auf dem Transfermarkt. Sechs Neuzugänge sicherten sich die "Wölfe" im Winterschlussverkauf. Von den Neuen dürfen aber nur Tuncay Sanli und Patrick Helmes zum Einsatz von Beginn an kommen.

Hannover verlor seine letzten beiden Heimspiele zu Null und unterlag in drei der letzten vier Partien. Mittelfeldspieler Sergio Pinto macht aber gerade Wolfsburgs Transferoffensive Hoffnung: "Die können ja keinesfalls eingespielt sein", sagte er.

Wolfsburg gewann nur eine der letzten zehn Partien (1:0 in Mainz am 22. Januar), ist aber als Remis-Spezialist seit dem 1:3 in Frankfurt vom 6. November auswärts ungeschlagen.

? 1899 Hoffenheim - 1. FC Kaiserslautern (alle 15.30 Uhr)

Beim 1. FC Kaiserslautern (22 Punkte) sind die Sorgen nach zwei Pleiten in Serie groß. "Die letzten Ergebnisse waren nicht befriedigend, aber wir wissen, um was es geht, und werden am Samstag alles geben, um die Punkte mit in die Pfalz zu nehmen", versprach Manndecker Mathias Abel.

Allerdings verlor Hoffenheim nur eine der letzten sieben Partien, zum Rückrunden-Auftakt in Bremen in der Nachspielzeit mit 1:2, gewannen aber auch nur eine.

Der FCK blieb in der Liga in drei der letzten sechs Partien torlos, von denen gewannen die Pfälzer nur eine (2:1 in Bremen am 18. Dezember). Kapitän Martin Amedick (Muskelfaserriss) fehlt verletzt.

Borussia Mönchengladbach - VfB Stuttgart (18.30 Uhr)

Letzter gegen Vorletzter: der Verlierer der späten Samstagspartie (ab 18.15 Uhr im LIVE-TICKER) geht ganz schweren Zeiten entgegen. Im Hinspiel verpasste der VfB der Borussia eine 7:0-Klatsche - es war die höchste Bundesliga-Auswärtsniederlage der Gladbacher.

Stuttgart verlor von den letzten zwölf Gastspielen in Gladbach nur eines (am 30. April 2005, 0:2). Das war gleichzeitig der einzige Sieg der Borussen in den letzten 25 Duellen.

Es treffen sich die schlechteste Heimmannschaft und die schlechteste Auswärtsmannschaft. Stuttgart muss dabei auf Matthieu Delpierre und Cacau verzichten.

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