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Claudio Pizarro erzielt in Mainz in letzter Sekunde den Ausgleich für Werder Bremen © getty

Der Peruaner rettet den Bremern in Mainz einen Punkt. Die Gastgeber sind das bessere Team, verpassen aber die Vorentscheidung.

Mainz - Mit einem Last-Minute-Tor hat Claudio Pizarro die Krise bei Werder Bremen ein wenig entschärft.

Der Peruaner erzielte in der Nachspielzeit den Ausgleich zum 1:1 (0:1) beim FSV Mainz 05 und stoppte damit vorerst die Talfahrt der Hanseaten. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Jung-Nationalspieler Andre Schürrle hatte den Mainzern mit seinem zehnten Saisontor (19.) die verdiente Führung beschert. Die Bremer wirkten phasenweise wie gelähmt.

Sinnbild für die Krise war unter anderem Torsten Frings, der sich zahlreiche Fehlpässe leistete und seiner Rolle als Kapitän wie schon in den vergangenen Wochen nicht gerecht wurde. Doch Pizarro traf aus dem Gewühl noch zum 1:1 (90.+2). 346736(DIASHOW: Der 21. Spieltag)

Schürrle mit der Führung

Vor 20.300 Zuschauern im ausverkauften Bruchwegstadion reichte den Mainzern lange eine durchschnittliche Leistung, um die Gäste in Schach zu halten.

Nach einem guten Zuspiel von Sami Allagui ließ Schürrle Bremens Torhüter Sebastian Mielitz, der den rotgesperrten Tim Wiese vertrat, beim 1:0 keine Chance. Andreas Ivanschitz (31.) vergab vor der Pause die Möglichkeit zum 2:0.

Werder konnte sich indes in der ersten Halbzeit keine einzige Chance herausspielen. Der Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf war die Verunsicherung deutlich anzumerken. Gefahr ging gelegentlich nur vom bemühten Marko Marin aus.

Samuel noch nicht dabei

Schaaf vertraute denselben Feldspielern wie zuletzt beim 1:3 gegen den deutschen Meister Bayern München. Stürmer Claudio Pizarro hatte sich nach überstandenen Nackenproblemen fit gemeldet. Der brasilianische Neuzugang Samuel war noch nicht mit dabei.

Bei Mainz übernahm Allagui für den verletzten Adam Szalai den Platz im Angriff. Szalai hatte sich beim 1:0-Derbysieg der Rheinhessen beim 1. FC Kaiserslautern einen Kreuzbanriss zugezogen.

Beim Aufwärmen vor dem Spiel liefen seine Teamkollegen geschlossen mit der Rückennummer 28 des Ungarn und der Aufschrift "Gute Besserung Adam" auf den T-Shirts auf.

Mielitz mit guten Paraden

Schaaf reagierte in der Pause und brachte in Marko Arnautovic für Rechtsverteidiger Petri Pasanen einen weiteren offensiven Spieler.

Doch auch nach dem Seitenwechsel blieb Mainz die bessere Mannschaft. In der 52. Minute retteten Per Mertesacker und Clemens Fritz nach einer gelungenen Aktion von Lewis Holtby und Allagui in höchster Not vor dem einschussbereiten Schürrle.

Im Anschluss war Mielitz gegen Marco Caligiuri (56.) und Schürrle (60.) auf der Hut.

Werder-Fans sorgen für Unterbrechung

Kurz vor der Mainzer Führung durch Schürrle musste Schiedsrichter Markus Schmidt (Stuttgart) die Begegnung für zwei Minuten unterbrechen.

Werder-Fans hatten Feuerwerkskörper auf den Rängen des Bruchwegstadions gezündet.

Beste Spieler bei Mainz waren Schürrle und Allagui. Bei Werder überzeugten mit Abstrichen lediglich Marin und Mielitz.

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