Dortmund grüßt trotz des kleinen Derby-Strauchlers weiter einsam von der Spitze, weil die Verfolger einfach nicht titelreif sind.

Der 21. Spieltag war ein Spiegelbild der bisherigen Saison:

Da gibt sich Borussia Dortmund mal eine kleine Blöße und kommt trotz drückender Überlegenheit am Freitagabend im Derby gegen Schalke nicht über ein 0:0 hinaus.

Und dann kann der BVB gemütlich am Samstag die Füße hochlegen und zuschauen, wie die vorgeblichen "Borussen-Jäger" im Kollektiv patzen.

Einzig Hannover konnte mal wieder einen Sieg einfahren (1:0 gegen Wolfsburg), Mainz dagegen verschenkte den Dreier durch ein spätes Gegentor beim 1:1 gegen Bremen.

Wesentlich dilletanttischer stellten sich allerdings die beiden Top-Teams im Verfolgerfeld an:

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Bayer Leverkusen bewies bei der 0:1-Pleite in Nürnberg eindrucksvoll, dass dem Verein schlicht und ergreifend das Titel-Gen fehlt.

Und der FC Bayern, dessen Präsident Uli Hoeneß nach zuletzt sieben Punkten in der Rückrunde unter der Woche nochmal zur Attacke geblasen hatte, blamierte sich beim 2:3 bei Abstiegskandidat Köln nach Strich und Faden.

Die Millionen-Truppe schaffte es nicht, eine 2:0-Führung ins Ziel zu bringen und brach zum wiederholten Mal nach der Pause ein.

Es würde den Rahmen sprengen, die immer gleichen Fehler in Taktik (auch des Trainers), Einstellung und Chancenverwertung aufzuführen, unterm Strich aber ist das Fazit eindeutig:

Die Bayern 2010/2011 sind nicht titelreif.

Somit konnten die Dortmunder ihren ohnehin schon enormen Vorsprung sogar um einen Punkt ausbauen und grüßen weiter einsam von der Spitze.

Auch wenn die Klopp-Truppe sich vermutlich bis fünf Minuten vor Saisonende standhaft weigern wird, von der ersten Meisterschaft seit 2002 zu sprechen, braucht man sich angesichts dieser Pseudo-Konkurrenz keine ernsthaften Sorgen zu machen.

Doch der BVB profitiert nicht nur von der Schwäche der Konkurrenz, er hat auch in dieser Spielzeit das mit Abstand beste Team der Liga.

Die Verfolger haben nur noch eine Chance, wenn das eintritt, was die "Süddeutsche Zeitung" schon nach der 3:0-Gala vor einer Woche in Wolfsburg schrieb:

"Wenn die Südtribüne in sich zusammenfällt und die Stadt Dortmund gesetzlich abgeschafft wird, dann könnte es tatsächlich noch einmal eng werden mit der deutschen Meisterschaft."

Aber eben auch nur dann.

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