vergrößernverkleinern
Ratloser Torjäger: Frankfurts Grieche Theofanis Gekas © getty

Schon seit 363 Minuten trifft die Eintracht nicht mehr: Nach der Nullnummer in Freiburg herrscht dennoch Zufriedenheit.

München/Freiburg - Seit 363 Minuten ohne Tor, nach starker Hinrunde ins graue Mittelmaß abgerutscht:

Eintracht Frankfurt sucht im Jahr 2011 weiter den Erfolg der ersten Saisonhälfte. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Endlich haben wir wieder klare Chancen, aber wir machen einfach kein Tor", klagte Kapitän Patrick Ochs nach dem niveauarmen 0:0 beim SC Freiburg.

Immerhin: Im Breisgau gelang der erste Punktgewinn im Jahr 2011.

Ochs gibt sich selbstkritisch

Ochs selbst hätte die Torflaute der Hessen beenden können. In der stärksten Phase der Eintracht vor der Pause hatte der Mittelfeldspieler die beiden besten Möglichkeiten.

Zunächst scheiterte er aber aus kurzer Distanz mit einer Direktabnahme am Freiburger Torwart Oliver Baumann (22.), dann setzte er den Ball völlig frei über die Latte (43.).

"Einen hätte ich reinmachen müssen", sagte Ochs selbstkritisch. 346736(DIASHOW: Der 21. Spieltag)

Treuer Frankfurter

Noch vor einer Woche war der Frankfurter Kapitän übrigens auf dem Absprung gewesen - und zeigte sich nach Abpfiff froh über seine Entscheidung pro Eintracht.

"Fakt ist, dass ich abgesagt habe und nicht, weil der Farfan-Wechsel geplatzt ist", erklärte der 26-Jährige

Ochs war bei FC Schalke 04 gehandelt worden, dann aber doch geblieben im Team von Trainer Michael Skibbe.

Erstes Remis zwischen den Teams

Der bekam von seinen Schützlingen einmal mehr nur Offensiv-Magerkost geboten: Am nächsten dran am ersten Tor 2011 war noch Abwehrspieler Maik Franz, der mit einem Gewaltschuss die Latte traf (79.).

"Wir müssen aber mit dem Punkt zufrieden sein", sagte Franz - und ergänzte: "Es ist ein erster Schritt."

Dabei hatte die Bilanz der Klubs von der Papierform her Tore satt versprochen: In den bisherigen 17 Bundesliga-Duellen zwischen Frankfurt und Freiburg gab es nie ein Remis. Mit Papiss Cisse (15 Tore) und Theofanis Gekas (14 Tore) standen sich die Toptorjäger Nummer zwei und drei der Liga gegenüber.

Schwache Partie von Gekas

Cisse indes vergabe eine Großchance per Kopf. Vom Griechen war dagegen gar nichts zu sehen.

Ochs glaubt aber weiterhin an Gekas' Qualitäten: "Jeder weiß, dass Theofanis ein Torjäger ist, und irgendwann wird bei ihm der Knoten wieder platzen."

Am besten so schnell wie möglich und nicht erst im Abstiegskampf.

Freiburger Minimalziel

Nicht unzufrieden waren auch die Freiburger, die seit sieben Spielen ungeschlagen sind und als Tabellensechster noch immer die Europapokalplätze vor Augen haben.

Doch vom internationalen Geschäft will bemerkenswerterweise noch immer niemand reden.

"Wir haben jetzt 34 Punkte. Wenn wir noch zwei Siege einfahren, dann können wir auch mal nach oben gucken", sagte Mittelfeldspieler Cedrick Makiadi.

Der Kongolese lobte vor allem die Entwicklung im Breisgau: "Wie das bis jetzt seit dem Aufstieg gelaufen ist, ist sensationell. Es sind die gleichen Spieler wie im letzten Jahr, aber der Teamgeist ist gewachsen."

40 Punkte zum Klassenerhalt

Auch Kapitän Heiko Butscher sprach weiter vom Minimalziel. "Wir brauchen erst mal 40 Punkte zum Klassenerhalt", sagte der Abwehrspieler.

Für Trainer Robin Dutt ging das Unentschieden ebensfalls "in Ordnung" - allem fehlenden spielerischen Glanz zum Trotz.

Mit seinen Gedanken war der 45-Jährige bereits beim nächsten Spiel: "Gegen Schalke wird es schwer werden. Wir sind sieben Spiele ungeschlagen, vier davon zu Null. Wäre schön, wenn die Null auch auf Schalke steht."

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel