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Ruud van Nistelrooy spielte vor dem HSV bei ManUnited und Real Madrid © getty

Der Stürmer bekräftigt seinen Beschluss zum Abschied vom HSV. Seine Begründung ist für die Hanseaten nicht sehr schmeichelhaft.

Von Björn Seitner

München - Ruud van Nistelrooy will weg. So viel scheint nun endgültig sicher.

Zuvor kursierten angebliche Aussagen des Niederländers, die einen Verbleib in Hamburg zumindest möglich erscheinen ließen.

"Ich würde mir wünschen, mit dem HSV noch einmal international zu spielen", zitierte eine Internet-Gerüchtebörse den 34-Jährigen.

Van Nistelrooy allerdings weiß von nichts. "Ich habe schon seit langer Zeit kein Interview mehr gegeben"", sagte er der "Bild".

"Es bleibt dabei, dass ich gehen werde", erklärte "Van the Man" und führte eine wenig schmeichelhafte Begründung für seinen geplanten Abschied an.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: Die News im TV auf SPORT1)

"Ich möchte noch etwas erreichen"

"Ich möchte noch mal in meiner Karriere was erreichen. Doch beim HSV herrscht noch große Unsicherheit", sagte der Stürmer, der im vergangenen Sommer beim Hamburger SV einen Einjahresvertrag unterschrieb.

Nicht gerade ein Liebesgeständnis an den derzeitigen Tabellen-Achten. Von einem möglichen neuen Angebot des Klubs weiß er nichts. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Trainer Armin Veh will sich "alle Möglichkeiten offen lassen". Er er wisse aber noch nicht, ob der HSV den Vertrag mit van Nistelrooys überhaupt verlängern würde.

Van Nistelrooy fühlt sich wohl

Zuletzt hatte Real Madrid zwei Millionen Euro für eine Rückkehr van Nistelrooys geboten, der HSV lehnte einen Wechsel jedoch ab. Dieses Thema ist für ihn aber abgehakt:

"Ich habe das verarbeitet, fühle mich mittlerweile wieder wohl." Bleiben wird er aber wohl trotzdem nicht.

Nach dem Derby-Desaster vom Sonntag - die Partie zwischen dem HSV und St.Pauli musste aufgrund extremer Regenfälle abgesagt werden - stärkt er seinem Verein sogar den Rücken: "Auf diesem Platz war es unmöglich zu spielen."

Gutachter entlastet HSV

Auch ein Münchner Gutachter entlastete den HSV. Bei der Verlegung des Roll-Rasens seien keine Fehler begangen worden, erklärte Sportplatzbaugutachter Yves Kessler.

Der einzige Grund für die Absage der Partie seien die extremen Witterungsbedingungen gewesen, die zur Unbespielbarkeit des Platzes führten.

Van Nistelrooy ist sich jedenfalls sicher: "Bald steigt das Derby. Es ist ja nur aufgeschoben und nicht aufgehoben." Als Nachholtermin ist der 16. Februar im Gespräch. Die DFL wird im Laufe des Tages ein definitives Datum nennen.

Enthüllungen im Wettskandal

Bei Lokalrivale St. Pauli sorgt derweil nicht nur das abgesagte Derby für Aufregung. Auch im Wettskandal gibt es Neuigkeiten.

Seit den Enthüllungen des ehemaligen St.-Pauli-Profis Rene Schnitzler bestanden bereits Verdachtsmomente bei fünf Begegnungen der Hanseaten aus dem Jahr 2008.

Einer der Hauptverdächtigen hat nun auch Spieler der aktuellen Bundesliga-Mannschaft der "Kiez-Kicker" der Spielmanipulation bezichtigt.

Bei seinen Vernehmungen brachte Marijo C. angeblich die Namen von insgesamt sechs ehemaligen und aktuellen Profis des Klubs ins Spiel.

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