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Ratlos, glücklos, erfolglos: Das Trainer-Trio Martin Jol, Fred Rutten und Armin Veh © getty

Mit großen Ambitionen sind Stuttgart, Schalke und der HSV in die Saison gestartet - doch nach 13 Spieltagen ist die Ernüchterung groß.

Von Martin Hoffmann

München - "Ich bin alles andere als zufrieden", ließ Stuttgarts Horst Heldt wissen. "Ich bin richtig sauer", meinte Schalkes Andreas Müller. Und Hamburgs Dietmar Beiersdorfer erklärte gar: "Dafür beiße ich mir öffentlich in den Arsch."

Das, was der eine Sportchef sagte, hätte auch wortgleich von einem der beiden anderen kommen können, ohne dass es einem unbeteiligten Beobachter auffallen würde.

VfB, S04, HSV - drei Vereine, die am vergangenen Wochenende mehr gemeinsam hatten, als ihnen lieb sein kann: Große Namen und große Ambitionen, die im krassen Gegensatz zum kläglichen Ertrag auf dem Platz stehen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Sport1.de analysiert die drei Brennpunkte:

Hamburger SV:

Die Hansestädter stehen mit ihrem fünften Platz noch relativ gut da, aber wer genauer hinsieht muss erkennen, dass beileibe nicht alles im grünen Bereich ist an der Elbe.

Zu Beginn der Saison noch vielerorts zum Titelkandidaten ausgerufen, hat das 1:2 in Berlin einmal mehr gezeigt, warum dieser Ruf zu früh kam. Den Hamburgern fehlte bei der dritten Auswärtspleite in Folge die Abgezocktheit eines Spitzenteams. Was sich die Elf von Martin Jol nach der Halbzeitpause leistete, machte es allzu deutlich.

Binnen vier Minuten wurde aus einer 1:0-Führung ein 1:2-Rückstand, den Hamburg nicht mehr aufholte. "Einer guten Mannschaft darf so etwas nicht passieren", stellte Jol klar.

Problem im Kopf

Und den Hamburgern passiert so etwas zu oft: Ständig leisten sie sich Blackouts zu Beginn der ersten oder zweiten Hälfte. Ständig versagen sie beim Umschalten von Angriff auf Abwehr. Und ständig lassen sie sich von einzelnen Gegentoren vollends aus dem Konzept bringen.

Hamburgs größtes Problem ist dabei nicht, dass die teuren Neuzugänge Thiago Neves, Alex Silva und Marcell Jansen (Spielerporträt) immer noch zu wenig zum Spiel beizutragen haben.

Das größte Problem steckt im Kopf: "Die Einstellung zur Defensivarbeit und die Mentalität, Spiele nach Hause zu bringen, fehlt uns", muss Beiersdorfer festhalten. Eine bittere Erkenntnis.

Hier geht's zum zweiten Teil

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