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Thomas Müller hat in dieser Saison sechs Liga-Treffer für Bayern erzielt © getty

Thomas Müller schlägt Alarm und fürchtet um Bayerns Ziele. Dabei brauchen die Münchner in den Wochen der Wahrheit alle Kräfte.

Von Mathias Frohnapfel

München - Thomas Müller ist noch immer angefressen.

Die Bayern-Misere kann er auch bei der Nationalmannschaft vor dem Klassiker gegen Italien nicht verdrängen.

Vor allem die 2:3-Pleite gegen Köln und der Absturz auf Platz fünf nerven ihn weiterhin (DATENCENTER: Bundesliga)

"Wir haben wohl unbewusst ein Kopf-Problem", klagt Müller in der "Bild".

Die Blamage, einen 2:0-Vorsprung aus der Hand gegeben zu haben, nagt an dem 21-Jährigen.

"Die ersten 15 Minuten nach der Halbzeit verschlafen wir", analysiert Müller.

Und legt nach: "Es ist beängstigend, dass wir es nicht schaffen, 90 Minuten konstant gut zu spielen."

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

Dabei schienen die Münchner nach drei Pflichtspielerfolgen in Serie in ihre gefürchtete Rückrunden-Form zu kommen. In der entscheidenden Saisonphase liefert die Bayern-Auswahl meist Musterware. In Köln gab es dagegen Ausschuss.

Für das kommende Hammer-Programm brauchen die Bayern aber unbedingt eine sattelfeste Abwehr.

Nach der Heimpartie gegen Hoffenheim (Sa., ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) geht es zum Champions-League-Rivalen nach Mainz.

[kaltura id="0_zptvt1hz" class="full_size" title="Daum FCB fehlt F hrung auf dem Platz"]

Dann folgt das Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League bei Inter Mailand (23. Februar), ehe die Kracher gegen Dortmund (Bundesliga) und Schalke (Pokal-Halbfinale) anstehen.

"Wir müssen nun wieder einmal die richtigen Schlüsse ziehen und uns neu ran kämpfen", fordert Müller angesichts dieser Aufgaben.

Meisterschaft ade

Von der Meisterschale träumt der Offensivspieler ohnehin nicht mehr.

"Unser Ziel muss Platz zwei sein und da können wir froh sein, dass Leverkusen uns nicht schon davon gezogen ist", lautet seine realistische Einschätzung.

Die direkte Qualifikation für die Champions League gilt auch als wichtiges Prüfkriterium, ob die Münchner auch in Zukunft mit Trainer Louis van Gaal zusammenarbeiten werden.

Hoeneß nennt klare Ziele

Denn Uli Hoeneß hat in der "Sport Bild" die Kriterien noch enger definiert, ab der er mit der Saison "zufrieden" ist.

Das gilt aus Sicht des Bayern-Präsidenten, "wenn wir das Champions-League-Viertelfinale oder -Halbfinale erreichen und dazu in das Pokal-Endspiel einziehen."

Hoeneß: "Mark wollte unbedingt bleiben"

Doch van Gaals Rückhalt im Team wird auch durch die jüngste Aussage von Hoeneß nicht gerade gestärkt.

"Der Mark wollte eigentlich unbedingt bei uns bleiben", verriet der mächtige Ex-Manager zur Causa Mark van Bommel bei einer Veranstaltung in Landshut.

Seit dem Wechsel des früheren Kapitäns zu Milan sortiert sich die interne Hierarchie mit Philipp Lahm als frisch gekürtem Anführer gerade neu.

Dass sie wegen der flachen Leitungsstruktur Punkte verschenken, wollen die Roten als Ausrede aber nicht gelten lassen.

Gomez: "Nicht bei der Bundeswehr"

"Man muss sich von dem Gedanken befreien, dass wir in einer Generation spielen, in der es zwei, drei Leitwölfe in der Mannschaft gibt", stellt Mario Gomez klar.

"Wir sind nicht bei der Bundeswehr, wo einer die die Richtung vorgibt und alle hinterherlaufen."

Seine Teamkollegen dürften das angesichts des noch frischen Zoffs zwischen Müller und Arjen Robben in Bremen ähnlich sehen.

Ob Gomez den Rekordmeister gegen mit seinen Toren helfen kann, ist indes weiter unklar. Der Stürmer laboriert weiter an einer Innenbandzerrung im rechten Knie und muss vorerst mit dem Training pausieren.

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