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Thomas Müller (r.) zeigte sich gegenüber dem Länderspiel gegen Italien verbessert © getty

Spürbar belebt von der Flügelzange, schießt der Rekordmeister 1899 ab. Arjen Robben krönt den Sieg mit einem Zaubertor.

Aus der Allianz-Arena berichtet Daniel Rathjen

München - Die Flügel sind ihre Stärke.

Durch kräftiges Schwingen auf links und rechts von Franck Ribery und Arjen Robben flog der FC Bayern gegen 1899 Hoffenheim am Samstagnachmittag zum siebten Heimsieg in Folge.

Die beiden Ausnahme-Außenflitzer, zusammen als "Robbery" in ganz Europa gefürchtet, standen in dieser Saison erstmals zusammen in der Startelf und setzten die Glanzpunkte beim 4:0 (2:0) (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Mario Gomez (2.), Thomas Müller (15.) und Robben selbst (56., 81.) sorgten für die Tore 350503(DIASHOW: Der 22. Spieltag).

Mit der stärksten Formation

1899, das gegen die Bayern noch nie gewinnen konnte, blieb harmlos und musste nach zuletzt zwei "Dreiern" einen Rückschlag verkraften.

Bayern-Coach Trainer Louis van Gaal konnte seine derzeit vermeintlich stärkste Formation aufbieten.

Durch die Rückkehr von "Robbery" rückte Bastian Schweinsteiger wieder auf seine bevorzugte Sechser-Position vor der Abwehr.

Blitzstart durch Gomez

Und der Start hätte für die Bayern vor 69.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena nicht glanzvoller verlaufen können.

Bereits nach 90 Sekunden wuchtete Mario Gomez - mit neuer Kurzhaarfrisur - den Ball nach exaktem Querpass Robbens zur Führung ins Netz.

Müller, der dieses Mal als "Zehner" wirbeln durfte und sich auf dieser Position sichtlich wohl fühlte, hatte den Angriff mit dem Pass auf Robben eingeleitet.

Für Gomez, der unter der Woche wegen einer Bänderzerrung im Knie noch das Länderspiel gegen Italien absagen musste, war es der 17. Bundesligatreffer in dieser Saison. Insgesamt hat der 25-Jährige nun eindrucksvolle 26 Tore in 30 Pflichtspielen auf dem Konto.

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Viel Belebung

"Rib" und "Rob" sorgten für viel Belebung im Bayern-Spiel, was sich in der 15. Minute erneut auszahlte.

Diesmal war Ribery der Wegbereiter des 2:0 von Thomas Müller. Kurz zuvor war der Franzose noch freistehend an Hoffenheims Keeper Tom Starke gescheitert.

Der hatte beim Drehschuss von Müller, der für Schweinsteiger in die Offensivzentrale rückte, dann jedoch keine Abwehrchance.

Mit ihrem schnellen Spiel bereitete der Rekordmeister den Gästen fortwährend Probleme, vor allem über rechts mit Philipp Lahm, Müller und Robben funktionierte das von van Gaal geforderte Bilden von Dreiecken zum Spielaufbau sehr gut.

Rudy nach 19 Minuten runter

Auf der linken Seite fehlte dem Ex-Hoffenheimer Luiz Gustavo auf der Verteidigerposition dagegen noch etwas der Mut im Offensivspiel, was Ribery oft zum Anlass nahm, laut zu meckern.

1899-Trainer Marco Pezzaiuoli bemerkte die Defizite bei seinem Team und brachte bereits nach 19 Minuten für den überforderten Sebastian Rudy den bissigeren Tobias Weis, der sich sogleich verstärkt um Müller kümmerte.

Die Münchner bestimmten jedoch weiterhin das Tempo. Durch ihr aggressives Spiel ließen sie den ratlosen Hoffenheimern vor allem im Mittelfeld wenig Platz.

Kaum zum Zug

Sie kamen kaum in Tornähe, abgesehen von einem abgeblockten Schuss durch Sejad Salihovic (35.). Auch dessen Distanzschuss in der 39. Minute sorgte kaum für Gefahr.

Selbst in der Anfangsviertelstunde der zweiten Halbzeit, der bekanntlich für die Bayern gefährlichsten Spielphase, kamen Ryan Babel und seine Teamkollegen nicht zum Zug.

Im Gegenteil: Nach einem Konter scheiterte Müller nach einem Gomez-Pass vollkommen allein vor dem Tor an Starke (56.).

Traumtor als Krönung

Robben machte kurz darauf es besser - unbeeindruckt von einem tätlichkeitsverdächtigen Unterarmschlag von Josip Simunic, der ihm eine blutige Nase verpasste (55.).

Leichtfüßig schnitt er sich in Minute 63 von rechts in typischer Manier durch die gegnerische Abwehrreihe, zog kurz in die Mitte und ließ Starke dann beim Abschluss gegen dessen Laufrichtung keine Chance.

Mit dem 3:0-Torepolster im Rücken ließen es die Münchner geruhsamer angehen und spielten die Zeit herunter.

Erneut Robben war es dann vorbehalten, den Schlusspunkt zu setzen. Nach Zuckerpass von Ribery zirkelte er den Ball zum Endstand mit einem Zaubertor links in den Winkel (81.). Bei seiner Auswechslung in der 84. Minute gab es Standing Ovations für den Niederländer.

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