vergrößernverkleinern
Nationalspieler Christian Träsch (l.) konnte gegen Nürnberg überhaupt keine Akzente setzen © getty

Die Krise in Stuttgart spitzt sich zu. Gegen Nürnberg kassiert der VfB eine Heimklatsche. Bester Nürnberger ist die VfB-Ausleihe.

Stuttgart - Ausgerechnet die eigene Leihgabe Julian Schieber hat den VfB Stuttgart den nächsten Rückschlag im Kampf gegen den Abstieg zugefügt.

Der Stürmer des 1. FC Nürnberg führte die Franken im Süd-Derby bei den abstiegsgefährdeten Schwaben am 22. Spieltag zu einem 4:1 (1:2)-Erfolg (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Damit verpasste es Stuttgart kläglich, erstmals seit der zwölften Runde einen Nichtabstiegsplatz zu erreichen 350503(DIASHOW: Der 22. Spieltag).

Schieber avancierte vor 38.000 Zuschauern zum Mann des Tages. Der Stürmer erzielte einen Tag vor seinem 22. Geburtstag sein sechstes Saisontor (28.) und bereitete das 3:1 durch Timothy Chandler mustergültig vor (51.).

Ekici setzt Schlusspunkt

Timmy Simons (11.) hatte die Franken zuvor in Führung gebracht, Patrick Funk gelang kurz vor dem Halbzeitpfiff der Anschlusstreffer zum 1:2 (45.+2), der aber nicht mehr zur erfolgreichen Aufholjagd reichte.

Mehmet Ekici setzte in der 63. Minute den Schlusspunkt. Nach der 13. Saisonniederlage rangiert das Team von Trainer Bruno Labbadia weiterhin auf dem 17. Platz und hat drei Zähler Rückstand auf den rettenden Rang 15.

Der Club baute hingegen seine Serie weiter aus. Die Franken feierten den dritten Sieg in Folge und sind Neunter.

Es war nach dem 3:2 in Bremen im Oktober 2010 erst der zweite Auswärtserfolg der Nürnberger.

"Wir haben heute ein überragendes Spiel gemacht. Wir haben einfach gut gespielt und das muss man auch einfach mal anerkennen", erklärte Club-Coach Dieter Hecking.

Guter Beginn des VfB

Labbadia musste sein Team im Vergleich zum 3:2 in Mönchengladbach gleich auf vier Positionen umstellen.

Der VfB begann jedoch dominant und drängte die Nürnberger in die eigene Hälfte. Mit direktem Kombinationsspiel überbrückten die Gastgeber immer wieder schnell das Mittelfeld.

So kam Stuttgart zu ersten Möglichkeiten.

Simons schlägt zu

Martin Harnik setzte sich auf der rechten Mittelfeldseite gegen Javier Pinola durch und passte in den Strafraum, wo Juri Judt in höchster Not gegen den heraneilenden Pawel Pogrebnjak klärte (7.).

Das erste Tor der Partie fiel jedoch auf der Gegenseite. Simons kam an der Strafraumgrenze frei zum Abschluss und ließ VfB-Keeper Sven Ulreich mit einem platzierten Flachschuss ins lange Eck keine Abwehrchance (11.).

Wolf rettet

In der 18. Minute rettete Club-Kapitän Andreas Wolf nach einer schönen Kombination über Tamas Hajnal und Pogrebnjak vor dem freistehenden Harnik die Führung für die Franken (18.).

Das 2:0 erzielte Schieber mit einem sehenswerten Kopfballtreffer nach Flanke von Chandler (28.).

Cacau kommt zurück

Labbadia reagierte zur Halbzeit und brachte DFB-Stürmer Cacau gegen seinen Ex-Klub für Funk (46.).

Doch die Umstellung auf mehr Offensive verpuffte, da Nürnberg nur sechs Minuten nach dem Seitenwechsel durch Chandler das vorentscheidende 3:1 erzielte (51. ).

Stuttgart gut bedient

Der VfB agierte nun zusehends ängstlich und ungeordnet. Dies nutzte Ekici in der 63. Minute zum vierten Treffer der Franken.

Das Ergebnis war noch schmeichelhaft für die Hausherren: Ekici mit einem Pfostentreffer (64.) und erneut der starke Schieber (67.) hätten die Führung gegen den Tabellen-17. im Alleingang noch ausbauen können.

Auf Seiten der Gäste überzeugten Schieber und Ekici, beim VfB zeigte kein Spieler annähernd Normalform.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel