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Pierre Littbarski wurde 1990 als Spieler Weltmeister © getty

Der Hamburger SV schlägt Wolfsburg beim Debüt von Pierre Littbarski auf der VfL-Bank. Petric entscheidet die Partie per Elfmeter.

Wolfsburg - Misslungenes Trainer-Debüt für Pierre Littbarski.

Der Weltmeister von 1990 musste fünf Tage nach der Entlassung von Steve McClaren in seinem ersten Spiel als Chefcoach des VfL Wolfsburg eine 0:1 (0:1)-Niederlage gegen den Hamburger SV hinnehmen 350503(DIASHOW: Der 22. Spieltag).

Nach der dritten Niederlage in Folge hat der Meister von 2009 weiter nur 23 Punkte auf dem Konto und konnte sich nicht von der Abstiegszone entfernen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Die Hamburger, für die Mladen Petric per Foulelfmeter traf (33.), dürfen nach dem dritten Sieg der Rückrunde weiter auf die Qualifikation für die internationalen Wettbewerbe hoffen und haben bereits am Mittwoch im Nachholspiel gegen den Lokalrivalen FC St. Pauli die Chance, weiter an die Europapokalplätze heranzurücken.

Das für den vergangenen Sonntag angesetzte Hamburger Derby war nach starken Regenfällen abgesagt worden.

Littbarski kämpferisch

"Wir haben gut angefangen, aber der Elfmeter hat uns aus dem Konzept gebracht. Aber man hat gesehen, dass die Mannschaft wollte und gefightet hat. Die Situation wird angespannter, aber ich glaube, dass wir uns rauskämpfen werden", zeigte sich Littbarski nach der Partie enttäuscht aber kämpferisch.

Sein Gegenüber Armin Veh blickte schon weiter voraus: "Wir haben defensiv gut gearbeitet und nicht viel zugelassen. Der Sieg gibt uns Selbstbewusstsein, und wir freuen uns auf's Derby."

Tuncay eröffnet

In der mit 30.000 Zuschauern ausverkauften Arena mühten sich beide Mannschaften zwar von Beginn an, doch fiel beiden Teams nicht viel ein, um den Gegner in Verlegenheit zu bringen.

Eine Einzelaktion des türkischen Nationalmannschaftskapitäns Tuncay in der 14. Minute war die erste halbwegs ernstzunehmende Offensivaktion des Spiels.

Doch sein Schuss ging am Tor des Hamburger Schlussmanns Frank Rost vorbei.

Jansen scheitert

Für den HSV sorgte erstmals Marcell Jansen für Gefahr.

Doch der Seitfallzieher des Nationalspielers nach einer schönen Kombination über Dennis Aogo und Ze Roberto ging über das Wolfsburger Tor (18.).

Zwei Minuten später scheiterte Aogo aus spitzem Winkel an VfL-Schlussmann Diego Benaglio.

Der HSV erspielte sich im Anschluss ein leichtes Übergewicht und hatte Pech, als sowohl Jansen als auch Änis Ben-Hatira eine Flanke von Mladen Petric verpassten (29.).

Kjaer foult Petric - Elfmeter

Mit einem berechtigten Foulelfmeter - Simon Kjaer hatte Petric gefoult - erzielte Petric das 1:0 (33.).

Fünf Minuten vor Ende der ersten Halbzeit scheiterte Grafite mit einem Volleyschuss am hervorragend reagierenden Rost.

Littbarski, der Diego nach seiner Elfmeter-Eigensinnigkeit suspendiert hatte, setzte in seinem ersten Spiel als Bundesliga-Cheftrainer in Tuncay, Jan Polak und Patrick Helmes auf drei Winterneuzugänge in der Startformation.

Jarolim und Jansen stark

Bei den Hamburgern fehlte Gojko Kacar nach seiner Roten Karte aus dem Spiel beim 1. FC Nürnberg.

Auch in der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild zunächst nicht.

Wolfsburg war bemüht, konnte die Hamburger aber nicht ernsthaft in Verlegenheit bringen.

Weitschüsse von Helmes und Tuncay verfehlten das HSV-Tor klar.

Die Vorentscheidung verpassten die Hamburger, die das Spiel bis dahin sicher verwalteten, in der 64. Minute. Auf Vorarbeit von Ze Roberto schoss Ruud van Nistelrooy aus acht Metern freistehend Benaglio an.

Beste Spieler aufseiten der Gastgeber waren Tuncay und Arne Friedrich, beim HSV überzeugten bis zu seiner Auswechslung Jansen, Torhüter Rost und David Jarolim.

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