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Klaus-Dieter Fischer ist Präsident des Muttervereins SV Werder Bremen © getty

Zumindest finanziell sorgen die Bremer weiterhin für Rekorde: Der Jahresumsatz stieg erneut. Der Gewinn schrumpfte allerdings.

Bremen - Sportlich auf dem Weg zur Besserung - finanziell absolut kerngesund.

Beim SV Werder Bremen gab es nach der Mitgliederversammlung am Montagabend nur zufriedene Gesichter.

Mit 112,4 Millionen Euro verzeichnete der wirtschaftliche Träger der Profiabteilung, die Werder Bremen GmbH Co KG aA, im Geschäftsjahr 2008 einen Rekordumsatz und schloss mit einem Gewinn von 2,4 Millionen Euro ab.

Allerdings: Der Vorjahresüberschuss von 8,3 Millionen Euro wurde damit deutlich verfehlt.

Dies hat laut Geschäftsführer Jürgen L. Born aber einen einfachen Grund: "Beim Gewinn im Jahr 2007 waren fünf Millionen Euro aus einmaligen Sondereinnahmen durch die Fußball-WM und aus der Abwicklung des Kirch-TV-Vertrags enthalten", erläuterte der Werder-Verantwortliche.

Der Banker kündigte an, die solide Haushaltspolitik auch in Zukunft fortzusetzen: "Die Gesellschaft bleibt auch weiterhin ihrer Geschäftsphilosophie treu und operiert schuldenfrei. Der Erfolg spiegelt sich auch in der sportlichen Abwicklung und der personellen Kontinuität des Klubs wider."

Optimistisch in die Zukunft

Trotz des sportlich missglückten Saisonstarts blicken die Verantwortlichen an der Weser optimistisch in die Zukunft.

"Wir hoffen, dass wir die Spiele im DFB-Pokal, der Champions League und vor allem in der Bundesliga wieder so erfolgreich gestalten können, dass wir auch im kommenden Geschäftsjahr wieder eine hohe Wirtschaftlichkeit vorweisen können", so Born.

Willi Lemke macht weiter

Basis für den wirtschaftlichen Erfolg ist die Teilnahme an der Champions League. Das hob Klaus-Dieter Fischer, der Präsident des Muttervereins SV Werder Bremen, hervor.

"Wir spielen nun schon zum fünften Mal in Folge in der Champions League. Für unser Umfeld und unsere wirtschaftlichen Möglichkeiten ist das nicht die Normalität, sondern ein Wunder", erklärte er vor 241 anwesenden Mitgliedern.

Durch Werbemaßnahmen bei Fans konnte der Klub seine Mitgliederzahl seit 2002 von 3000 auf jetzt 34.000 steigern.

Auf der Versammlung wurde auch der neue Aufsichtsrat der GmbH Co KGaA gewählt, durch den die Mitglieder Einfluss auf die Geschäftspolitik des Bundesligisten nehmen. Dabei wurde der bisherige Vorsitzende und ehemalige Werder-Manager Willi Lemke erneut in das sechsköpfige Gremium berufen.

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