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Lukas Podolski (r.) spielt seit 2009 wieder beim 1. FC Köln © getty

Nach dem FC Bayern geht mit dem FSV der nächste Spitzenklub in Köln baden. Die Einstellung macht am Ende den Unterschied aus.

Köln - Karneval zum Geburtstag in Köln: Lukas Podolski und Milivoje Novakovic haben den 1. FC Köln zu einem hochverdienten Sieg zum 63. Klub-Jubiläum und damit von den Abstiegsplätzen der Bundesliga geführt.

Dank jeweils zweier Treffer seiner Stürmerstars kamen die Kölner im "Duell der Karnevalsvereine" zu einem 4:2 (2:1)-Erfolg gegen das Überraschungs-Team des FSV Mainz 05 (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Nach dem 3:2-Coup gegen Meister Bayern München gab es in der Kölner WM-Arena damit zum zweiten Mal innerhalb von neun Tagen ein rauschendes Fußball-Fest.

Während die Mainzer nach ihrer mit Abstand schwächsten Saisonleistung durch die neunte Niederlage in den letzten 15 Spielen aus den Champions-League-Plätzen herausrutschten, stehen für die Kölner nach der verkorksten Hinrunde plötzlich zahlreiche positive Bilanzen zu Buche.

Vierter Heimsieg in Folge

Der vierte Heimsieg in Folge sorgte für die beste Serie seit mehr als zehn Jahren, Trainer Frank Schaefer hat mit 1,54 Punkten pro Spiel die beste Ausbeute eines FC-Trainers seit mehr als 20 Jahren, zudem feierte Köln erstmals in dieser Spielzeit zwei Siege in Folge.

Podolski und Novakovic, im Vorjahr noch ein disharmonisches Duo, führten die Gastgeber im Alleingang zum höchsten Saisonsieg und haben nun jeweils neun Tore auf dem Konto. Podolski traf in der 3. und 55., der Slowene in der 43. und 60. Minute.

Podolski: "Einfach Wahnsinn"

"Was wir in den letzten Heimspielen geleistet haben, ist einfach Wahnsinn. Man sieht, wozu die Mannschaft imstande ist. So macht Fußball Spaß", meinte Nationalstürmer Podolski: "Wenn wir vorne draufgehen und pressen, können wir auch guten Fußball spielen. Das muss der Weg für die Zukunft sein, denn das heute kann nur der Anfang gwesen sein."

Für Mainz, das teilweise von allen guten Geistern verlassen schien, hatte Sami Allagui in der 31. Minute das zwischenzeitliche 1:1 erzielt. Petar Sliskovic sorgte in der 89. Minute nur noch für Ergebniskosmetik 350503(DIASHOW: Der 22. Spieltag).

Der Kapitän mit der frühen Führung

Beim ersten Blick auf die Tabelle schien der Dritte aus Mainz beim Drittletzten in Köln klarer Favorit - die "Schaefer-Tabelle" sagte jedoch etwas anderes aus. Seit der neue Trainer die Kölner übernommen hat, holten die Rheinländer vor dem Spiel am Sonntag 17 Punkte in 12 Spielen, die Mainzer im selben Zeitraum nur deren 13.

Schon nach 100 Sekunden hätten aber die Gäste in Führung gehen müssen. Nationalspieler Andre Schürrle, der trotz eines Zehenbruchs spielte, stand völlig frei vor dem Kölner Tor, schoss aber deutlich drüber.

Dies rächte sich schon wenige Sekunden später: Ein Freistoß von Podolski aus mehr als 30 Metern segelte an Freund und Feind vorbei ins lange Eck.

Ausgleich kommt überraschend

Der frühe Treffer gab den Gastgebern eine Woche nach dem Triumph gegen die Bayern zusätzliche Sicherheit, vor allem Podolski wirkte in der Folge wie aufgedreht.

Erst nach 20 Minuten berappelte sich der FSV langsam und hielt die Partie nun offen. Der Ausgleich fiel dennoch überraschend. Allagui nutzte ein Durcheinander in der Kölner Abwehr nach Vorarbeit von Andre Schürrle und stocherte den Ball über die Linie.

Kurze Drangphase der Gäste

Mainz schien nun am Drücker, doch dies erwies sich als Strohfeuer. Nach einer glänzenden Parade von Müller staubte Novakovic per Kopf zum 2:1 ab, der erneute Rückstand kurz vor der Pause versetzte Mainz erneut einen Knacks.

FSV-Torhüter Heinz Müller war enttäuscht. "In der ersten Halbzeit haben wir bei den Standardsituationen geschlafen. Mit dem 3:1 war das Spiel dann gelaufen, da war der Wille gebrochen."

Lanig macht großes Spiel

Nach dem Wechsel spielte sich Köln in einen Rausch, Mainz ergab sich wehrlos in sein Schicksal. Petit (48.) und Podolski (54.) verpasste zunächst die Vorentscheidung, dann machte das nun kongeniale Kölner Sturmduo mit seinen jeweils zweiten Treffern alles klar.

Mainz-Coach Thomas Tuchel saß nun phasenweise zusammengekauert am Spielfeldrand, die Kölner Fans sangen "Oh, wie ist das schön".

Während bei Köln neben den doppelten Torschützen noch Martin Lanig überragte, erhielten bei den Gästen Schürrle und Keeper Müller noch die besten Noten.

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