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Mark van Bommel (l.) kam 2006 für sechs Millionen Euro von Barca zum FC Bayern © imago

HSV-Coach Jol zeigt sich einer Verpflichtung nicht abgeneigt. Leverkusen gibt zwei U-19-Europameister ab. Die Bundesliga-Splitter.

München - Es verdichten sich die Anzeichen, dass Mark van Bommel am Saisonende beim FC Bayern die Koffer packt und eine neue Herausforderung in Angriff nimmt.

Der Vertrag des 31-Jährigen läuft Ende Juni aus, unter Jürgen Klinsmann wurde der Kapitän zwischenzeitlich zum Bankwärmer umfunktioniert.

Nachdem der Niederländer bereits mit dem FC Schalke in Verbindung gebracht wurde, befeuert nun HSV-Coach Martin Jol - ebenso wie Schalke-Trainer Fred Rutten ein Landsmann van Bommels - unbeabsichtigt die Wechselgerüchte.

"Im Sommer ist Mark ablösefrei"

"Ich möchte mich nicht über Spieler äußern, die bei anderen Vereinen unter Vertrag stehen", sagte ein diplomatischer Jol in der "Welt", fügte aber nicht ohne Hintergedanken an: "Im Sommer ist Mark ablösefrei."

Van Bommel rechnet wohl selbst nicht mehr damit, seinen Vertrag beim Rekordmeister zu verlängern: "Es ist schon komisch, dass der Verein noch nicht weiß, ob er mit dem Kapitän verlängern möchte."

Sport1.de hat weitere Splitter aus der Bundesliga zusammengestellt:

Leverkusen leiht U-19-Duo aus

Zweitligist 1. FC Nürnberg wird in der Winterpause die beiden U-19-Europameister Stefan Reinartz (Spielerportrait) und Marcel Risse (Spielerportrait) von Bayer Leverkusen unter Vertrag nehmen.

Die beiden 19 Jahre alten Verteidiger kommen auf Leihbasis für eineinhalb Jahre an die Noris. Die Verpflichtung der beiden Talente soll der Auftakt des von Trainer Michael Oenning forcierten "massiven Umbruchs" beim neunmaligen Meister sein.

Reinartz und Risse gehörten der U-19-Auswahl an, die Ende Juli in Tschechien den ersten Titel im Junioren-Bereich seit 1992 für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) gewann.

Bei Bayer spielten sie zuletzt in der 2. Mannschaft in der Regionalliga West, Risse lief zudem bereits dreimal in der Bundesliga für Leverkusen auf. "Sie spielen auf sehr hohem Niveau und sind topausgebildet", sagte FCN-Sportdirektor Martin Bader der "Nürnberger Zeitung".

Dagegen muss wohl der ein oder andere erfahrene Akteur den Club im Januar verlassen.

Ganz oben auf Oennings Abschussliste steht der erst vor wenigen Wochen vom 1. FC Köln verpflichtete Abwehrspieler Aleksandar Mitreski.

"In meinen Planungen spielt er bis auf Weiteres keine Rolle mehr", sagte Oenning über den Dauer-Verletzten.

Aller Kritik zum Trotz: Heidrich soll bleiben

Energie Cottbus will trotz Kritik einiger Fan-Gruppen den Vertrag mit Manager Steffen Heidrich verlängern.

"Wir werden uns in der Winterpause zusammensetzen und Gespräche führen. Es spricht nichts gegen eine Verlängerung des Vertrages", sagte Energie-Präsident Ulrich Lepsch der "Lausitzer Rundschau".

Energie-Fans hatten Heidrich zuletzt eine falsche Einkaufspolitik vorgehalten. Der Ex-Profi soll zu viel Masse statt Klasse verpflichtet haben. Lepsch wies die Vorwürfe zurück.

"Wir bekommen nunmal keine Spieler, die das Niveau von Bayern München haben. Unsere Neueinkäufe sind nicht so schlecht, wie sie teilweise gemacht werden."

Am vergangenen Samstag erzielte Energie beim 1:0 gegen den Karlsruher SC den ersten Heimsieg der Saison, blieb aber weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz.

Dede wieder im Lauftraining

Borussia Dortmund kann wohl zu Beginn der Rückrunde im Januar wieder auf seinen Außenverteidiger Dede (Spielerporträt) zurückgreifen. Der Brasilianer nahm am Dienstag drei Monate nach seiner schweren Knieverletzung wieder am Lauftraining des BVB teil.

"Jetzt sehe ich Licht am Ende des Tunnels", sagte er. Der 30 Jährige hatte sich beim 3:2-Sieg der Borussia am ersten Spieltag bei Bayer Leverkusen einen Kreuzbandriss zugezogen. Er soll im Trainingslager Anfang Januar in Marbella wieder ins Mannschaftraining einsteigen.

Keine Strafe gegen Bochums Trainer Koller

Trainer Marcel Koller vom VfL Bochum muss wegen seiner Verbannung auf die Tribüne während des Punktspiels bei Hannover 96 am vergangenen Freitag keine Strafe befürchten.

Der Kontrollausschuss des DFB verzichtete auf eine Ermittlung, da der Schweizer bislang nicht auffällig geworden war, und beließ es bei einer Ermahnung.

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