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Lukas Podolski und Milivoje Novakovic haben jeweils neun Saisontore © getty

Nach dem vierten Heimsieg in Folge feiert Köln sein wiedererstarktes Sturmduo. Die "Bruchweg-Boys" enttäuschen auf ganzer Linie.

Von Barnabas Szoecs

Köln - Kölns Trainer Frank Schaefer gönnte Lukas Podolski kurz vor Schluss den gebührenden Abgang.

Als der Kapitän des 1. FC Köln in der 83. Minute ausgewechselt wurde, war der Jubel im RheinEnergieStadion ohrenbetäubend ? und der 25-Jährige hatte ihn sich verdient 350503(DIASHOW: Der 22. Spieltag).

Mit zwei sehenswerten Toren und einem engagierten Auftritt an der Spitze der Kölner Mannschaft führte er die Geißböcke beim 4:2-Sieg gegen Mainz zum vierten Heimsieg in Folge und damit auf Tabellenplatz 13 (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

"Was wir in den letzten Spielen geliefert haben ist einfach Wahnsinn. Man sieht, was wir im Stande sind zu leisten, wenn wir alles geben und jeder für den anderen kämpft. So macht Fußball Spaß", sagte der Doppeltorschütze.

Vierter Heimsieg in Folge

Besonders die Einstellung der siegreichen Kölner, geprägt von Kampf, Einsatz und Ordnung, hob die Stimmung nach dem Karneval-Derby zusätzlich.

"Wenn wir vorne draufgehen, pressen und kämpfen, dann können wir auch ganz guten Fußball spielen. Das muss auch in Zukunft unser Weg sein", gab Podolski die Richtung vor.

Nach Bayern München scheiterte nun ein weiteres Team aus der Tabellenspitze am Kampfgeist der "Geißböcke".

Sturmduo wiedererstarkt

Mit je einem Doppelpack und nun jeweils neun Saisontoren sorgte das Kölner wiedererstarkte Sturmduo Podolski/Novakovic für die Gefahr in der Offensive und steht nun fast sinnbildlich für den neuen FC, der in der Rückrunde unter Schaefer kompakt und gefestigt wirkt.

Für Podolski ist das immer besser funktionierende Zusammenspiel mit dem Slowenen ein Schlüssel zum Erfolg.

Die Zeiten, in denen vermutet wurde, die beiden könnten nicht zusammenspielen, scheinen längst vorbei.

"Nova" und ich verstehen uns, legen uns gegenseitig die Tore auf und das macht einfach Spaß. Mit ihm habe ich gar keine Probleme. Natürlich war es im ersten Jahr schwer, aber wir sind auf einem guten Weg. Aber das darf nur der Anfang gewesen sein" , sagte Podolski.

Mainz enttäuscht

Von solch einem erfolgreichen Zusammenspiel konnten die Gäste aus Mainz bei ihrem Gastspiel nur träumen.

Sichtlich geknickt schlichen die "Bruchweg-Boys" vom Platz, begleitet von Kölner "Oh, wie ist das schön"-Gesängen.

Während das Tuchel-Team am vergangenen Spieltag gegen Bremen mit der Chancenverwertung haderte, versetzten ihnen in Köln zwei Tore nach Standards den Todesstoß.

Standards als Schlüssel

"Wir haben in der 1. Halbzeit nicht schlecht gespielt, aber bei den Standardsituationen haben wir geschlafen. Nach dem Treffer zum 3:1 war das Spiel gelaufen und unser Wille ein Stück weit auch gebrochen", meinte Torwart Heinz Müller.

"Bei den Standards hätten wir besser aufpassen müssen. Das ist bitter."

"Jedes Tor zählt"

In Köln hingegen war die Stimmung bestens, das frenetische Heimpublikum verdiente sich ein besonderes Lob von Trainer Schaefer: "Das 2:1 war dann der Türöffner für uns. Getragen von der Erleichterung und den Zuschauern haben wir uns am Ende in einen kleinen Rausch gespielt."

Doch trotz der karnevalsähnlichen Euphorie fand der Coach einen entscheidenden Kritikpunkt: "Das 4:2 ärgert mich aber, denn im Abstiegskampf zählt jedes Tor."

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