Huub Stevens wundert sich über den Zeitpunkt von Frontzecks Entlassung und erstellt ein Anforderungsprofil für einen Nachfolger.

Hallo Fußball-Freunde,

Borussia Mönchengladbach hat nun also Michael Frontzeck entlassen. Ich glaube, die Verantwortlichen hatten schon länger darüber nachgedacht. Aber sie haben an ihm festgehalten und ihm das Vertrauen ausgesprochen.

Ich finde es schade, dass es jetzt passiert. Der Zeitpunkt der Entlassung kommt sehr spät, ich weiß nicht, ob das noch etwas bringt. Es bleibt nur noch wenig Zeit.

Der Druck auf die Verantwortlichen wird sehr groß und man muss unheimlich stark sein, um so eine Situation durchzustehen. Es wird natürlich ganz eng für Gladbach.

Aber vielleicht hat Frontzeck auch selber die Entscheidung getroffen und sie sind auf gute Art und Weise auseinandergegangen.

Ich weiß nicht, ob er Lucien Favre es nun noch hinbekommt bis zum Ende der Saison. Immerhin hat er ausreichend Erfahrung.

Jetzt sind aber vor allem die Spieler in der Pflicht. Sie müssen Verantwortung übernehmen und können nicht mehr das Alibi nutzen, dass der Trainer auf der Bank sitzt.

Bayern München hat gegen Hoffenheim mit dem Duo Arjen Robben und Franck Ribery einen deutlichen Sieg eingefahren. Robben hat dabei wieder ein für ihn typisches Tor erzielt, bei dem er gegen mehrere Verteidiger in die Mitte zieht und abschließt.

Er ist dabei von den Verteidigern kaum zu stoppen, weil er einfach so viele Qualitäten besitzt. Er macht das fast wie Lionel Messi. Er ist zwar technisch nicht ganz so versiert und benötigt etwas mehr Raum, aber das ist schon sehr ähnlich. Wenn ein Verteidiger ihn außen nicht vorbei lassen will, geht er eben innen vorbei. Man darf ihn nicht schießen lassen. Und das hat Hoffenheim nicht gut gemacht.

Man muss Robben und Ribery aus dem Strafraum raushalten und die Passwege auf die beiden zustellen. Die Verteidiger müssen immer so eng stehen, dass sie in einer 2:1-Situation gegen sie verteidigen.

Offensiv ist Bayern mit Ribery und Robben natürlich sehr stark, aber die Frage ist, wie stark die Defensive ist. Qualität ist da, aber ob das für die internationalen Spiele reicht, wird sich zeigen.

Top-Teams können die Offensivstärke auffangen und wissen, wie man die Schwachstellen der Bayern bloßstellt.

Ich denke, dass die Bayern in der Liga weiter den zweiten Platz und die direkte Champions-League-Qualifikation ins Visier nehmen. Und wenn sie das am Ende schaffen, werden sie sehr zufrieden sein.

Denn auch wenn Dortmund gegen Kaiserslautern wieder Punkte liegen gelassen hat, denke ich, dass sie nichts mehr anbrennen lassen und Meister werden.

Bis dahin,Euer Huub Stevens

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