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Ruud van Nistelrooy (hier beim 1:1 im Hinspiel gegen St. Pauli) steht auf der Kippe © getty

Mit 10 Tagen Verspätung kommt es zum Stadtduell. Dabei geht es nicht nur um Platz 1 in Hamburg, sondern auch in der Rückrunde.

Von Christian Stüwe

München - Aufs Derby in der Bundesliga hat Hamburg lange gewartet - und aufs Rückspiel zwischen dem HSV und St. Pauli (ab 18.15 Uhr im LIVE-TICKER) noch ein wenig länger.

Doch nach dem die Partie in der WM-Arena vor eineinhalb Wochen wegen extrem starker Regenfälle abgesagt werden musste, geben Meterologen und Greenkeeper diesmal grünes Licht.

"Es müsste schon die Welt untergehen, damit das Spiel ausfällt", erklärte Stadionchef Kurt Krägel. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Dafür muss der HSV aber um den Einsatz von Mladen Petric bangen.

Der Stürmer hütet mit einem grippalen Infekt im Teamhotel das Bett.

Ben-Hatira für Petric?

Im Abschlusstraining nahm Änis Ben-Hatira den Platz im Sturm an der Seite von Ruud van Nistelrooy ein.

Trainer Armin Veh ist sich aber offenbar noch nicht sicher, wie er spielen lassen wird.

"Auf zwei Positionen denke ich noch nach", verriet Veh.

Vermutlich wird Jonathan Pitroipa im rechten Mittelfeld zum Einsatz kommen, Marcell Jansen auf links.

Auch der zuletzt gesperrte Gojko Kacar steht wieder zur Verfügung, Paolo Guerrero wird als Alternative für den zuletzt schwachen Ruud van Nistelrooy im Sturmzentrum gehandelt.

[kaltura id="0_ptck0x7y" class="full_size" title="Das Derby elektrisiert Hamburg"]

"Haut sie bloß weg"

Doch solche Feinheiten spielen vor dem brisanten Duell für die Fans nur eine Nebenrolle.

Die ganze Stadt fiebert dem Derby entgegen und vor allem der traditionell in der Favoritenrolle befindliche HSV steht vor dem Duell mit dem zuletzt starken Aufsteiger unter Druck.

"Sogar auf der Sportgala gab es nur dieses Thema. Aber auch ansonsten höre ich immer nur: 'Haut sie bloß weg'", sagte Verteidiger Heiko Westermann: "Ab der ersten Minute muss der Platz brennen."

Der HSV gewann vier der vergangenen fünf Partien und spielte dreimal in Folge zu Null. Dies soll auch gegen den Stadtrivalen wieder gelingen.

Westermann will wieder zu Null spielen

"Wir sind auch gegen Pauli wieder als gesamte Mannschaft gefordert und wollen zum vierten Mal die Null stehen haben. Aus dem Hinspiel ist noch einiges gut zu machen", erklärte Kapitän Westermann.

Damals gelang dem HSV erst kurz vor Schluss das 1:1 - durch Petric.

Nun könnten sich die Rothosen mit einem Sieg nachträglich zur besten Rückrundenmannschaften machen.

Das könnte allerdings wiederum auch der FC St. Pauli schaffen.

Asamoah will Geschichte schreiben

"Wir können Geschichte zu schreiben und dafür zu sorgen, dass in Jahren noch von unseren Namen gesprochen wird", erklärte Gerald Asamoah.

"Dann wird man sagen: Die waren es, die den HSV geschlagen haben."

Für das Derby und das anschließende Spiel bei Borussia Dortmund gab der Publikumsliebling ganz frech sechs Punkte als Ziel aus.

Genau rechtzeitig ist Asamoah in Topform. Und die Kiezkicker sind es auch.

"Wir sind bereit, 90 Minuten Vollgas zu geben", kündigte Trainer Holger Stanislawski an.

Selbst Fabian Boll will trotz Zehenprellung auflaufen. "Da müsste mir schon ein Bein fehlen, dass ich im Derby nicht spiele", erklärte er.

Veh setzt auf den Glücksanzug

Um den Aufsteiger in die Schranken zu weisen, wird Veh dabei auf einen besonderen Glücksbringer vertrauen: Seinen blauen Klubanzug.

"Den habe ich in der Rückrunde bislang dreimal getragen, und dreimal haben wir gewonnen. Nur in Nürnberg hatte ich ihn nicht an", erklärte Veh.

Die kalten Temperaturen hinderten Veh damals daran, das gute Stück zu tragen. Und prompt setzte es eine Niederlage.

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Hamburger SV: Rost - Demel, Westermann, Mathijsen, Aogo - Jarolim, Ze Roberto - Pitroipa, Jansen - Petric (Ben-Hatira), van Nistelrooy (Guerrero)

St. Pauli: Kessler - Thorandt, Zambrano, Gunesch, Volz - Lehmann, Boll - Kruse, Takyi, Bartels - Asamoah

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