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Angriffslustig: Bayerns Sportdirektor Christian Nerlinger (l.) und Trainer Louis van Gaal © imago

Bayerns Sportchef heizt schon das Topspiel gegen Dortmund an und geht ebenso wie Ribery optimistisch in die Wochen der Wahrheit.

Vom FC Bayern berichtenMaik Rosner und Christian Stüwe

München - Erst reist der FC Bayern am Samstag zu Mainz 05, dann im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League zu Inter Mailand (23.2./Rückspiel 15.3.).

Danach kommt Tabellenführer Borussia Dortmund (26.2.) und im Halbfinale des DFB-Pokals der FC Schalke 04 (2.3.).

Im Anschluss geht es zu Hannover 96 (5.3.) (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Zwei englische Wochen der Wahrheit hintereinander. Mit Topspielen im Akkord.

Mit K.o.-Duellen und gegen die direkten Konkurrenten um Platz zwei, um die direkte Qualifikation für die Champions League.

"Müssen alle Spiele gewinnen"

Für die Münchner die vorentscheidende Phase dieser Saison.

"Jetzt kommen die schweren Aufgaben. Wir müssen jetzt eine Serie starten und alle Spiele gewinnen, weil wir der FC Bayern sind", sagte Franck Ribery am Mittwoch.

Die Rückkehr der hoch gelobten Flügelzange mit Ribery und Arjen Robben sorgt für Zuversicht beim Rekordmeister.

So zeigt sich Christian Nerlinger nach dem 4:0 gegen 1899 Hoffenheim "sehr optimistisch" 350503(DIASHOW: Der 22. Spieltag).

Nerlinger will BVB in die Schranken weisen

Mehr noch: Voller Angriffslust blickt der Sportdirektor bereits auf das Topspiel gegen Dortmund.

"Der FC Bayern ist nach wie vor die Nummer 1 im deutschen Fußball - und ich denke, wir haben nun mit allen Spielern an Bord auch wieder die beste deutsche Mannschaft. Das wird man in eineinhalb Wochen im direkten Vergleich sehen", sagte Nerlinger dem "Münchner Merkur".

[kaltura id="0_lk7xpf50" class="full_size" title="Ribery kontert Domenech"]

Man habe die wahre Leistungsfähigkeit der Mannschaft nach der Rückkehr der Stammformation erkennen können.

Allerdings brachen am Mittwoch Robben und Mario Gomez vorzeitig das Training ab. Der Niederländer hatte leichte Adduktorenprobleme, Gomez macht eine Prellung zu schaffen.

Der Einsatz der beiden am Samstag gegen Mainz sei allerdings nicht gefährdet, teilte der FC Bayern auf der Vereins-Homepage mit.

Kroos und Contento wieder im Mannschaftstraining

Dafür kehrten Toni Kroos und Diego Contento ins Mannschaftstraining zurück, so dass bis auf Ivica Olic alle Spieler wieder zur Verfügung stehen.

"Es ist gut, dass genau zur entscheidenden Phase der Saison wieder alle fit sind", meinte Ribery.

Auch deshalb hält Nerlinger den Dortmunder Höhenflug auch nur für eine temporäre Erscheinung.

"Wenn ich mir so die Meister der vergangenen Jahre anschaue, den VfB Stuttgart zum Beispiel oder Wolfsburg, fällt auf, dass es immer schwer ist, konstant auf diesem absoluten Top-Level zu bleiben", stellte der Sportdirektor fest:

"Das ist in der Vergangenheit nur dem FC Bayern gelungen. Darum noch einmal: Die Nummer 1 sind wir. Wir sind bereit, wenn uns Dortmund länger als nur eine Saison Paroli bieten sollte."

Auch Nerlinger lobt Klopp

Starke Worte vor den englischen Wochen der Wahrheit. Dabei zollt Nerlinger dem BVB durchaus höchsten Respekt. Borussia stehe zurecht oben.

Auch wegen des Trainers Jürgen Klopp, den zuvor Präsident Uli Hoeneß und "Kaiser" Franz Beckenbauer in den höchsten Tönen gelobt hatten.

War das ein Fingerzeig für eine mögliche Nachfolge von Trainer Louis van Gaal?

"Ich finde, Klopp macht eine hervorragende Arbeit in Dortmund und ist derzeit beim BVB bestens aufgehoben", sagte Nerlinger. Derzeit.

Vertragsgespräche ruhen

Derzeit werden wegen der richtungweisenden und stressigen Wochen auch keine Vertragsgespräche mit den Spielern geführt.

"Jetzt zählen nur die Spiele. Alles andere werden wir danach angehen und entscheiden", sagte Nerlinger der "tz".

Das gilt vor allem für Torwart Thomas Kraft, Miroslav Klose, Hamit Altintop und Andreas Ottl.

Wie bei Jörg Butt, der seine Karriere beenden wird, laufen auch bei dem Quartett die Verträge im Sommer aus.

Sie alle können sich aber in den kommenden zwei Wochen nachdrücklich für eine Weiterbeschäftigung empfehlen.

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