vergrößernverkleinern
Martin Lanig (l.) absolvierte zwischen 2003 und 2006 66 Spiele für die TSG Hoffenheim © getty

Mohamad rettet dem FC in Hoffenheim einen Punkt. Novakovic patzt, Rensing zeichnet sich aus. Ibisevic ist der große Pechvogel.

Sinsheim - Der 1. FC Köln bleibt weiter eine der Rückrunden-Überraschungen in der Bundesliga:

Das Team von Trainer Frank Schaefer erkämpfte sich bei 1899 Hoffenheim ein 1: 1 (0:0) und sammelte in den letzten drei Partien sieben Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. 353701(DIASHOW: Der 23. Spieltag)

Zunächst verhalf ausgerechnet Kölns Torjäger Milivoje Novakovic (48.) den Gastgebern durch ein Eigentor zur Führung, doch Youssef Mohamad (69.) glich noch aus. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Trotz des deutlichen Aufwärtstrends in der Rückrunde bleiben die Rheinländer, die seit dem 21. November 2010 (1:0 beim VfB Stuttgart) auf ihren zweiten Saisonsieg in der Fremde warten, das auswärtsschwächste Team der Bundesliga.

Hoffenheim verpasste seinen sechsten Heimsieg der laufenden Runde und dümpelt weiter im Niemandsland der Tabelle.

Pezzaiuoli trauert Chancen nach

Trainer Marco Pezzauioli war mit der Leistung seines Teams zufrieden, haderte aber mit der Chancenverwertung.

"Wir haben nach dem Spiel in München die richtige Antwort gegeben. Wir haben 90 Minuten Präsenz gezeigt und die Kölner fast nicht zum Atmen kommen lassen. Wir haben es aber versäumt, nach unserer Führung zwei, drei Tore nachzulegen."

Frank Schaefer dagegen freute sich vor allem darüber, dass seine Mannschaft auf fremden Platz einen Rückstand wettmachen konnte: "In der ersten Halbzeit haben wir uns schwer getan. Michael Rensing hat uns im Spiel gehalten. Dieser Punktgewinn ist enorm wichtig. Wir haben gesehen, dass wir auch auswärts einen Rückstand wettmachen können."

Rensing reagiert stark

Vor 30.000 Zuschauern in Sinsheim bewahrte Torhüter Michael Rensing die Kölner in der ersten Halbzeit vor einem Rückstand.

Der frühere Bayern-Profi konnte sein ganzes Können binnen weniger Momente gleich zweimal eindrucksvoll unter Beweis stellen.

Zunächst parierte Rensing einen Kopfball von Hoffenheims Angreifer Vedad Ibisevic aus zwei Metern dank eines Reflexes in Weltklassemanier und lenkte auch den anschließenden Kopfball des Bosniers an den Pfosten (28.).

Novakovic verpasst

Die Kölner, bei denen der Portugiese Petit im Mittelfeld Adam Matuschyk (Bänderriss) ersetzte, fanden nach einem zerfahrenen Beginn zunächst besser ins Spiel.

Nach einer schönen Einzelleistung von Kapitän Lukas Podolski verpasste Novakovic nur knapp die Hereingabe (8.) des Nationalspielers.

Viel Fehlpässe

Die Hoffenheimer, die auf Edson Braafheid (Rotsperre) und Tobias Weis (Fußbruch) verzichten mussten, übernahmen erst Mitte der ersten Halbzeit die Initiative, leisteten sich im Spielaufbau aber viele Fehlpässe.

Chancen ergaben sich in einer durchwachsenen Partie aber trotzdem.

Aus einem Patzer von Kölns Außenverteidiger Miso Brecko vermochte Ibisevic (19.) kein Kapital zu schlagen und scheiterte an Rensing.

Pechvogel Novakovic

Nach dem Wechsel gelang den Kraichgauern ein Auftakt nach Maß, als Novakovic einen Freistoß von Sebastian Rudy aus halblinker Position unglücklich ins eigene Tor lenkte.

Im Anschluss suchten die nun stark aufspielenden Gastgeber die Entscheidung und forcierten den Druck.

Doch Ibisevic klebte weiter das Pech an Schuhen: Zunächst fand er erneut seinen Meister in Rensing (52.) und scheiterte nach gut einer Stunde am Pfosten.

Mohamad mit dem Ausgleich

Quasi im Gegenzug nutzte Mohamad mit seinem zweiten Saisontor eine Unachtsamkeit in der Hoffenheimer Deckung zum Ausgleich.

Novakovic hatte in der 73. Minute den Sieg auf dem Kopf, doch 1899-Keeper Tom Starke parierte glänzend.

Im Team von Trainer Marco Pezzaiuoli verdienten sich Tom Starke und Rudy gute Noten. Rensing sowie Mohamad bei den Rheinländern.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel