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Franck Ribery (r.) gehörte zu den Aktivposten beim FC Bayern © getty

Die spielfreudigen Münchner setzen sich in Mainz klar durch. Allerdings muss der Keeper schon zur Pause verletzt vom Platz.

Mainz - Der FC Bayern hat die direkte Qualifikation für die Champions League wieder fest im Visier.

Der Meister gewann das Topduell des 23. Spieltags beim 1. FSV Mainz 05 verdient mit 3:1 (1:0) 353701(DIASHOW: Der 23. Spieltag).

Die Mannschaft von Trainer Louis van Gaal rückte damit wenigstens vorübergehend auf Platz zwei vor.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Allerdings kann der Rekordchampion am Sonntag wieder von Bayer Leverkusen überholt werden.

Revanche für Hinspiel-Pleite

Der Rückstand zu Spitzenreiter Borussia Dortmund, den die Bayern am kommenden Samstag empfangen, beträgt nach wie vor 13 Punkte.

Mainz bleibt trotz des vierten Heimspiels in Folge ohne Sieg Fünfter.

Die Nationalspieler Bastian Schweinsteiger (9.), Thomas Müller (50.) und Mario Gomez (77.) mit seinem 18. Saisontreffer erzielten die Tore für das Münchner Starensemble, das sich damit für die 1:2 im Hinspiel in der Allianz Arena revanchierte.

Lobeshymnen auf "Robbery"

An den ersten beiden Treffern war das Traumduo Franck Ribery und Arjen Robben beteiligt.

Sami Allagui (83.) gelang nur das Ehrentor für die Rheinhessen.

"Es war ein Kampf, aber wir haben verdient gewonnen", meinte Thomas Müller. "Mit Arjen und Franck haben wir nach vorne eine ganz andere Qualität."

Gomez fordert eine Serie

Das sah auch sein Kollege Gomez so: "Das sind mit die zwei Besten, die es überhaupt gibt im Fußball und wir sind sehr, sehr froh, dass wir sie haben."

Dennoch blieb der Stürmer mit Blick auf die kommenden Aufgaben auf dem Boden. "Wir müssen schauen, dass wir unsere Spiele in der Bundesliga alle gewinnen, denn wir haben noch viele Punkte gutzumachen", meinte der 25-Jährige:

"Wir wollen Platz zwei, das können wir erreichen. Wir müssen jetzt eine Serie starten", so weiter.

Tuchel unzufrieden

Vor 20.300 Zuschauern lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch. Die Bayern hatten in den ersten Minuten Probleme, kamen danach aber immer besser in Fahrt.

"Es hat uns das Führungstor und das Ausgleichstor gefehlt. Das hätten wir in der ersten Halbzeit verdient gehabt. Wir hatten aber nicht den Mut, rauszugehen. Wir wollten das Spiel enger gestalten", haderte FSV-Coach Thomas Tuchel mit seiner Mannschaft.

Vor allem Ribery zeigte sich in glänzender Spiellaune. Der Franzose scheiterte mit einem Freistoß aus spitzem Winkel am Mainzer Torhüter Heinz Müller (8.) und hatte die Möglichkeit zum 2:0 (38.).

Höherer Sieg möglich

Thomas Müller (10.) nach Zuspiel von Robben und Schweinsteiger (39.) hatten weitere gute Gelegenheiten vor der Pause.

"Wir haben viele Chancen verpasst. Ich bin glücklich, es war ein wichtiger Sieg", atmete van Gaal auf.

Der Niederländer ließ Schweinsteiger wie schon zuletzt beim 4:0 gegen 1899 Hoffenheim wieder auf seiner Lieblingsposition im defensiven Mittelfeld spielen, wo der 26-Jährige eine starke Partie zeigte.

Kraft verletzt raus

Auf der Gegenseite bewahrte Schlussmann Thomas Kraft die Bayern gegen Andre Schürrle (42.) mit einer Glanzparade vor dem Ausgleich.

Aufgrund eines Zusammenpralls mit Petar Sliskovic, bei dem Kraft einen Schlag an den Kopf erhalten hatte, musste der Keeper zur Pause allerdings verletzt ausgewechselt werden.

Für den 22-Jährigen kam Routinier Jörg Butt, der seinen Stammplatz zu Beginn der Rückrunde verloren hatte.

"Er ist die Nummer eins, nicht Butt"

"Wir müssen sehen, was mit Thomas Kraft ist. Er ist unsere Nummer eins, nicht Jörg Butt", stellte van Gaal klar.

Seine Bayern, für die es im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League am Mittwoch beim Titelverteidiger Inter Mailand, im Heimspiel am kommenden Samstag gegen Dortmund und vier Tage später im DFB-Pokal-Halbfinale gegen Schalke 04 Schlag auf Schlag geht, waren stets brandgefährlich.

Robben, der sich im Training eine Sehnenverletzung am kleinen Finger zugezogen hatte, lief mit einer Schiene an der rechten Hand auf, was den Superstar aber nicht von seinen gefürchteten Sololäufen abhielt.

Holtby nur auf der Bank

Bei den Mainzern hatte Tuchel die Anfangsformation gegenüber der 2:4-Pleite beim 1. FC Köln gleich auf vier Positionen verändert.

Jung-Nationalspieler Lewis Holtby saß zunächst nur auf der Bank. Nachwuchsstürmer Sliskovic bekam dafür eine Chance von Beginn an.

Nach dem Seitenwechsel suchten die Bayern dann die Vorentscheidung.

Münchner lassen nichts anbrennen

Erst scheiterte Schweinsteiger (48.), ehe Müller nach Zuspiel von Robben das 2:0 gelang.

Ribery (54.) und Bundesliga-Top-Torjäger Gomez mit einem Pfostenschuss (60.) hatten weitere hochkarätige Chancen.

Butt klärte gegen Schürrle (67.) und bewies, dass auf ihn nach wie vor Verlass ist.

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