vergrößernverkleinern
Hannover 96 feierte gegen den 1. FC Kaiserslautern den 13. Saisonsieg © getty

Nach dem Sieg gegen Lautern bekennt sich 96 zu seinen internationalen Ambitionen. Die "Roten Teufel" sind frustriert.

Hannover - Während Hannovers Spieler noch mit den Fans das frühzeitige Erreichen der 40-Punkte-Marke feierten, häuften sich bereits die Fragen nach den neuen Zielen der Niedersachsen.

Didier Ya Konan musste da gar nicht lange überlegen. 353701(DIASHOW: Der 23. Spieltag)

"Jetzt wollen wir nach Europa", verkündete der Stürmer von der Elfenbeinküste nach dem 3:0-Erfolg gegen Kaiserslautern.

Trainer Mirko Slomka gab sich noch etwas vorsichtiger. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Wir sind sehr zufrieden, so früh schon die 40-Punkte-Marke erreicht zu haben", erklärte der 43-Jährige:

"Ich will nun mit der Mannschaft sprechen. Wir müssen uns ein reizvolles und erreichbares Ziel setzen."

"Kann nur darum gehen, die Position zu verteidigen"

Dass dieses Ziel der aktuell belegte vierte Rang und die damit verbundene Qualifikation für die Europa League ist, ließ aber auch Slomka bereits durchblicken.

"Es kann nur darum gehen, unsere Position zu verteidigen", erklärte Slomka und ließ schon erahnen, was er mit seiner Mannschaft zu besprechen gedenkt.

Es gehe nun darum "in allen Bereichen konsequent zu bleiben und die Konzentration hoch zu halten", sagte Slomka.

96 glänzt erneut durch Effektivität

Genau diese Tugenden demonstrierte das Überraschungsteam gegen die Pfälzer einmal mehr eindrucksvoll.

In der ersten Halbzeit reichte 96 eine durchschnittliche Leistung, um durch Jan Schlaudraff (17.) und Mohammed Abdellaoue (45.) 2:0 in Führung zu gehen.

Beim ersten Gegentreffer hatte sich FCK-Kapitän Martin Amedick einen Aussetzer geleistet, beim zweiten Gegentreffer assistierte in Rodnei dann auch der zweite Lauterer Innenverteidiger den Niedersachsen unfreiwillig.

Didier Ya Konan bereitete die beiden 96-Tore vor und demonstrierte, was Kaiserslautern fehlte: Der unbedingte Wille.

Lauter weiter ohne Sieg

Die Pfälzer warten weiter auf den ersten Sieg in der Rückrunde, die Abwehr wackelt und im Sturm fehlt die Durchschlagskraft.

Von einem großen Aufbäumen des Teams war im zweiten Durchgang jedoch nur wenig zu spüren. Stattdessen setzte Schlaudraff mit seinem zweiten Tor den Schlusspunkt (57.).

Von den einstigen FCK-Stützen war kaum etwas zu sehen. Srdjan Lakic, der zur kommenden Saison zum VfL Wolfsburg wechselt, wartet weiter auf seinen ersten Treffer 2011.

Ivo Ilicevic, der weiter von Bayern München umworben wird, ließ sein Können allenfalls für kurze Momente aufblitzen.

"Mitten im Abstiegskampf"

Und auch Tiffert schien überfordert.

"Wir befinden uns mitten im Abstiegskampf. Auch in Hannover hatten wir viele Chancen, die wir aber nicht genutzt haben. Stattdessen machen wir wahnsinnig viele Fehler", schimpfte der frustrierte Mittelfeldspieler:

"Das geht mir langsam auf den Keks."

FCK-Trainer Marco Kurz bemängelte die Einstellung seiner Mannschaft.

"Hannover war einfach effektiver und entschlossener. An diesen Eigenschaften hat es bei uns gehapert. Das war über 90 Minuten zu wenig, um etwas Zählbares mitzunehmen", sagte Kurz.

Die Lage sei nicht angenehm, erklärte Kurz weiter, ein Erfolgserlebnis müsse schleunigst her.

Kuntz bewahrt die Ruhe

FCK-Boss Stefan Kuntz wollte sich aber trotzdem nicht aus der Ruhe bringen lassen.

"Wir stehen auf einem Tabellenplatz, der uns vor der Saison bereits prognostiziert wurde. Warum sollten wir deshalb jetzt unruhig werden", sagte Kuntz:

"Es hat sich nichts geändert. Wir kämpfen doch seit Saisonbeginn gegen den Abstieg."

Und so wie es aussieht, wird der Kampf der "Roten Teufel" auch bis zum Schluss weitergehen.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel