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Roman Weidenfeller wechselte 2002 vom 1. FC Kaiserslautern zu Borussia Dortmund © getty

Dortmunds Keeper erleidet im Training nicht wie zunächst befürchtet einen Bänderriss und kann nun doch aufs Bayern-Spiel hoffen.

Von Martin Volkmar

München/Dortmund - Aufatmen bei Borussia Dortmund:

Roman Weidenfeller hat sich nicht so schwer verletzt wie befürchtet und kann möglicherweise auch am Samstag beim FC Bayern München (Sa., ab 18 Uhr im LIVE-TICKER) auflaufen.

Der Torhüter erlitt bei einem Zusammenstoß im Training am Dienstag eine Innenbanddehnung und einen kleinen Kapseleinriss im linken Knie.

Dies ergab die Kernspintomografie bei Mannschafts-Arzt Markus Braun in der BG-Unfall-Klinik in Duisburg am Tag darauf.

Entscheidung über Einsatz am Freitag

Am Freitag werde entschieden, ob Weidenfeller schon am Wochenende wieder einsatzbereit sei, teilte der BVB mit.

Bei einem Bänderriss wäre der 30-Jährige hingegen rund sechs Wochen ausgefallen.

Weidenfeller war nach einem zu kurzen Rückpass von Markus Feulner mit Verteidiger Mats Hummels zusammengeprallt und hatte sich dabei das linke Knie verdreht.

Weidenfeller hatte das Training abgebrochen und war in die Kabine gehumpelt.

"Am Knie hat es knack gemacht"

"Am Knie hat es knack gemacht", erklärte er.

"Ich hoffe, dass es nur eine Dehnung ist. Aber es hat richtig gerummst und das Knie ist zum Abend hin auch ziemlich angeschwollen. Ich habe Schmerzen."

Am Mittwoch wollte sich der Keeper auf SPORT1-Anfrage zunächst nicht äußern.

Trotzdem könnte der souveräne Spitzenreiter zumindest im Topspiel beim FC Bayern ein Problem bekommen.

Nicht nur, weil Weidenfeller mit elf Saisonspielen zu null und nur 13 Gegentoren bisher der große Rückhalt des jungen Teams war.

Australier Langerak gegen Bayern?

Sondern vor allem deshalb weil nach dem Abgang von Routinier Marc Ziegler im letzten Sommer als Ersatz nur zwei unerfahrene Youngster ohne eine Bundesliga-Minute parat stehen:

Johannes Focher (20 Jahre), seit dieser Spielzeit Torhüter der Zweiten Mannschaft in der Regionalliga, und Mitchell Langerak.

Der 22-Jährige kam erst zu Saisonbeginn vom australischen Erstligisten Melbourne Victory nach Dortmund und hat erst ein einziges Pflichtspiel absolviert.

Erstes Spiel für die BVB-Reserve seit Mai 2010

Vor einer Woche stand er beim 1:0 der BVB-Reserve gegen Borussia Mönchengladbach II im Kasten, es war seine erste Partie seit Mai 2010.

"Es tat ganz gut, dass ich endlich mal unter Wettbewerbsbedingungen ran durfte", sagte "Mitch" Langerak danach:

"Die 90 Minuten haben Spaß gemacht. Ich bin froh, die Gelegenheit bekommen zu haben, Spielpraxis zu sammeln."

Diese Chance könnte für 1,91-Meter-Mann schon in München kommen, ansonsten droht Weidenfeller aber auch nach bisher vier Gelben Karten bald ein Spiel Sperre.

Langerak weiß das: "Wenn der Moment kommt, bin ich bereit."

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