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Christian Nerlinger spielte als Profi sowohl für die Bayern als auch den BVB © getty

Drei Tage vor dem Topduell zwischen Bayern und BVB bläst Münchens "Abteilung Attacke" zum Angriff auf den Spitzenreiter.

Von Stefan Missy

München - Kevin Großkreutz hatte den Köder ausgelegt - und die "Abteilung Attacke" des FC Bayern ist direkt darauf angesprungen.

Mit Blick auf das Topspiel in München am Samstag (ab 18.15 Uhr im LIVE-TICKER) hatte der Neu-Nationalspieler von Borussia Dortmund gegen die Atmosphäre in der Allianz Arena geätzt.

"Es ist eine andere, ruhigere Stimmung dort", meinte der 22-Jährige in der "Sport Bild".

"Bayern hat sehr viele - so nenne ich sie immer - Erfolgsfans. Die BVB-Fans dagegen gehen durch dick und dünn und stehen immer zum Verein."

Giftpfeile vor dem "Imagespiel"

Das hat anscheinend gesessen, denn der Rekordmeister holte sofort zum verbalen Gegenangriff aus.

Zur Vorbereitung auf das "Imagespiel" (Karl-Heinz Rummenigge) zwischen Tabellenführer und Titelverteidiger solle sich Großkreutz den Champions-League-Kracher der Bayern bei Inter Mailand "schön im Fernsehen anschauen", spottete Sportdirektor Christian Nerlinger in der "tz".

Auch sonst sparte der 37-Jährige, selbst in Dortmund geboren und als Profi für die Borussia aktiv, nicht mit Giftpfeilen an die Adresse des Spitzenreiters. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Nerlinger stichelt

"Ich sehe in Dortmund noch in keinster Weise einen heranwachsenden Riesen", stichelte Nerlinger.

Dabei hatte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke genau das selbst gesagt: "Uns trennen wirtschaftlich Lichtjahre."

Dennoch wollen die Westfalen alle Leistungsträger halten und vor allem keinen Spieler an den großen Rivalen abgeben.

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Watzke ganz gelassen

"Unser Aufwand beträgt für die Spieler nur 34 bis 35 Millionen Euro - die Bayern zahlen für den Kader 110 bis 120 Millionen Euro. Umso stolzer können wir auf unsere Saison sein", erklärte Watzke bei einem Mediengespräch im Restaurant von Sternekoch Alfons Schubeck in München.

Womöglich echauffierte man sich an der Säbener Straße insgeheim weniger über die inhaltlichen Fakten als vielmehr über diese "Feindpräsenz" vor der eigenen Haustür.

"Ich denke, Herr Watzke braucht das in der Öffentlichkeit", lästerte Nerlinger in der "Sport Bild".

Im Austeilen scheint der frühere Mittelfeldspieler insofern immer mehr in die Fußstapfen seines Vorgängers Uli Hoeneß zu wachsen.

"Dortmund hat keine Chance"

Dieser erwartet sich im Duell mit dem Herbstmeister übrigens "einen ganz klaren Sieg".

"Ein Unentschieden oder eine Niederlage halte ich für vollkommen ausgeschlossen", sagte der Bayern-Präsident der "Bild".

"Wir sind die bessere Mannschaft. Im eins gegen eins haben die Dortmunder keine Chance. Basta."

Daher ist der Tipp des 59-Jährigen eindeutig: "Wir gewinnen mit zwei Toren Unterschied."

Borussia selbstbewusst

Damit würde man dem BVB die 0:2-Pleite aus dem Hinspiel auf Heller und Pfennig heimzahlen.

Die Schwarz-Gelben zeigten sich von den Störfeuern aus München allerdings genauso unbeeindruckt wie von der aufsteigenden Formkurve des FCB in den vergangenen Wochen.

"Jedes System hat eine Schwachstelle. Auch das der Bayern", demonstrierte Shooting-Star Mario Götze in den "Ruhr Nachrichten" Selbstbewusstsein.

So oder so: Man darf gespannt sein!

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