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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Armin Veh steht mit dem Hamburger SV momentan auf Platz sieben © getty

Der HSV-Trainer kündigt eine "zeitnahe" Entscheidung über seine Zukunft an - die Zeichen stehen weiterhin auf Trennung.

Hamburg - Getroffen haben sich Armin Veh und Frank Arnesen noch nie.

Auch ein Austausch über die Kaderplanung hat zwischen dem Trainer und dem neuen Sportchef des Hamburger SV bis jetzt nicht stattgefunden.

Am 1. Juli werden sie sich die beiden aber wohl zumindest die Klinke in die Hand geben.

Während Arnesen dann seinen Dienst in der Hansestadt antritt, wird Veh vermutlich seinen Posten räumen.

"Ich werde mich zeitnah mit einem klaren Statement zu diesem Thema äußern. Ich kann die Dinge selbst entscheiden und habe keine Lust, herumzueieren", sagt der Coach, der seinen Abschied vorzubereiten scheint.

Veh bleibt vage

Bis zum 31. Mai können Verein und Trainer aus dem bis 2012 befristeten Vertrag aussteigen.

Veh kündigte bereits an, dass er für sich eine Entscheidung getroffen habe. Nur öffentlich kommunizieren mochte er diese bisher nicht.

Der 50-Jährige lässt lieber zwischen den Zeilen lesen.

"Als hätten wir minus zehn Punkte"

Vehs Auftritt nach dem eigentlich ruhmreichen 4:0-Sieg im Nordderby am vergangenen Wochenende gegen Werder Bremen ließ eine gewisse Amtsmüdigkeit erkennen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Hier ist eine Stimmung, als hätten wir minus zehn Punkte", moserte Veh, war selbst von guter Laune weit entfernt und philosophierte über seine Zukunft.

Dabei wirkte er angespannt, zermürbt und fast ein wenig frustriert.

Keine Ruhe im Verein

Verletzungsprobleme, wechselhafte Leistungen der Mannschaft, die Posse um die gescheiterte Verpflichtung von Matthias Sammer, das Wechseltheater um Ruud van Nistelrooy, die weiter ungewisse Zukunft von Klubchef Bernd Hoffmann - seit seinem Amtsantritt im Mai 2010 herrschte nie wirklich Ruhe im Verein.

"Was hier alles passiert, ist Wahnsinn", wiederholt der Trainer seit Wochen.

Dass er mit dem Klub dennoch weiter um den Einzug in den Europapokal kämpft, geht dabei fast unter.

Allerdings verweigerte Veh damals selbst lange ein klares Bekenntnis zum Klub und trug damit nicht zu einer Verbesserung der Situation bei.

Kein Kontakt zu Arnesen

Der HSV hat angekündigt, sich im März mit der Trainerpersonalie auseinanderzusetzen. Ob Veh so lange Geduld aufbringen wird, scheint fraglich.

Zumal auch Arnesen bei der Entscheidung ein gewichtiges Wort mitzureden haben dürfte. Dafür müsste aber zunächst einmal eine Kontaktaufnahme mit Veh erfolgen.

Auf Fragen, wann und ob es diese geben werde, antwortet der Trainer lapidar: "Ich weiß es nicht."

Gerüchte um Laudrup

Im Umfeld des Vereins wird fast folgerichtig über Nachfolgekandidaten spekuliert.

Eine Option ist offenbar Arnesens langjähriger dänischer Weggefährte Michael Laudrup, der derzeit den RCD Mallorca betreut.

Zudem wird Vehs Assistent Michael Oenning als potenzieller neuer Chefcoach genannt.

Die HSV-Profis scheinen Veh dennoch weiter zu folgen. "Die Mannschaft habe ich im Griff, da habe ich immer das Sagen."

Das "wir" geht ihm bei Ausführungen über seinen Arbeitgeber aber nur noch schwer über die Lippen.

Spekulationen nerven Veh

Zuletzt sprach er lieber über "den Verein". Als Indiz für seinen Abgang will der Coach dies jedoch nicht gewertet wissen.

"Mittlerweile wird in jede Aussage von mir etwas hineininterpretiert", klagt der Trainer.

Derartige Spekulationen wird er wohl bald selbst beenden.

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