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Sebastian Prödl (M.) trifft in der Nachspielzeit zum Ausgleich für Werder Bremen © getty

Der Innenverteidiger trifft in der Schlussminute zum Ausgleich. Bayer steht trotz großer Überlegenheit mit leeren Händen da.

Bremen - Werder Bremen schöpft im Bundesliga-Abstiegskampf neue Hoffnung.

Gegen den Tabellenzweiten Bayer Leverkusen erkämpften sich die Hanseaten in einer fulminanten Schlussphase ein 2:2 (0:1) und belegen nach dem 24. Spieltag den 15. Rang, mit drei Punkten Vorsprung auf Abstiegsplatz 17. 357096(DIASHOW: Der 24. Spieltag)

Für die in allen Belangen überlegenen Gäste erzielte Eren Derdiyok (42.) und Nationalspieler Simon Rolfes (67.) die Tore für die Rheinländer.

Beim 1:0 übersprang Derdiyok die gesamte Hintermannschaft der Bremer einschließlich Torhüter Tim Wiese und drückte den Ball per Kopf aus vier Metern Entfernung über die Linie. Rolfes traf schließlich mit einem Flachschuss aus rund zehn Metern. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Die seit nunmehr sechs Spielen sieglosen Bremer kamen durch ein Eigentor des eingewechselten Stefan Kießling (83.) zum Anschlusstreffer, bevor der Leverkusener Arturo Vidal wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte (87.) sah.

Den Ausgleichstreffer erzielte Sebastian Prödl (90.+1).

"Wir haben das Glück erkämpft"

"Wir haben uns das Glück erkämpft, weil wir nie aufgegeben haben und sind dafür belohnt worden. Nach solch einem Spiel ist das Unentschieden in Ordnung. Ein Sieg wäre nicht verdient gewesen", meinte Prödl.

Bayer-Kapitän Rolfes sagte: "Wir hatten den Sieg lange fest in der Hand. Ich kann nicht erklären, warum wir in den letzten Minuten so passiv waren."

Trinks für Hunt

Schon die erste Torgelegenheit erarbeiteten sich die Gäste. In der 10. Minute strich ein Freistoß von Renato Augusto nur knapp am Werder-Gehäuse vorbei.

Im Gegenzug kam der junge Florian Trinks, erstmals in der Bremer Startformation, 60 Sekunden später frei zum Schuss, vergab diese Chance aber überhastet.

Der U-17-Europameister wurde von Trainer Thomas Schaaf für Aaron Hunt aufgeboten, der zunächst ebenso nur auf der Bank saß wie auch Marko Marin und Marko Arnautovic.

Adler vereitelt Borowski-Chance

Leverkusen wirkte vor 37.500 Zuschauern im Weserstadion technisch reifer und ballsicherer, die Bremer konnten dieser spielerischen Überlegenheit nur Kampf und gelegentliche Konter entgegensetzen.

Eine dieser wenigen Attacken allerdings hätte Tim Borowski in der 19. Minute fast mit einem Torerfolg abgeschlossen, doch Rene Adler konnte den Flachschuss parieren.

Sieben Minuten später scheiterte der Ex-Nationalspieler erneut an Adler, es war die bis dahin beste Einschussmöglichkeit der Platzherren.

Bayer bleibt überlegen

Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Geschehen auf dem Spielfeld wenig.

Zwar hatten die Gastgeber durch Mittelfeldspieler Philipp Bargfrede in der 50. Minute eine gute Chance, doch im Großen und Ganzen beherrschten die Gäste weiterhin den Spielverlauf.

Schaaf stärkt die Offensive

Schaaf versuchte die Offensive seines Teams zu stärken und wechselte nach exakt einer Stunde Spielzeit Marin für Bargfrede ein.

Daraufhin kam der SV Werder aber zunächst nur zum ersten Eckball in dieser Begegnung und blieben darüber hinaus ohne Durchschlagskraft - aber auch ohne Glück.

Bei den Norddeutschen konnte sich lediglich Mittelfeldspieler Clemens Fritz, der allerdings seine fünfte Gelbe Karte kassierte, eine gute Note verdienen.

Neben dem Torschützen Derdiyok überzeugte im Team von Coach Jupp Heynckes vor allem Torhüter Adler.

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