SPORT1-Kolumnist Huub Stevens nennt Gründe für Bayerns Pleite gegen Dortmund. Beim BVB fällt ein Mittelfeldlenker auf.

Hallo Fußball-Freunde,

ich bin überzeugt, Dortmund gibt die Meisterschale nach dem überzeugenden Sieg in München nicht mehr aus der Hand.

Die Stärke der Borussia: Die Dortmunder schalten ganz schnell um, wenn sie in Ballbesitz kommen. Und sie machen so viele Laufwege, dass damit jede Mannschaft Probleme bekommt.

Kleine Fehler im Spielaufbau werden da sofort bestraft.

Nuri Sahin hat eine wichtige Rolle für das BVB-Spiel. Und welche Arbeit er defensiv verrichtet, ist unglaublich.

Die anderen Rädchen im Räderwerk greifen genauso gut. Da kann man Mario Götze und Kevin Großkreutz nennen und auch andere. Jeder hat seinen Anteil.

Die Dortmunder haben in München geschickt die Außenbahnen zugemacht, die Wege eng gemacht für Franck Ribery und Arjen Robben.

Mein Kompliment an den BVB!

Ich denke, dass die Niederlage der Bayern nur zum Teil an der Kraft lag, die man in der Champions-League-Partie in Mailand gelassen hat.

Es ist aber für das Team schwierig, sofort wieder die gleiche Aggressivität und Konzentration wie in Mailand zu finden. An Bastian Schweinsteiger hat man das gesehen. Er hat schwerfällig gespielt und reagiert.

Das war meiner Meinung nach auch eine Konzentrationsschwäche.

Die Bayern müssen um Platz zwei fürchten, da die anderen Teams jetzt gegen den FCB besonders Gas geben.

Gegen Hannover wird es ein ganz schweres Spiel, zumal vorher das Pokal-Halbfinale gegen Schalke ansteht.

Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass Trainer Louis van Gaal in Schwierigkeiten gerät.

Dass mein Ex-Klub Köln derzeit einen Lauf hat, freut mich sehr.

Trainer Frank Schaefer nutzt die Chance, die man ihm gegeben hat, mit beiden Händen. Er ist ein kölscher Jung, weiß quasi alles vom Verein.

Der Erfolg liegt aber nicht nur in Schaefer begründet. Die Spieler setzen seine Forderungen um. Jetzt scheinen auch die Angreifer Lukas Podolski und Milivoje Novakovic immer besser zusammenzufinden.

Schaefers Vorteil ist, dass er Poldi schon von der Jugend her kennt. Im Moment kann ich mir nicht vorstellen, dass die Kölner noch in den Abstiegsstrudel reinrutschen.

Aus meiner Sicht müssen nun Frankfurt und Kaiserslautern aufpassen. Gladbach hat noch eine Chance, auch wenn es für die Borussia sehr schwer wird.

Bis dahin,Euer Huub Stevens

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