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Die Arena in Hamburg hat ein Fassungsver- mögen von 57.000 Zuschauern © imago

Beim HSV laufen die Planungen für die neue Saison. Doch geklärt ist nichts. Arnesen hat immerhin schon neue Spieler im Blick.

Von Daniel Rathjen

München/Hamburg - Stau, wo man auch hinblickt.

In der Blankeneser Landstraße sind neue Leitungen nötig, in Othmarschen läuft das Nachrüstprogramm für den Elbtunnel und am Veddeler Damm wird die Brücke saniert.

Und auf der größten Baustelle der Stadt läuft auch nichts flüssig.

Im Volkspark, in Bahrenfeld beim Hamburger SV, steht im Sommer ein Umbruch mit Abrissbirnen an - davor sind noch viele Fragen zu klären (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Bleibt Bernd Hoffmann Präsident? Bleibt Armin Veh Trainer? Ist Ralf Rangnick ein Kandidat? Wann tritt der neue Sportchef Frank Arnesen seinen neuen Job an?

Ein Aufsichtsratsgipfel am Montagabend sollte erste Tendenzen bringen. Heraus kam zumindest in Sachen Hoffmann: Nichts.

"Es war nie Sinn und Zweck, das Thema so konkret zu besprechen. Wir werden definitiv keine Beschlüsse fassen", sagte Chefkontrolleur Ernst-Otto Rieckhoff und sprach von einem "Gedankenaustausch".

"Verein ist nicht gelähmt"

Zugleich stellte er klar, dass der Verein derzeit sehr wohl handlungsfähig sei.

"Alle sind an ihren Arbeitsplätzen. Spieler, Trainer und Vorstand. Der Verein ist nicht gelähmt", sagte der 59-Jährige der "Bild" und sieht die Planungen für die kommende Saison offenbar nicht gefährdet.

An dem Zeitplan, bis Ende des Monats eine Entscheidung über Hoffmanns Zukunft zu treffen, will der Aufsichtsrat festhalten.

"Der Monat März bietet sich an für solche Entscheidungen", so Rieckhoff.

Offenbar keine Mehrheit für Hoffmann

Für die Verlängerung seines am 31. Dezember auslaufenden Vertrages bräuchte der Vorstandsvorsitzende eine Zwei-Drittel-Mehrheit aus den Reihen des zwölfköpfigen Kontrollgremiums.

Diese ist momentan offenbar nicht gegeben: Laut "Hamburger Abendblatt" gab es bei einer Probeabstimmung keine Mehrheit für Hoffmann.

Einen eigenmächtigen Abschied hat der HSV-Boss bereits ausgeschlossen.

Arnesen im Hintergrund - Gerüchte über Bruchhagen

In 90 Minuten wurde laut Rieckhoff "nicht über Alternativen" gesprochen - der Name Heribert Bruchhagen schwebt dagegen weiter im Raum.

Fest steht: Solange nicht klar ist, wer den Klub künftig führen wird, können auch keine weitreichenden Entscheidungen getroffen werden.

Fraglich ist auch, inwiefern Arnesen in die Planung eingreifen kann. Im Hintergrund wirkt er schon mit, sein Vertrag beim FC Chelsea läuft allerdings noch bis zum 30. Juni.

Stand jetzt müsste der aktuelle Sportdirektor Bastian Reinhardt in der entscheidenden Transferphase die Verhandlungen führen.

Spätestens Ende Mai in Hamburg?

Um das zu verhindern, soll Arnesen laut "Sport-Bild" schon früher aus London losgeeist werden - spätestens zum Saisonschluss in England am 22. Mai soll er wechseln.

Gedanklich beschäftigt sich der Däne ohnehin schon reichlich mit seinem neuen Arbeitgeber.

Personell wird er umstrukturieren müssen, die Weggänge von Ruud van Nistelrooy und Eric-Maxim Choupo-Moting sind wohl beschlossene Sache.

Neue im Visier

Der in seinen Leistungen unkonstante Piotr Trochowski und "Sorgenkind" Eljero Elia stehen auf dem Prüfstand.

Weitere Verträge laufen aus, Leihspieler kommen zurück. Außerdem soll der Kader verstärkt werden.

Gerüchte ranken sich um Ilkay Gündogan (1. FC Nürnberg), Pirmin Schwegler (Eintracht Frankfurt) und Julian Schieber, der beim VfB Stuttgart unter Vertrag steht.

Auch von Ralf Rangnick als Nachfolger von Veh ist die Rede. Dessen Vertrag kann zum 31. Mai beidseitig gekündigt werden. Er will sich in Kürze zu seiner Zukunft äußern.

Klarheit wäre in der Tat wohl wünschenswert.

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