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Thomas Kraft hat in sieben Bundesligaspielen zehnmal hinter sich greifen müssen © getty

Thomas Kraft lässt sich von Bayerns jüngsten Pleiten nicht unterkriegen. Bei SPORT1 spricht er über Manuel Neuer und Hannover.

Vom FC Bayern berichtet Mathias Frohnapfel

München - Er faustete, er hechtete, er rettete in höchster Not.

Das Pokalaus des FC Bayern gegen Schalke konnte Thomas Kraft dennoch nicht verhindern.

Nun braucht der junge Bayern-Keeper erneut ein gutes Nervenkostüm, in Hannover (Sa., ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) folgt das vierte äußerst wichtige Spiel für den FC Bayern in zehn Tagen.

Es geht für den aktuell Viertplatzierten um eine erste Vorentscheidung in Richtung Champions-League-Platz.

Und bei einer Niederlage gegen den Tabellennachbarn muss sogar Trainer Louis van Gaal um seinen Job fürchten. (DATENCENTER: Bundesliga)

Kraft spricht im SPORT1-Interview über die angespannte Lage beim FCB, Patzer bei Standardsituationen gegen Schalke und die Begegnung mit Nationalkeeper Manuel Neuer.

SPORT1: Herr Kraft, befürchten Sie, dass sich der FC Bayern durch die beiden Pleiten gegen Dortmund und Schalke einen Knacks eingehandelt hat?

Thomas Kraft: Jede Niederlage tut weh. Zu Hause zweimal hintereinander zu verlieren, ist ganz bitter. Es ist zwar nicht einfach für uns, aber das Gute ist, wir spielen am Samstag wieder und dann kannst du das alles ein bisschen korrigieren. Dass uns das jetzt zurückwirft, denke ich nicht. Wir müssen weiter machen.

SPORT1: In Hannover geht es um das Rennen um die Champions-League-Plätze. Wie gehen Sie das wichtige Spiel an?

Kraft: Wir wollen gewinnen und das natürlich mit voller Überzeugung.

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Sport1: Werden andere Teams wie 96 nun das Schalker Defensivkonzept kopieren und sich gegen Bayern hinten einigeln?

Kraft: Viele Mannschaften spielen ja ähnlich wie Schalke, aber ob das Hannover auch so macht, weiß ich nicht.

SPORT1: Bayern hatte sich gegen Schalke sehr viel vorgenommen. Woran lag es, dass es nicht zum Finaleinzug gereicht hat?

Kraft: Das ist schwierig zu sagen. Wir haben uns nicht durchsetzen können. Wir haben ein paar dumme Fehler gemacht. Wir bekommen ein dummes Tor nach einer Standardsituation. Sonst haben wir nicht viel zugelassen. Aber wir haben nach vorne nichts zustande gebracht.

SPORT1: In den Standards der ersten Halbzeit war sehr viel los vor Ihrem Tor. Warum kam da so viel Gefahr auf?

Kraft: Wir haben die Standards teilweise hergeschenkt, haben teilweise Fouls gemacht. Aber wir wussten, dass die Schalker gefährlich sind. Es war ein paar Mal eng.

SPORT1: In der zweiten Halbzeit hat dem FCB vorm gegnerischen Tor das Glück gefehlt. Zudem hätte es nach einem Zweikampf von Mario Gomez Elfmeter für Bayern geben können. Wie bewerten Sie die Szene?

Kraft: Das habe ich von hinten nicht gesehen. Ich habe gesagt, dass wir nicht durchschlagkräftig genug waren. Wir haben uns sicher ein paar Möglichkeiten erarbeitet, aber dann haben wir zu wenig daraus gemacht.

SPORT1: Es war auch das Duell zwischen Ihnen und Manuel Neuer. Wie haben Sie die Neuer-kritischen Plakate und Rufe der Bayern-Fans mitbekommen?

Kraft: Ich habe das nur zwischendurch mitbekommen. Es freut mich natürlich, dass die Fans hinter mir stehen. Aber ich brauche nicht mehr dazu sagen.

SPORT1: Gab es denn auch eine Begegnung mit dem Nationalkeeper?

Kraft: Ja. Wir haben kurz gesprochen. "Hallo" gesagt und uns viel Glück gewünscht.

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