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Borussia Dortmund ist in der Rückrunde weiter ungeschlagen © imago

Nach dem Erfolg gegen Köln fassen die Dortmunder den Titeltraum in Worte . Dem Klopp-Team winkt ein Rekord für die Ewigkeit.

Von Andreas Kloo und Christian Arias Losada

München/Dortmund - Nun ist es endlich raus.

"Wir wollen Meister werden!" verkündete Dortmunds Manager Michael Zorc nach dem 1:0-Erfolg gegen den 1. FC Köln.

"Bei dem Vorsprung wäre es ja albern, wenn wir nicht Erster werden wollen würden", gestand Zorc ein.

15 Punkte liegt der BVB aktuell vor dem Verfolger aus Leverkusen. Die Bayer-Elf kann mit einem Sieg gegen Wolfsburg (ab 18.15 Uhr im LIVE-TICKER) zumindest auf 12 Punkte heranrücken.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Ewiger Rekord möglich

Aber an die Schwarz-Gelben werden die Leverkusener nur noch schwer herankommen. Der Borussia winkt sogar ein neuer Meister-Rekord. Die Bestmarke mit der bislang frühesten Meisterfeier hält der FC Bayern.

Der Rekordmeister hatte sowohl 1973 und 2003 den Titel schon am 30. Spieltag in der Tasche. Bei fünf Siegen aus den nächsten fünf Spielen stellt Dortmund diese Bestmarke ein. (Der SPORT1-Tabellenrechner)

Patzen gleichzeitig die Verfolger aus Leverkusen und Hannover, ist sogar ein Rekord für die Ewigkeit möglich - eine Meisterfeier nach dem 29. Spieltag.

Weidenfeller fasst Traum in Worte

Inzwischen stellen sich neben Zorc auch die Spieler langsam auf den großen Meistertraum ein.

"Wenn man so viele Spieltage an der Spitze steht, will man das später natürlich auch schaffen", gibt Torhüter Roman Weidenfeller zu.360390(DIASHOW: Der 25. Spieltag)

Der Keeper kehrte nach seinem Ausfall wegen einer Bänderdehnung ins Tor zurück, hatte aber im Vergleich zu seinem Gegenüber wenig zu tun.

Lob für Rensing

Kölns Schlussmann Michael Rensing nahmen die Dortmunder unter Dauerbeschuss, scheiterten aber immer wieder an dem früheren Münchner.

"Rensing hat seine Sache sehr gut gemacht, uns das Leben schwer gemacht", lobte Weidenfeller seinen Kollegen. Ähnlich äußerten sich Rensings Mitspieler: "Wir müssen uns bei Micha bedanken, dass wir nicht höher verloren haben."

Chancenverwertung als einziges Manko

Weidenfeller merkte aber auch kritisch an: "Natürlich hätten wir früher das entscheidende Tor erzielen müssen."

Die schwache Chancenverwertung war auch das einzige, was man am Dortmunder Spiel bemängeln konnte.

Trainer Jürgen Klopp zog aber sogar auf SPORT1-Nachfrage etwas Positives aus dieser Schwäche.

Auf SPORT1-Nachfrage stellte er bewusst heraus, "dass wir, im Gegensatz zu anderen Mannschaften die 1:0 führen uns nicht zurückziehen, sondern das wir einfach unser Ding durchziehen, unabhängig von Zwischenständen."

Wadenprellung bei Podolski

Ohnehin musste der BVB nicht ernsthaft um den Sieg zittern. "Man hatte heute nicht das Gefühl, dass von Köln einer reingeht", meinte Nuri Sahin nach dem Spiel zur Kölner Offensivgefahr.

Dass Köln in vorderster Front die Durschlagskraft fehlte, lag auch an der Verletzung Lukas Podolskis. Der Nationalstürmer musste in der 54. Minute vom Feld und berichtete: "Ich habe starke Schmerzen am Fuß."

Nach ersten Diagnosen handelt es sich bei Podolskis Verletzung um eine Wadenprellung. Er sollte also nicht allzu lange ausfallen.

Eine baldige Rückkehr Podolskis wäre wichtig. Den der FC steckt weiter im Abstiegskampf, wie Rensing klarstellt: "Wir müssen nun höllisch aufpassen und Punkte holen, sonst sind die anderen Mannschaften bald wieder auf Augenhöhe."

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