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Thorben Marx (l.) hatte Bayern-Leihgabe David Alaba jederzeit unter Kontrolle © getty

Durch den Sieg gegen Hoffenheim setzt das Favre-Team im Abstiegskampf ein Lebenszeichen. Kapitän Daems und de Camargo treffen.

Mönchengladbach - Mit dem zweiten Heimsieg in Folge hat Schlusslicht Borussia Mönchengladbach ein Lebenszeichen im Kampf um den Klassenerhalt in der Bundesliga gesandt.

Der 2:0 (0:0)-Erfolg gegen 1899 Hoffenheim war für die Borussia der erste Sieg überhaupt gegen ihren Angstgegner im neunten Pflichtspiel und erhält die Hoffnung, den dritten Abstieg aus dem Oberhaus vielleicht doch noch verhindern zu können. 360390(DIASHOW: Der 25. Spieltag)

Die Tore für die Gladbacher, die unter ihrem neuen Trainer Lucien Favre zum zweiten Mal zu Hause gewannen, erzielten Kapitän Filip Daems mit einem verwandelten Foulelfmeter (65.) und Igor de Camargo (70.).

Der Belgier mit brasilianischen Wurzeln war vor dem Strafstoß auch von Hoffenheims starken Torhüter Tom Starke umgerissen worden. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Favre zufrieden

Favre freute sich vor allem über die Art und Weise, in der der Sieg zustande gekommen war: "Die ersten 45 Minuten waren schwer für uns, da haben wir nicht gut gespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir es uns aber verdient zu gewinnen. Wir sind ruhig geblieben und haben abgewartet. Wir wollten unbedingt den Dreier, aber man darf dabei nicht vergessen, intelligent zu spielen."

Hoffenheims Trainer Marco Pezzaiuoli haderte dagegen mit dem Auftritt seiner Mannschaft

"Wir wussten um die Brisanz, die in dieser Partie liegt, aber leider haben wir in allen Bereichen total enttäuscht. Ich denke, dass wir heute keine Punkte verdient gehabt hätten. Gladbach war die klar bessere Mannschaft und ist von Minute zu Minute stärker geworden", sagte der Coach der Gäste.

Starke verhindert Rückstand

De Camargo gegen Starke war vor 35.350 Zuschauern das Duell des Tages.

Nachdem de Camargo in der siebten Minute noch die erste Chance von Juan Arango eingeleitet hatte, prüfte der gemeinsam mit Tony Jantschke, Thorben Marx und Michael Fink in die Startelf gerückte Angreifer selbst erstmals nach einer halben Stunde den Hoffenheimer Torhüter.

Doch mit de Camargos Kopfball nach einem Freistoß von Arango hatte Starke keine Mühe.

Zwei Minuten später musste der Hoffenheimer Schlussmann sich mehr strecken, um einen Schuss von Marco Reus noch mit den Fingerspitzen abzuwehren. In der 34. Minute rettete er dann mit einem Reflex erneut gegen de Camargo.

De Camargo mit Abseitstor

Zwei Minuten nach Wiederbeginn traf der belgische Nationalspieler dann endlich im Nachsetzen gegen den erneut gut reagierenden Starke, doch der Jubel der Fans war vergeblich.

Schiedsrichter Florian Meyer gab das Tor zurecht nicht, da Vorbereiter Reus zuvor knapp im Abseits gestanden hatte.

Compper schießt Starke an

Dennoch war diese Szene ein Weckruf für die Gladbacher.

Angetrieben von ihren Fans versuchte die Borussia, nachzusetzen. In der 55. Minute hatte Starke nach einem Reus-Freistoß in einer kuriosen Situation vor seinem Tor das Glück des Tüchtigen, als ihn sein eigener Teamkollege Marvin Compper aus kurzer Distanz anschoss, der Ball danach aber um Zentimeter am Tor vorbeirollte.

Führung per Elfmeter

Starke leitete dann aber selbst die Niederlage ein, als er den von Reus freigespielten de Camargo elfmeterreif foulte.

Den Schuss von Daems berührte er zwar noch mit den Fingern, schaffte es aber nicht, ihn abzuwehren.

Bei de Camargos Kopfballtor war er dann machtlos, fünf Minuten später parierte er einen weiteren Kopfball des Belgiers spektakulär.

Starke war nicht nur wegen seines leuchtend orangen Trikots der einzige auffällige Hoffenheimer. Bei der Borussia überzeugten de Camargo und Reus.

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