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Zdravko Kuzmanovic (r.) bejubelt sein fünftes Saisontor für die Schwaben © getty

Eine Fehlentscheidung bringt Stuttgart gegen Schalke auf die Siegerstraße, dennoch machen die Schwaben den Sack nicht zu.

Aus Stuttgart berichtet Christian Paschwitz

Stuttgart - Rote Karte für Benedikt Höwedes und 75 Minuten in Unterzahl:

Eine krasse Fehlentscheidung hat den FC Schalke 04 bei der 0:1 (0:1)-Auswärtsniederlage gegen den VfB Stuttgart auf die Verliererstraße gebracht und bei Königsblau wieder leichte Abstiegsängste entfacht 360390(DIASHOW: Der 25. Spieltag).

Die Schwaben dagegen katapultierten sich zumindest bis zum Sonntag vom vorletzten Tabellenrang auf den Relegationsplatz 16. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Zdravko Kuzmanovic, der einen höchst fragwürdigen Handelfmeter verwandelte (16.), führte den VfB dabei auf die Siegerstraße.

Strafstoß und Rote Karte

Vorausgegangen war der Aufreger der Partie in Form des Platzverweises für Höwedes (15.):

Beim einem VfB-Konter wehrte der Innenverteidiger zunächst einen Schuss von Khalid Boulahrouz ab.

Den von Tamas Hajnal gleich wieder aufs Tor gebrachten Abpraller erwischte der inzwischen zu Boden gegangene Höwedes nach Ansicht von Schiedsrichter Felix Brych dann mit der Hand.

Pogrebnyak-Foul statt Höwedes-Handspiel

Tatsächtlich indes lag ein Handspiel nicht vor:

Vielmehr war Höwedes nach einem Ellbogen-Check von Pavel Pogrebnyak auf den Rasen gesackt, hatte den Schuss beim Versuch, wieder aufzustehen, an den Oberkörper bekommen.

Statt Stürmerfoul wurde die Szene mit Rot für den Schalker geahndet. Den Strafstoß setzte Kuzmanovic unhaltbar für Keeper Manuel Neuer in die rechte untere Ecke. Die Anfangsphase der Partie war auf den Kopf gestellt.

Matip setzt erstes Highlight

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In der sahen 39.000 Zuschauer in der Mercedes-Benz-Arena zunächst einen guten Start der Gäste:

Mittelfeldspieler Joel Matip, der später Höwedes' Part in der Defensive übernahm, schob den Ball aus fünf Metern nur Zentimeter am rechten Pfosten vorbei (6.).

Durch den Platzverweis agierten die Knappen dann geschockt, und der VfB übernahm das Kommando.

Nur Raul sorgt für Entlastung

Pogrebnyak setzte einen Gewaltschuss aus spitzem Winkel jedoch ebenso vorbei (19.) wie kurz darauf Shinji Okazaki (35.).

Zudem verfehlte Georg Niedermeier mit einem Kopfball über die Latte sein Ziel (42.).

Für die wenige Schalker Entlastung vor der Pause sorgte allein Stürmer-Star Raul, der per Kopf aus zehn Metern verzog.

Magath mit extravaganten Gläsern

Das Team von Trainer Felix Magath, der wegen einer Bindehaut-Enzündung mit einer auffälligen Sonnenbrille am Spielfeldrand stand, versuchte zwar auch danach, sich nicht ausschließlich auf Abwehrarbeit zu beschränken.

Zu einem Punktgewinn kam der Pokal-Finalist, der ab der 46. Minute mit Edu für Mario Gavranovic, Kyriakos Papadopoulos für Uchida sowie Junmin Hao für Jose Jurado einen Dreifach-Wechsel vollzog, jedoch nicht mehr.

Neuer mit Glanztat...

Stuttgart wiederum drängte auf den zweiten Treffer, wurde aber nicht mehr belohnt.

Pogrebnyak scheiterte frei vor Neuer im Eins-gegen-eins (57.).

Schon kurz zuvor hatte Schalke Glück, als Brych bei Papadopoulos? Foul an Okazaki im Strafraum einen Strafstoß verweigerte (47.).

Im Blickpunkt stand der Unparteiische zum Unmut des VfB auch noch einmal, als Neuer einen 20-Meter-Schuss von Christian Gentner durch die Hände rutschen ließ und sich ins Tor senkenden Ball erst im Nachfassen auf der Linie unter Kontrolle bekam ( 70.).

...und als Flutschfinger

Für Brych war es ebenso wenig ein Treffer wie ihn die Schalker auch nochmals nach einem Tohuwabohu im Strafraum verhinderten, als gleich mehrere Schüsse aus nächster Distanz aufs Tor kamen und dann mit vereinten Kräften geklärt wurde (78.).

Bemerkenswert: In der hitzigen Schlussphase musste der VfB dann sogar noch einmal um den Dreier zittern.

Unter anderem Peer Kluge brachte das Stuttgarter Tor in Gefahr (78.). Raul wiederum fand in Sven Ulreich bei einem Kopfball seinen Meister (85.).

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