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Am Ende die Matchwinner: Werders Claudio Pizarro (l.) und Marko Marin © getty

Nach sechs Spielen ohne Sieg stoppt Bremen in Freiburg die Talfahrt. Pizarro und Marin machen kurz vor Schluss alles klar.

Freiburg - Werder Bremen hat seine Talfahrt in Richtung Zweite Liga vorerst gestoppt.

Nach zuvor sechs Spielen in Folge ohne Sieg setzten sich die Hanseaten 3:1 (1:0) beim SC Freiburg durch und kletterten durch den Erfolg gegen ihren Lieblingsgegner vom vorletzten auf den 14. Tabellenplatz. 360390(DIASHOW: Der 25. Spieltag)

Sandro Wagner (12.), Claudio Pizarro (76.) und Marko Marin (90. +2) trafen für die Bremer, die unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw den ersten Auswärtssieg nach zuletzt sieben Gastspielen ohne Erfolg feierten.

Die Europapokal-Ambitionen der Breisgauer, die zum letzten Mal vor knapp zehn Jahren gegen Bremen gewinnen konnten, erhielten durch die Pleite in ihrem 200. Erstliga-Heimspiel einen Dämpfer. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Daran änderte auch der Treffer von Top-Torjäger Papiss Cisse nichts, der per Foulelfmeter (49.) seinen 17. Saisontreffer erzielte.

Frings stärkt Schaaf den Rücken

"Nach dem wichtigen Punktgewinn gegen Leverkusen sind wir noch enger zusammengerückt. Wir hatten eine sehr gute Stimmung auf den Platz und haben verdient gewonnen", meinte Torsten Frings und brach auch für Trainer Thomas Schaaf eine Lanze.

"Wir Spieler haben keinen Zweifel, dass das mit dem Trainer passt. Wir stehen zu 100 Prozent zu ihm, das hat man auch gesehen", sagte der Werder-Kapitän.

Wagner mit der Führung

Vor 24.000 Zuschauern im ausverkauften Freiburger Stadion erwischten die Gäste einen guten Start und erspielten sich bereits in der siebten Minute die große Chance zur Führung.

Nach guter Vorarbeit von Torjäger Pizarro vergab der erst 18 Jahre alte Spielmacher Florian Trinks freistehend die Möglichkeit.

Die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf, der vor der Partie erklärt hatte, dass er seinen bis 2012 laufenden Vertrag erfüllen möchte, dominierte auch im Anschluss das Spiel und ging verdient in Führung.

Wagner nutzte nach einer Ecke das Chaos in der Freiburger Defensive und staubte aus kurzer Distanz ab.

Freiburg ohne Fünf

Die Gastgeber, bei denen Torwart Simon Pouplin, Julian Schuster, Tommy Bechmann, Daniel Williams und der gesperrte Mensur Mujdza fehlten, hatten in dieser Phase große Probleme in allen Mannschaftsteilen.

In der Abwehr leisteten sich die Freiburger zahlreiche Fehler, in der Offensive brachten das Team von Trainer Robin Dutt nichts zustande.

Werder beginnt stark

Die Bremer, die ohne Aaron Hunt, Naldo, Daniel Jensen, Sebastian Boenisch, Wesley, Dominik Schmidt und den gesperrten Clemens Fritz auskommen mussten, kontrollierten ohne große Mühe das Geschehen.

Erst in der 20. Minute sorgte ein Kopfball von SC-Innenverteidiger Ömer Toprak für ein wenig Gefahr vor dem Bremer Tor.

Sechs Minuten später verfehlte ein Weitschuss des Freiburgers Anton Putsila nur knapp sein Ziel.

Immer wieder Cisse

Nach einer knappen halben Stunde gaben die Bremer das Heft des Handelns immer mehr aus der Hand. Die Freiburger konnten aber vor der Pause kein Kapital daraus schlagen. Vor allem im Abschluss agierten die Gastgeber meist überhastet.

Nur wenige Minuten nach dem Seitenwechsel wurden die Bremer dann aber doch für ihre Nachlässigkeiten bestraft. Nach einem Foul von Ex-Nationalspieler Tim Borowski an Erik Jendrisek zeigte Schiedsrichter Knut Kircher (Rottenburg) auf den Elfmeterpunkt.

Cisse ließ sich die Chance zu seinem 17. Saisontor nicht entgehen.

Marin mit der Entscheidung

Im Anschluss entwickelte sich ein offenes Spiel. Dabei vergab zunächst der eingewechselte Bremer Marko Marin die Chance zur Führung (62.), auf der Gegenseite ließen Cedrick Makiadi (64.) und Anton Putsila (73.) Gelegenheiten ungenutzt.

Einen krassen Fehler von Maximilian Nicu bestrafte dann Pizarro, bevor Marin nach einem Konter alles klar machte.

Beste Spieler auf Seiten der Bremer waren der agile Pizarro, der eingewechselte Marin und Abwehrchef Per Mertesacker. Bei den Freiburgern konnten vor allem Toprak und der spielstarke Mittelfeldspieler Putsila überzeugen.

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