vergrößernverkleinern
Jürgen Klopp umarmt seinen Abwehr-Überflieger Neven Subotic © getty

Im zweiten Teil des Interviews spricht Jürgen Klopp über Subotics verhinderte DFB-Karriere, Lukas Podolski und die Schiedsrichter-Debatte.

Sport1.de: Nun kann Subotic aber aufgrund von FIFA-Regularien wohl nicht für Deutschland spielen. Bedauern Sie das?

Klopp: Ja, Deutschland entgeht damit ein talentierter Innenverteidiger. Nicht dass es hier nicht genug geben würde - Mats Hummels ist auch einer -, aber es hätte mich gefreut, wenn auch Neven sein Talent für Deutschland hätte nutzen können.

Sport1.de: Gegen Frankfurt hat Ihr Team drei Tore aus Standardsituationen geschossen. Eine zufällige Häufung, oder haben Sie darauf gezielt hingearbeitet?

Klopp: Wir haben natürlich gewusst, dass wir in dem Spiel die Lufthoheit hatten, weil Frankfurt ohne mehrere kopfballstarke Spieler angetreten ist. Wir haben das an dem Tag auch besonders gut nutzen können, weil die Bälle von Tamas Hajnal einfach sensationell gekommen sind. Aber es ist leider nicht planbar, dass das jetzt immer so gut klappt.

Sport1.de: Gegen Frankfurt waren nach Ihren Verbalattacken gegen den Schiedsrichter im HSV-Spiel viele Kameras auf Sie gerichtet. Welche Lehren haben Sie aus dem Wirbel gezogen, der da um Sie entstanden ist? (Hohe Geldstrafe für Klopp)

Klopp: Ich habe im Nachhinein gemerkt, dass das, was da passiert, sicher nicht nötig war. Und ich versuche da nun, mich im Griff zu haben - ohne dabei meine Emotionalität aufzugeben, die ja oft auch positiv ist. Gegen Frankfurt ist das gelungen, aber an dem Tag hätte mich auch nichts auf die Palme bringen können.

Sport1.de: Trotzdem stehen Sie als Folge der Vorfälle beim HSV nun im Zentrum der Debatte, ob die Sitten in der Bundesliga verroht sind - worauf nun Uli Hoeneß gemeint hat, dass diese Diskussion hochgeschaukelt wurde und die Sitten früher um einiges rauer waren. Hat er Recht?

Klopp: Klar sind auch früher solche Sachen passiert - aber genauso wenig wie heute in großer Regelmäßigkeit: Heute ist es nur so, dass die Berichterstattung solche Vorfälle tage- teils wochenlang am Köcheln hält. Ein grundlegendes Problem zwischen Trainern und Schiedsrichtern gibt es nicht: Im Gegenteil: Der Respekt voreinander ist riesengroß - auch wenn man im Stadion mal aneinander gerät, wenn man adrenalindurchflutet und emotionsgeladen ist.

Sport1.de: Anfang der Woche kam das Gerücht auf, Sie wollten Lukas Podolski nach Dortmund lotsen. Was ist da dran?

Klopp: Wir haben entschieden, uns dazu nicht zu äußern. Das ist ein Thema, mit dem wir nichts zu tun haben und dazu muss man nichts sagen. Keine Ahnung wie diese Spekulation entstanden ist. Das ist mir auch wurscht.

Zurück zum ersten Teil des Interviews

Diskutieren Sie im Forum!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel