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Felix Magath kam 2009 vom VfL Wolfsburg als Trainer zu Schalke 04 © getty

Nach der Stuttgart-Pleite gibt es Spekulationen über ein vorzeitiges Aus der Trainers. Der Mannschaft droht der Abstiegskampf.

Von Jakob Gajdzik

München - Endlich wieder Champions League.

So mögen fast alle im Lager von Schalke 04 vor dem Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Valencia (Mi., ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER) denken.

In der Königsklasse lieferte Schalke größtenteils starke Leistungen ab, feierte Siege gegen international renommierte Gegner wie Olympique Lyon oder Benfica Lissabon.

Und auch gegen den Tabellendritten der Primera Division ist nach dem 1:1 in Spanien die Ausgangslage durchaus günstig.

Solange die Null bei den Königsblauen steht, ist der Einzug in die nächste Runde garantiert. Rosige Aussichten also auf internationaler Bühne.

Nur fünf Zähler zu Platz 17

In der Bundesliga brauen sich dagegen zunehmend dunkle Wolken über der Veltins-Arena zusammen.

Nach der 0:1-Niederlage beim VfB Stuttgart weist die Tabelle den FC Schalke als Zehnten aus, was alleine schon Grund genug für Frust in der königsblauen Seele ist.

Doch die Situation ist sogar noch gefährlicher, der Abstand zum Tabellen-17. beträgt nach vier Niederlagen in acht Rückrundenpartien (bei zwei Siegen) nur überschaubare fünf Punkte. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Und die blutleeren Leistungen der Königsblauen in der Bundesliga lassen nicht auf eine Kehrtwende schließen.

Die Alarmglocken schrillen in Gelsenkirchen.

Magaths Zukunft unklar

Der Sündenbock beim DFB-Pokal-Finalisten ist schnell ausgemacht. Trainer Felix Magath, gerät bei Teilen der Fans ob seiner Transferpolitik und des bescheidenen sportlichen Abschneidens in der Liga in die Schusslinie.

In Stuttgart entrollten sie sie ein "Magath raus"-Plakat. Rufe gleicher Art waren zuletzt immer wieder zu hören. 360390(DIASHOW: Der 25. Spieltag)

Magath selbst erkennt den Trend, hält aber dagegen: "Wenn man Verantwortung trägt, hat man Befürworter und Leute, die das anders sehen. Damit muss ich leben, und ich kann damit leben."

Aus schon am Wochenende?

Doch der wachsende Unmut der Anhänger ist auch den Klubbossen nicht entgangen.

Wie die "Bild" spekuliert, könnte das Aus des einstigen "Felix Allmächtig" zum Saisonende deshalb bereits beschlossen sein. Die Vereinsspitze ist demnach alles andere als zufrieden, der Erfolg in den Pokal-Wettbewerben hilft nicht.

Selbst ein vorzeitiger Abschied nach dem nächsten Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt wird nicht ausgeschlossen. In diesem Fall würde ein Interimstrainer auf die königsblaue Bank einspringen.

Gegen Frankfurt unter Druck

Denn gegen die Hessen steht Schalke arg unter Druck. Sollte gegen die seit acht Spielen torlose Eintracht zu Hause wieder nicht gewonnen, oder gar verloren werden, ist Schalke mittendrin im Abstiegsstrudel.

Dort wähnte man sich nach der miserablen Hinrunde, als man erst nach dem 13. Spieltag die letzten drei Plätze verließ, eigentlich raus.

Jedoch punkteten andere Krisen-Klubs wie Stuttgart, Mönchengladbach und Bremen und stehen in der Rückrunden-Tabelle allesamt vor dem S04. Somit könnte der Abstiegskampf die Gelsenkirchener schneller einholen, als man glaubt.

"Ich glaube nicht, dass es Abstiegskampft ist"

Ob zumindest die Spieler den Ernst der Lage erkannt haben?

Christoph Metzelder warnt zumindest, dass "wir uns jetzt mal nach unten absichern müssen", doch klingt das eher wie eine selbstverständliche und lästige Pflichtaufgabe.

Und auch Kapitän Manuel Neuer erkannte nach der Niederlage in Stuttgart "eine gefährliche Situation", legte aber in trügerischer Sicherheit nach: "Ich glaube nicht, dass es Abstiegskampf ist."

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