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Aus Rücksicht auf die Arbeitsbelastung der Polizei bleibt der 1. Mai spielfrei © getty

Aus Rücksicht auf die Polizei verzichtet die DFL auf Partien am Maifeiertag. Der 32. Spieltag steigt somit ohne Sonntagsspiele.

Frankfurt - Spielfrei am 1. Mai: Die DFL wird im Zuge ihres Zehn-Punkte-Plans am Maifeiertag keine Spiele der Bundesliga und Zweiten Liga ansetzen.

Somit finden am 32. Spieltag keine Sonntagsbegegnungen statt.

"Der Arbeitsbelastung der Polizei ist am 1. Mai aus Gründen, die nichts mit Fußball zu tun haben, überdurchschnittlich hoch. Der Profifußball erkennt diese Arbeit an und verzichtet daher freiwillig auf Liga-Spiele am 1. Mai", erklärte der Präsident des Ligaverbandes, Dr. Reinhard Rauball.

"Der Profifußball steht zu seinem Wort und übernimmt Verantwortung für seine Fans, aber auch für die Polizei", so der 64-Jährige weiter.

Keine Sonntagsspiele

In der Bundesliga werden deshalb am 32. Spieltag abweichend vom Rahmenspielplan zwei Partien am Freitag (20.30 Uhr) und sieben am Samstag (sechs 15.30 Uhr, eine 18.30 Uhr) angepfiffen.

Die Zweite Liga trägt fünf Spiele am Freitag (18 Uhr), drei am Samstag (13 Uhr) sowie eines am Montag (20.15 Uhr) aus.

Dialog zwischen Fußball und Politik

Die genauen Ansetzungen der Spielpaarungen wird die DFL gegen Ende der Woche bekannt geben.

Am 23. April 2010 hatte die Liga gemeinsam mit dem DFB bei einem Runden Tisch mit dem damaligen Bundesinnenminister Thomas de Maiziere und zahlreichen Länderministern sowie Polizei-Vertretern einen Zehn-Punkte-Plan mit konkreten Vorschlägen für mehr Sicherheit im Fußball vorgestellt.

Dieser sieht neben einem spielfreien 1. Mai unter anderem auch regionale Konferenzen zur Verbesserung der Kommunikation zwischen Polizei und den Vertretern der Klubs vor.

Spieltagsabsage keine Option

Zuvor hatten die Innenminister der Länder jedoch wegen der schwierigen und personalintensiven Einsätze der Polizei am Vorabend des 1. Mai eine komplette Absage des betreffenden Spieltags gefordert.

Sollte dieser Forderung nicht nachgekommen werden, müsse man laut Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Schäfer darüber nachdenken, "künftig für Polizeieinsätze bei Fußballspielen Geld vom Veranstalter zu verlangen".

Eine komplette Absage des Spieltags kam für die DFL aber nicht infrage.

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