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Wolfgang Holzhäuser ist seit 2004 alleiniger Geschäftsführer bei Bayer Leverkusen © getty

Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser äußert sich zu den Spekulationen, dass Heynckes van Gaals Nachfolger werden könnte.

Von Marco Wiefel

Leverkusen - Der bereits feststehende Abgang von Bayern Münchens Trainer Louis van Gaal beschäftigt nicht nur den Rekordmeister.

Denn Leverkusens Coach Jupp Heynckes wird als möglicher Nachfolger des Niederländers gehandelt. (ZUR MELDUNG: Heynckes: "Gibt nichts zu dementieren)

Der 65-Jährige half den Bayern schon nach der Entlassung Jürgen Klinsmanns aus der Patsche und gilt als enger Vertrauter des FCB-Präsidenten Uli Hoeneß. (361478DIASHOW: Bayerns Trainer-Kandidaten)

Zudem läuft Heynckes Vertrag bei der Werkself zum Saisonende aus, der Coach ließ die Verantwortlichen mit seiner Verlängerung bisher zappeln.

Das ruft auch Bayers Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser auf den Plan.

"Falls Heynckes geht, haben wir einen Plan B", sagt der 61-Jährige bei SPORT1 in der Sendung "Bundesliga Aktuell".

Allerdings zeigt sich Holzhäuser grundsätzlich optimistisch, den Trainer halten zu können. Er äußert sich auch zur Situation Michael Ballacks und spricht über das Verhältnis zwischem dem Mittelfeldspieler und Heynckes.

[kaltura id="0_jo5l5gba" class="full_size" title="Trainerfrage Bayer ist ger stet"]

Wolfgang Holzhäuser in "Bundesliga Aktuell" über...

die Spekulationen um einen Wechsel von Heynckes:

"Wir hätten Jupp Heynckes auch gerne für die kommende Spielzeit. Er hat sich aus nachvollziehbaren Gründen dafür entschieden, noch etwas abzuwarten. Die Gründe selbst tun in der Öffentlichkeit nichts zur Sache. Wir respektieren das auch."

"Andererseits weiß der Trainer auch, dass wir nun etwas Futter brauchen und er etwas konkreter mit seinen Vorstellungen werden muss. Wir können sicherlich nicht warten bis zum St. Nimmerleinstag. Irgendwann wird eine Entscheidung getroffen werden müssen. Deswegen haben wir auch in Absprache mit Jupp Heynckes einen Plan B entwickelt, der dann greifen wird, würde Jupp Heynckes nicht verlängern."

die Gerüchte, Heynckes werde zurück zu Bayern gehen:

"Ich halte das für Spekulation. Es liegt nahe, da die persönliche Verbindung zwischen Uli Hoeneß und Jupp Heynckes bekannt ist. Ich glaube aber nicht, dass das das Bestreben von Jupp Heynckes ist. Ich glaube, dass er letztlich dazu tendiert, bei uns zu bleiben."

eine mögliche kurzfristige Übergangslösung im Falle eines Heynckes-Wechsels:

"Wir sind es gewohnt, langfristig zu planen. Wenn wir gezwungen wären, weil Jupp uns die Zusage nicht gibt, dann suchen wir sicherlich keine kurzfristige Lösung. Priorität hat die Verlängerung mit Jupp Heynckes."

über die öffentliche Diskussion um Ballack:

"Man hat den Eindruck, dass Michael Ballack wichtiger ist, als unser sportliches Abschneiden. Das bedauere ich etwas und das nervt auch. Manchmal nervt es einfach, dass der Platz Zwei, den wir derzeit inne haben, da offenbar keine Rolle mehr spielt."

über das Verhältnis zwischen Ballack und Heynckes:

"Das ist erheblich besser, als das teilweise draußen kolportiert wird. Das liegt daran, dass zwei so starke Persönlichkeiten wie Jupp Heynckes und Michael Ballack grundsätzlich unterschiedliche Auffassungen haben und da prallen eben zwei Meinungen aufeinander, die man ausdiskutieren muss. Manchmal muss man sich auch reiben, um zu guten Ergebnissen zu gelangen. Dieser Vorgang wird etwas überpointiert draußen dargestellt."

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