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Borussia Dortmund hatte in dieser Saison bereits 53 Tore zu bejubeln © getty

Dortmund strebt unaufhaltsam dem Titel entgegen. Dank des Vorsprungs kann der BVB schon die Spielzeit 2011/2012 planen.

Von Tobias Hlusiak

München - Zwölf Punkte vor Leverkusen, 14 vor Hannover. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Unaufhaltsam steuert Borussia Dortmund der siebten deutschen Meisterschaft der Vereinsgeschichte entgegen. (Der SPORT1-Tabellenrechner)

Das Spiel in Hoffenheim (Sa., ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) ist eine von neun Zwischenstationen auf dem Weg zum Titel.

Inzwischen hat man sich beim BVB immerhin dazu durchgerungen, offen davon zu reden.

"Wir wollen die Tabellenführung mit in die Sommerpause nehmen", ließ Borussias Stadionsprecher Norbert Dickel nach demSieg gegen Köln wissen.

Bei allem Understatement ist klar: In Dortmund wird mit dem Titelgewinn gerechnet - und geplant.

"Werden große Früchte ernten"

Auf der Meisterschale wird dem gebeutelten Champions-League-Sieger von 1997 auch jede Menge Geld serviert. Finanzieller Spielraum, den der Klub seit gut einer Dekade nicht vorweisen konnte.

"Sollten wir Meister werden und uns direkt für die Königsklasse qualifizieren, werden wir die großen Früchte nächste Saison ernten", blickt Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke voraus.

Er rechne mit "Mehreinnahmen von 25 Millionen Euro", allein durch das Erreichen der Champions-League-Gruppenphase.

Ein Plus von 30 Prozent

Mit dem Klingelbeutel muss der einst so klamme Verein ohnehin nicht mehr durchs Land ziehen.

"In der laufenden Saison werden unsere Sponsoring-Einnahmen auf bis zu 50 Millionen Euro steigen", ist Watzke stolz.

Im Vergleich zum vergangenen Geschäftsjahr bedeutet dies - angeschoben durch neue Werbepartner und die volle Auslastung der VIP-Logen - einen Zuwachs von 30 Prozent.

Auf dem Weg in die Elite

Insgesamt geht man von einem Umsatzplus von 34 Prozent (135 Millionen Euro) aus. In der kommenden Saison lassen die Einnahmen aus der Champions League den Umsatz auf 160 Millionen Euro anwachsen.

Damit gehört Dortmund dann zu den 15 umsatzstärksten Klubs in Europa.

Zorc plant die Zukunft

Mit dieser finanziellen Sicherheit kann Michael Zorc die Kaderplanung für die kommende Saison gemütlich vorantreiben. Der BVB steht in Sachen Transfers dabei nicht unter Zugzwang.

Die Leistungsträger des Tabellenführers sind langfristig gebunden.

Marcel Schmelzer, Mario Götze und Kevin Großkreutz sowie Neven Subotic, Roman Weidenfeller und Lucas Barrios bleiben bis 2014. Sven Bender hat sogar bis 2016 unterschrieben.

Sahin und Hummels sollen lange bleiben

Die Arbeitspapiere von Nuri Sahin und Mats Hummels gelten noch zwei Jahre, sollen aber in naher Zukunft ausgedehnt werden - Interessenten stehen Schlange.

"Mir ist klar", weiß Zorc, "dass bei der Qualität unserer Spieler Begehrlichkeiten geweckt werden."

Deshalb wird der BVB-Etat steigen, aber nur "moderat", wie der Sportdirektor verrät, konkret beziffern will er das Budget für 2011/12 noch nicht.

Gerüchte über Neuzugänge

Die Doppelbelastung aus Champions League und Bundesliga setzt eine Verbreiterung des Kaders voraus.

Dazu geistern jede Menge Namen von möglichen Neuen für Klopps Truppe durch die Gazetten der Republik.

Miroslav Kloses möglichen Wechsel in den Ruhrgebiet wollte bislang jedenfalls noch niemand endgültig dementieren.

Petersen und Ochs auf der Liste?

Dazu könnten Christian Träsch vom VfB Stuttgart und Marco Reus, der sich mit Mönchengladbach im Abstiegskampf befindet, im nächsten Jahr in Schwarz-Gelb auflaufen.

Das will die "Sport Bild" erfahren haben.

Angeblich stehen auch Nils Petersen (Cottbus) und Patrick Ochs (Frankfurt) auf Borussias Einkaufsliste.

Koch und Leitner verletzt

Mit Julian Koch und Moritz Leitner (beide ausgeliehen) kehren zudem zwei hoffnungsvolle Talente zurück nach Dortmund, auch wenn beide derzeit verletzt sind.

Insgesamt rosige Aussichten für den BVB, der die kommenden Wochen wohl ziemlich unbeschwert genießen kann.

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