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Zwei Tore und vier Vorlagen stehen für Marko Marin in dieser Saison zu Buche © getty

Etliche Klubs buhlen um die Dienste des Youngsters, Ivan Klasnic steht vor einer Rückkehr nach Deutschland. Bundesliga-Splitter.

Mönchengladbach - Marko Marin gilt als einer der größten Rohdiamanten im deutschen Fußball.

Der nur 1,69 Meter große Dribbel-Zwerg macht durch konstant gute Leistungen in Gladbach auf sich aufmerksam.

Etliche Top-Klubs haben daher ein Auge auf den 19-Jährigen geworfen, dessen Vertrag bei den "Fohlen" 2010 endet.

Marins Berater Miroslav Stevic heizt via "Bild" die Spekulationen um einen vorzeitigen Wechsel des Jungnationalspielers an.

"Die Anfragen häufen sich, fast alle Top-Klubs sind dabei."

Marin schiebt Verlängerung hinaus

In Gladbach hört man dies naturgemäß ungern.

Borussia-Manager Max Eberl: "Ein offizielles Angebot hat noch keiner abgegeben. Wir wollem am liebsten in der Winterpause verlängern."

Ein Bekenntnis pro Gladbach will der Shootingstar aber nicht abgeben: "Eine Verlängerung ist im Moment kein Thema. Ich will mich erstmal darauf konzentrieren, mit Gladbach die Kurve zu kriegen."

Sprich: Solange die "Fohlen" in akuter Abstiegsgefahr stecken, steht eine Vertragsverlängerung nicht zur Debatte.

Eine erzwungene Rückkehr ins Unterhaus ist in den Karriereplanungen von Marin nicht vorgesehen.

Sport1.de hat weitere Splitter aus der Bundesliga zusammengefasst:

VfB-Coach Veh gesteht Fehler ein

Trainer Armin Veh hat in der sportlichen Krise beim VfB Stuttgart erstmals Fehler in der Transferpolitik eingeräumt. "Der entscheidende Fehler waren die Verpflichtungen nach der Meisterschaft 2007. Horst Heldt, Jochen Schneider und ich haben nicht die richtigen Leute geholt. Dafür bluten wir jetzt alle zusammen", sagte der Coach.

Der VfB hatte vor eineinhalb Jahren Gledson, Yildiray Bastürk, Ciprian Marica, Raphael Schäfer, Sergiu Radu und Ewerthon an den Neckar geholt - einzig Bastürk und Marica spielen noch immer für die Schwaben.

"Diesen Fehler haben wir gemacht. Und ich habe auch genug Selbstkritik, das zuzugeben", sagte Veh.

Während Marica sein Potenzial nach wie vor zu selten abruft, ist Bastürk zu oft verletzt. Auch am Samstag beim VfL Wolfsburg kann der Türke nicht auflaufen. Nach einem Muskelbündelriss im Oberschenkel befindet er sich noch im Rehatraining, "und ich glaube kaum, dass das vor der Winterpause noch mal was wird", bekannte Veh zerknirscht.

Die Kritik auch an seiner Person findet Veh indes "nicht mehr sachlich".

Doch auch der Coach weiß um die angespannte Lage. "Wir sind gefühlter 19.", sagte er.

Die Spieler, die für die missliche Situation mit Platz elf verantwortlich zeichnen, seien gefordert. "Die, die uns das eingebrockt haben, müssen es auch auslöffeln."

Vertragsverlängerung in der Winterpause?

Eine Entscheidung über eine mögliche Verlängerung des Vertrages von Veh wird indes im Winter fallen. "Wir werden uns in der Winterpause in aller Ruhe zusammensetzen und die Situation analysieren. Dann werden wir gemeinsam eine Entscheidung treffen", sagte VfB-Präsident Erwin Staudt in einem Interview mit den "Stuttgarter Nachrichten.

Staudt räumte ein, dass die frühere Meistermannschaft in dieser Saison bisher hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei. "Wir sind alles andere als zufrieden mit der Entwicklung", meinte der VfB-Boss.

Dem Team, das an diesem Samstag beim VfL Wolfsburg antreten muss, fehle derzeit "das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten".

Staudt gibt die Hoffnung auf eine Wende aber noch nicht auf: "Es ist doch eine Binsenweisheit: Ohne Siege kein Selbstvertrauen, ohne Selbstvertrauen kein attraktiver Fußball. Diesen Kreislauf muss die Mannschaft endlich wieder durchbrechen." Der Anspruch des VfB Stuttgart bleibe weiterhin, "im oberen Drittel der Liga zu stehen".

Klasnic vor Rückkehr nach Deutschland?

Nach nur einem halben Jahr stehen die Zeichen bei Ivan Klasnic (Spielerporträt) in Nantes auf Abschied.

Der Kroate, nach Querelen bei Werder Bremen vor dieser Saison ablösefrei zu den "Kanarienvögeln" gewechselt, wartet in der Ligue 1 immer noch auf sein erstes Saisontor. Nur eine mikrige Torvorlage steht nach zehn Spielen für Klasnic zu Buche.

Nach Informationen der französischen Tageszeitung "L'Equipe" buhlen der VfL Wolfsburg und der 1. FC Kaiserslautern um die Dienste des 28-Jährigen.

"Es stellt sich die Frage, ob Klasnic ein Fußballer ist, der zu Nantes passt", sagte der nicht gerade für seinen langen Atmen bekannte Präsident des FC Nantes, Waldemar Kita.

Mijatovic wieder im Kader

Andre Mijatovic steht nach einer sechsmonatigen Verletzungspause bei Arminia Bielefeld vor dem Comeback.

Der Innenverteidiger wird im Heimspiel am Samstag (ab 15 Uhr LIVE) gegen Bayer Leverkusen erstmals wieder zum Kader der Ostwestfalen gehören.

Mijatovic hatte sich zwei Meniskus-Operationen unterziehen müssen.

Trainer Michael Frontzeck hält es jedoch noch für zu früh, den 28-Jährigen gleich von Beginn an spielen zu lassen.

Neururer: Breitseite gegen Klinsmann

Trainer Peter Neururer (Porträt) hat sich vor seinem Debüt im Zweitliga-Mittelmaß beim MSV Duisburg (Teamseite) gleich wieder mit Spitzenkräften der Bundesliga angelegt.

"Jürgen Klinsmann ist für mich der bestbezahlte Lehrling im Weltfußball", lederte Neururer im Interview mit einem Internetanbieter los.

"Klinsmann hat doch riesiges Glück gehabt. Ich hätte das Angebot beim FC Bayern an seiner Stelle auch angenommen. Wenn ich morgen gefragt werde, ob ich Tiger Woods trainieren möchte, für wieviele Millionen auch immer, sage ich auch ja. Dann bin doch nicht ich der Dumme, sondern diejenigen, die mir diese Aufgabe zuteilen", sagte der 53-Jährige.

Neururer wiederholte damit seine Kritik von 2004, als der damalige Bundestrainer Klinsmann mit Joachim Löw als Co-Trainer und Oliver Bierhoff als Teammanager die Verantwortung für die Nationalmannschaft übernommen hatte.

Von seinen Angriffen nimmt Neururer allerdings den heutigen Bundestrainer Löw, der nach Platz drei der Gastgeber bei WM 2006 in Deutschland zu Klinsmanns Nachfolger aufgestiegen war, ausdrücklich aus:

"Jogi Löw hat sich super weiter entwickelt."

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