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Mario Gavranovic erzielte gegen Valencia seinen ersten Champions-League-Treffer © getty

Mario Gavranovic spricht bei SPORT1 über Schalkes spanischen Superstar, die Partie gegen Frankfurt und sein Tor gegen Valencia.

Gelsenkirchen - Beim 3:1-Triumph über den FC Valencia war Mario Gavranovic neben Jefferson Farfan und Manuel Neuer einer der Matchwinner für den FC Schalke 04.

Gleich in seinem ersten Champions-League-Spiel erzielte der 21-Jährige seinen ersten Treffer in der europäischen Königsklasse.

"Das Tor war wichtig für die Mannschaft und auch für mich natürlich sehr schön", meinte der Schweizer mit kroatischen Wurzeln, der bisher elf Spiele für die Schweizer U-21-Auswahl absolviert hat.

Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld gratulierte nach dem Sieg über Valencia per SMS. "Er sagte mir, dass ich mich für das A-Team mit konstanten Leistungen im Klub empfehlen könne."

"Es war sehr positiv für mich. Hitzfeld ist ein guter Trainer und ein super Mensch", erklärte Gavranovic bei den Schweizer Kollegen von "20 Minuten".

Doch neben den Eidgenossen buhlen auch Kroatien und auch wohl Bosnien-Herzegowina um den quirligen Angreifer, der vor etwas mehr als einem Jahr zu Schalke kam und im April 2010 sein erstes Spiel für die Königsblauen machte.

Der nur 1,75 Meter große Stürmer, der den verletzten Starstürmer Klaas-Jan Huntelaar mehr als gleichwertig ersetzte, freute sich nach dem Sieg gegen Valencia besonders darüber, dass er in Europas Königsklasse zusammen mit "Don Champions" Raul im Angriff spielen durfte.

Im SPORT1-Interview spricht Mario Gavranovic über den Einzug ins Viertelfinale, den Umgang der Spieler mit dem Wirbel um Felix Magath, Raul als Vorbild, die Konkurrenz im Sturm und das brisante Bundesligaspiel gegen Eintracht Frankfurt (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER).

SPORT1: Herr Gavranovic, Felix Magath hatte vor dem Spiel gegen Valencia gesagt, er würde sich freuen, wenn auch mal andere Spieler als Raul die Tore machen würden. Gegen Valencia hat das ja gut funktioniert. Wie war das Gefühl bei Ihrem Tor und dem unglaublichen Jubel im Stadion, der ja fast wie eine Explosion klang?

Mario Gavranovic: Das war ein ganz besonders Gefühl. Das Tor war ja sehr wichtig, nicht ein 3:0 oder 4:0. Ich habe gezeigt, dass ich der Mannschaft helfen kann. Alle erwarten so etwas von Raul, aber ich kann auch helfen und ich bin bereit zu spielen, wenn der Trainer mich lässt.

[kaltura id="0_01it2q6p" class="full_size" title="Magath bleibt unbeeindruckt"]

SPORT1: Inwieweit können Sie als junger Stürmer von Spielern wie Raul oder Farfan profitieren?

Gavranovic: Es ist super für mich, als junger Spieler mit solchen Profis in einer Mannschaft zu stehen. Raul spielt ja die gleiche Position wie ich. Ich kann viel von ihm lernen. Im Training versuche ich immer zu gucken, wie er sich bewegt und was er macht. Ich will einmal so spielen wie er. Aber das wird schwer.

SPORT1: Gibt er Ihnen im Training auch Tipps, was Sie verbessern können? Oder ist die Kommunikation zu schwierig?

Gavranovic: Nein, das ist nicht nötig. Für mich ist es kein Problem, mit wem ich spiele. Ob mit Raul oder einem anderen. Ich will spielen.

SPORT1: Mit Raul zu spielen muss ja wie ein Traum sein. Wäre es auch ein Traum, gegen Messi oder Cristiano Ronaldo zu spielen?

Gavranovic: Natürlich wäre es ein Traum, gegen Barcelona, Madrid oder Manchester zu spielen. Aber ich hoffe, dass wir nicht so eine starke Mannschaft zugelost bekommen. Es ist aber egal, gegen wen wir spielen, denn jetzt sind nur noch sehr gute Mannschaften dabei.

SPORT1: Wie könnte Schalke im Viertelfinale bestehen?

Gavranovic: Wir müssen hinten kompakt stehen und versuchen, schnell nach vorne zu spielen, wie wir es gegen Valencia gemacht haben. Dann können wir gefährlich sein.

SPORT1: Welche Bedeutung hätte es für Sie und den Verein, besonders auch angesichts der momentanen Unruhe, am Ende der Saison einen Titel zu gewinnen?

Gavranovic: Natürlich wäre das sehr wichtig. Wir stehen im Viertelfinale der Champions und im DFB-Pokalendspiel, aber das ist erst am 21. Mai. Wir sind Favorit und wollen den Pokal holen, aber wir dürfen Duisburg nicht unterschätzen und zusehen, dass wir dann richtig ins Spiel finden. Aber bis dahin haben wir noch viele wichtige Spiele vor uns.

SPORT1: Wie das gegen Frankfurt. Wer da verliert, für den wird es langsam ernst, oder?

Gavranovic: Das Spiel gegen Frankfurt ist enorm wichtig, genauso wie die Partie in Leverkusen. Wir müssen vor der Länderspielpause noch Punkte holen, denn wir sind noch nicht heraus aus der Gefahrenzone. Wir sind zwar nicht in der roten Zone, aber wir müssen aufpassen.

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