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Felix Magath ist seit Juli 2009 Trainer beim FC Schalke 04 © getty

Felix Magath äußert sich auf einer Pressekonferenz zu den Gerüchten um seine Zukunft und die Demission seines Vertrauten.

Von Tobias Hlusiak

München/Gelsenkirchen - Felix Magath hat sich auf einer Pressekonferenz zu den Gerüchten um seine Zukunft und den Unruhen im Verein Schalke 04 geäußert.

"Es sieht so aus", entgegnete Magath auf die Frage, ob sich seine Vorstandskollegen Horst Heldt und Peter Peters eines Vertrauensbruchs schuldig gemacht hätten.

Heldt und Peters haben Magaths Vertrauten Rolf Dittrich von seinen Aufgaben als Medien-Direktor entbunden - offensichtlich ohne mit dem Vorstandskollegen darüber zu sprechen.

"Er hat heute um 9.24 Uhr eine E-Mail von Heldt und Peters erhalten, in der sie ihn freistellen. Für mich kommt dieser Schritt überraschend", so Magath.

"Man kann sich einfach verabreden"

Der Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies hatte angekündigt, am kommenden Wochenende "unter Männern" mit Magath sprechen zu wollen. Dies bestätigte der Trainer.

"Es wird ein Gespräch stattfinden", erklärte er, fügte allerdings an: "Wenn man ein Gespräch führen möchte und Wert auf dessen Inhalte legt, muss man es nicht ankündigen."

Man könne sich "einfach verabreden".

"Das ist absoluter Quatsch"

Die Berichte, er sei beim Red-Bull-Konzern als Supervisor eingeplant, entkräftete der dreimalige Meistercoach.

"Alles was ihre Kollegen in den letzten Wochen berichtet haben ist absoluter Quatsch", entgegnete Magath der Nachfrage eines österreichischen Journalisten.

Magath will Vertrag erfüllen

Magath zeigte sich kämpferisch und entschlossen seinen Vertrag zu erfüllen.

"Ich bin bereit, weiter zu arbeiten. Ohnehin bin ich geholt worden, um Strukturen aufzubrechen. Beim Umbruch liegen wir voll im Plan. Bislang hat man mir noch nicht gesagt, dass man es sich anders überlegt hätte."

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Von sich selbst überzeugt

Magath zeigte sich selbstbewußt und abgeklärt.

"Meine Arbeitsweise ist bekannt. Ich bin damit bisher sehr erfolgreich gewesen und werde daran nichts ändern", erklärte er trotzig.

"Wenn man meine Arbeit und Erfolge mit der jetzigen Situation auf Schalke vergleicht, passt das irgendwie nicht zusammen."

"Ich bin kein Schönwetter-Trainer"

Die derzeitige Unruhe um den Verein überrascht den 57-Jährigen nicht. "Der Verein präsentiert sich jetzt so, wie er es in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten schon an den Tag gelegt hat", führte Magath aus.

Er sei davon "nicht überrascht". Vielmehr sehe er in der Situation eine Herausforderung: "Ich bin doch auch deswegen nach Gelsenkirchen gekommen. Man kennt mich nicht als Schönwetter-Trainer."

Die Fans kämen schließlich auch wenn es stürme und schneie. "Warum sollte ich also nur da sein, wenn die Sonne scheint", meinte Magath.

Vertrauen in das Team

Die Mannschaft gehe "gut mit dieser Situation um", unterstrich Magath vor dem brisanten Bundesliga-Spiel gegen Eintracht Frankfurt (Sa., ab 15 Uhr im LIVE-TICKER).

Ohnehin sei er mit dem "bisher Erreichten" sehr zufrieden.

Erst am Mittwoch hatten die Königsblauen durch einen 3:1-Heimsieg gegen den FC Valencia das Viertelfinale der Champions League erreicht.

Im DFB-Pokal trifft Schalke im Finale auf den Zweitligisten MSV Duisburg.

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