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Mickael Silvestre (r.) kam im Sommer 2010 nach Bremen © getty

In letzter Sekunde klaut Dante ängstlichen Bremern zwei Punkte. Bremen zeigt nur eine gute Halbzeit. Die Borussia zeigt Moral.

Bremen - Borussia Mönchengladbach hat im Kellerduell bei Werder Bremen mit einem Last-Minute-Tor durch Abwehrspieler Dante (90.+2) noch einen Punkt ergattert.

Der fünfmalige deutsche Meister erkämpfte sich ein 1:1 (0:1) und zeigte Moral im Kampf um den Klassenerhalt 363670(DIASHOW: Der 26. Spieltag).

Sandro Wagner (39.) erzielte den Treffer zum 1:0 der Bremer (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Der Tabellenletzte vom Niederrhein erhöhte sein Punktekonto auf 23, schwebt allerdings weiter in höchster Abstiegsgefahr.

Die Schlussoffensive der Gäste wurde aber belohnt.

Werder hat jetzt 29 Zähler verbucht.

"Das ist gut für den Kopf"

"Natürlich sind wir enttäuscht. Wir hätten einfach das 2:0 machen müssen", sagt Werder-Boss Klaus Allofs.

Gladbachs Trainer Lucien Favre kommentierte: "Wir waren in der ersten Halbzeit nicht gut. Es hätte 2:0 für Werder stehen können. Wir hatten Angst zu spielen. Das 1:1 ist aber sehr gut für den Kopf."

Torschütze Dante sagte: "Das war ein wichtiges Tor für mich und den Verein."

Fans geben Richtung vor

Das Spiel begann wie einige andere mit einer Schweigeminute für die Erdbeben- und Tsunami-Opfer in Japan.

Danach aber wurde es um so lauter im mit 40.500 Zuschauern ausverkauften Weserstadion.

Die Bremer Fans feuerten ihre Mannschaft im Abstiegskampf ununterbrochen an.

"Zerreißt euch für Grün-Weiß", hatten sie auf ein großes Plakat geschrieben.

Bremen legt gut los

Werder übernahm vom Anpfiff an das Kommando und drückte die Gäste konsequent in die Defensive.

Der Elf von Trainer Thomas Schaaf war keinerlei Verunsicherung anzumerken, der Auswärtssieg in der Vorwoche in Freiburg hatte nach dem Unentschieden gegen Leverkusen davor zusätzliches Selbstvertrauen gebracht.

Der Führungstreffer schien angesichts der einseitigen Anfangsphase nur eine Frage der Zeit.

Werder vergibt Chance um Chance

Tatsächlich verhinderte allein Torwart Logan Bailly einen schnellen Rückstand für das Schlusslicht.

Der Belgier lenkte bereits in der 3. Minute einen Kopfball von Wagner nach einer Flanke von Mikael Silvestre mit einem Blitzreflex an den Pfosten.

Tim Borowski (14.) geriet bei einer guten Einschussmöglichkeit aus 16. Metern in Rücklage und schoss über das Tor.

In der 34. Minute war dann erneut Bailly gegen Florian Trinks zur Stelle, der von Schaaf bis zur 58. Minute den Vorzug auf der "10" gegenüber Marko Marin erhalten hatte.

Borowski trifft die Latte

Gegen den gegen seine Laufrichtung gezielten Flugkopfball von Wagner nach Flanke von Claudio Pizarro war dann aber auch der starke Gladbacher Schlussmann chancenlos.

Schon vor der Pause hätte es die Vorentscheidung geben können.

Borowski traf aus spitzem Winkel aber nur die Unterkante der Latte, der Ball prallte vor der Torlinie auf.

Arnautovic vergibt die Entscheidung

Nach dem Seitenwechsel bestürmten die Norddeutschen das Gästetor zunächst nicht mehr ganz so druckvoll und ließen die Gladbacher dadurch besser ins Spiel kommen.

Angesichts des knappen Vorsprungs gingen die Gastgeber nicht mehr volles Risiko und wirkten fast ein wenig ängstlich.

Marko Arnautovic (89.) traf den Außenpfosten.

Dante trifft ins Bremer Herz

Ernsthaft gefährden konnte Mönchengladbach das Tor von Tim Wiese zunächst aber nicht.

Erst in der 62. Minute zielte Roman Neustädter beim ersten ernsthaften Gladbacher Torschuss zu hoch.

Trainer Lucien Favre brachte anschließend Stürmer Mike Hanke, um doch noch einen glücklichen Punkt zu ergattern.

In der Schlussekunde verlängerte Dante einen Freistoß von Juan Arango zum glücklichen Ausgleich ins Netz.

Neben Bailly gefiel bei Mönchengladbach Innenverteidiger Dante am besten. Bei den nun drei Spiele ungeschlagenen Bremern ragten Pizarro und Silvestre heraus.

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