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Louis van Gaal (r.) und Armin Veh beenden die Arbeitszeit bei ihren Klubs im Sommer © getty

Die Trainer auf Abruf van Gaal und Veh messen mit Bayern und HSV die Kräfte. Schalkes Magath will das Geschnatter beenden.

München - Drei Trainer, ein Problem: Louis van Gaal, Armin Veh und Felix Magath sind Trainer auf Zeit.

Der vorläufige Abschied von der Bundesliga-Bühne naht.

Und wenn der FC Bayern den HSV (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) empfängt, treffen nun "zwei lahme Enten" im Duell der Abservierten aufeinander (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Derweil droht Magath, der mit Schalke gegen Eintracht Frankfurt bestehen muss, scheibchenweise abserviert zu werden.

Verfolgerduell statt Gipfel

In München ist der Nord-Süd-Gipfel nur noch ein Verfolgerduell.

Keines der beiden Teams kann sich nach einer frustrierenden Saison eine weitere Niederlage leisten, wenn es denn die übrig gebliebenen Minimalziele noch erreichen will.

Die Bayern wollen unbedingt in die Champions League, der HSV in die Europa League.

Hoffen auf würdigen Abschied

Für van Gaal geht es um einen würdigen Abschied aus München.

Immerhin bescherte der Niederländer ja im vergangenen Sommer dem FCB um ein Haar den ganz großen Triumph in der Champions League.

"Ich bin traurig und enttäuscht, dass das Kapitel Bayern für mich beendet ist", sagte der 59-Jährige am Freitag.

"Ich bin hierher gekommen, weil der Verein ein Spitzenklub ist. Ich denke trotzdem, dass eine Trennung das Beste für beide Seiten ist."

[kaltura id="0_3ocqo9pe" class="full_size" title="Sarkasmus pur in Hamburg"]

Van Gaal kennt die Gefahr

Einen Autoritätsverlust erkennt van Gaal nicht.

"Mein Verhältnis zu den Spielern war und ist intakt", sagte der Niederländer mit Überzeugung. Doch auch er weiß: "Wir sind in einer Situation, die nach zwei Seiten aufgehen kann.

"Veh leistet gute Arbeit"

Hamburgs Coach Veh hat von sich aus das Handtuch geworfen, wird zum Saisonende gehen. "Es ist das Treffen zweier angeschlagener Mannschaften", gibt er offen zu.

"Veh ist ein richtig guter Trainer, den alle respektieren und der gute Arbeit leistet", bekommt der Übungsleiter Unterstützung von Ze Roberto.

Der Unterschied ist aber, dass bei den Bayern das Umfeld intakt ist, beim dauererhitzten HSV dagegen nicht.

Veh hat schon deshalb keine Lust mehr, sich das Chaos beim Liga-Dino noch länger anzutun: "So etwas habe ich noch nie erlebt."

Magath unter enormen Druck

Dieser Satz könnte gleichsam aus dem Mund von Felix Magath stammen.

Der Schalker Coach muss nach einer turbulenten Woche kräftig um seinen Job zittern. Bei einer Heimpleite gegen Frankfurt dürfte das angekündigte Gespräch unter Männern mit S04-Boss Clemens Tönnies noch rauer ausfallen.

Die bisherigen Erfolge in DFB-Pokal und Champions League wären dann wenig wert.

Doch Magath gibt sich trotzig.

"Solange ich erfolgreich bin, werde ich meine Arbeitsweise nicht ändern", sagte der Trainer und Manager und verteidigte seine umstrittenen Methoden: "Ich bin bereit weiterzumachen."´

SPORT1 präsentiert die sonstigen personellen Fakten sowie die der anderen Partien des 26. Spieltags:

Bayern München - Hamburger SV

München: Kraft - Lahm, van Buyten, Luiz Gustavo, Pranjic - Kroos, Schweinsteiger - Robben, Müller, Ribery - Gomez

Hamburg: Rost - Demel, Kacar, Westermann, Aogo - Jarolim, Ze Roberto - Ben-Hatira, Son - Guerrero, Petric

Schalke 04 - Eintracht Frankfurt

Schalke: Neuer - Uchida, Papadopoulos, Metzelder, Escudero - Kluge, Annan - Farfan, Jurado - Raul, Huntelaar

Frankfurt: Fährmann - Jung, Vasoski, Russ, Tzavellas - Schwegler, Rode - Ochs, Meier, Altintop - Gekas

1899 Hoffenheim - Borussia Dortmund

Hoffenheim: Starke - Beck, Vorsah, Compper, Braafheid - Rudy, Alaba - Vukcevic, Sigurdsson - Ibisevic, Babel

Dortmund: Weidenfeller - Piszczek, Subotic, Felipe Santana, Schmelzer - Bender, Sahin - Blaszczykowski, Götze, Großkreutz - Barrios

VfL Wolfsburg - 1. FC Nürnberg

Wolfsburg: Benaglio - Pekarik, Kjaer, Riether, Schäfer - Hasebe, Polak - Tuncay, Cicero - Diego, Mbokani

Nürnberg: Schäfer - Chandler, Wollscheid, Wolf, Pinola - Simons - Ekici, Gündogan, Cohen, Mak - Eigler

1. FC Kaiserslautern - SC Freiburg (alle Sa., 15.30 Uhr)

Kaiserslautern: Sippel - Dick, Abel, Rodnei, Jessen - Ilicevic, Tiffert, Moravek, Hlousek - Hoffer, Lakic

Freiburg: Baumann - Mujdza, Toprak, Butscher, Bastians - Barth - Jendrisek, Flum, Makiadi, Abdessadki - Cisse

Werder Bremen - Borussia Mönchengladbach (Sa., 18.30 Uhr)

Bremen: Wiese - Fritz, Mertesacker, Prödl, Silvestre - Frings - Bargfrede, Trinks - Marin - Pizarro, Wagner

Mönchengladbach: Bailly - Jantschke, Stranzl, Dante, Daems - Marx, Fink, Arango, Neustädter - Reus, Idrissou

SONNTAG:

FSV Mainz 05 - Bayer 04 Leverkusen (So., 15.30 Uhr)

Mainz: Müller - Bungert, Svensson, Noveski, Fuchs - Polanski, Fathi, Soto - Ivanschitz - Risse, Schürrle

Leverkusen: Adler - Schwaab, Reinartz, Hyypiä, Kadlec - Vidal, Rolfes - Sam, Renato Augusto, Castro - Derdiyok

FC St. Pauli - VfB Stuttgart (So., 17.30 Uhr)

St. Pauli: Kessler - Volz, Thorandt, Gunesch, Kalla - Boll, Daube - Kruse, Takyi, Bartels - Asamoah

Stuttgart:Ulreich - Träsch, Niedermeier, Tasci, Molinaro - Gentner, Kuzmanovic - Harnik, Hajnal, Okazaki - Pogrebnyak

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