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Schalke 04 hat nach dem Sieg gegen Frankfurt nun 33 Punkte auf dem Konto © getty

Neuer kassiert gegen Frankfurt aus 73 Metern den Ausgleich - und legt einem Brisanz-Transfer von Magath das Siegtor vor.

Gelsenkirchen - Einen Tag vor dem "Gespräch unter Männern" um seine Zukunft hat sich Trainer und Manager Felix Magath mit Schalke 04 aus dem Abstiegskampf verabschiedet.

Trotz einer in der ersten Halbzeit schwachen Leistung besiegten die Königsblauen Eintracht Frankfurt dank eines Treffers des 30 Sekunden zuvor eingewechselten griechischen Stürmers Angelos Charisteas (84.) mit 2:1 (1:0). (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Georgios Tzavellas (70.) beendete nach 793 Minuten mit einem Tor aus 73 Metern zum zwischenzeitlichen 1:1 die Torflaute der Eintracht. Keeper Manuel Neuer machte dabei eine äußerst schlechte Figur.

"Aufgrund der Vielzahl der Torchancen war dieses 2:1 verdient", sagte Magath.363670(DIASHOW: Der 26. Spieltag)

Bruchhagen stützt Skibbe

Nach der neuerlichen Niederlage wird die Lage für Eintracht-Trainer Michael Skibbe immer kritischer.

Doch Eintracht Frankfurts Vorstandschef Heribert Bruchhagen hat dem Chefcoach erneut den Rücken gestärkt.

"Der Trainer genießt das Vertrauen. Er hat in der Hinrunde attraktiven Fußball spielen lassen, jetzt sind wir in einer tiefen Krise. Ich traue aber Skibbe mit der Mannschaft zu, die Kurve zu kriegen", sagte Bruchhagen.

Skibbe haderte währenddessen mit der unnötigen Pleite: "Es ist total unbefriedigend, dass wir noch verloren haben."

Aussetzer von Fährmann

Schalke profitierte beim 1:0 von einem Aussetzer seines ehemaligen Torhüters Ralf Fährmann, der sich von Raul den Ball wegspitzeln ließ.

Der Keeper holte den Spanier im Strafraum von den Beinen, Jose Manuel Jurado verwandelte den Elfmeter (45.+1).

Damit geht Magath mit zwei Siegen innerhalb von vier Tagen in das Treffen mit Aufsichtsratschef Clemens Tönnies am Sonntag, in dem über seine mögliche Entlassung entschieden wird.

Nach dem Einzug ins Viertelfinale der Champions League am vergangenen Mittwoch war der offenbar geplante Rauswurf noch gestoppt worden.

Schwache erste Halbzeit

45 Minuten lang zeigte Schalke wieder sein hässliches Bundesliga-Gesicht. Der Vizemeister steigerte sich erst in der zweiten Hälfte.

Viele Ungenauigkeiten auf beiden Seiten prägten vor der Pause das Geschehen, das sich fast ausschließlich im Mittelfeld abspielte.

Eingreifen musste zunächst nur Schalkes Torwart Manuel Neuer. Erst prüfte ihn sein ehemaliger Teamkollege Halil Altintop (19.), dann versuchte es Caio mit einem Freistoß aus fast 30 Metern (28.).

Tönnies nicht auf der Tribüne

Fährmann blieb weitgehend beschäftigungslos.

Nur einmal hatte er Glück, als Jurado eine zu kurze Abwehr nicht nutzen konnte (32.). Nach der Pause verhinderte Fährmann allerdings gegen die allein auf ihn zulaufenden Mario Gavranovic (50.), Atsuto Uchida (58.) und Jefferson Farfan (66.) einen höheren Rückstand.

Auf der Tribüne fehlte Tönnies, der sich krank entschuldigt hatte.

Charisteas - der Held

Die Stimmung bei den Fans: gespalten: Vereinzelt wurde Magath unterstützt, vereinzelt beschimpft - und einige forderten den Rauswurf von Tönnies.

Magath musste derweil den gesperrten Benedikt Höwedes und den weiter angeschlagenen Klaas-Jan Huntelaar ersetzen.

Sein Kontrahent Skibbe musste kurzfristig auf Kapitän Patrick Ochs (Bänder- und Kapselriss im linken Sprunggelenk) verzichten.

Den erfolglosen Torjäger Theofanis Gekas, der den letzten Eintracht-Treffer beim 1:0 gegen Borussia Dortmund am 18. Dezember 2010 erzielt hatte, ließ er bis zur 63. Minute auf der Bank.

Die Einwechslung Magaths von Charisteas, Griechenlands EM-Held von 2004, in der 83. Minute erwies sich indes als Glücksgriff.

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