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Renato Augusto (l.) schoss Bayer Leverkusen zu einem neuen Vereinsrekord © getty

Der Brasilianer schießt die Werkself mit einem späten Treffer zum Sieg. Mainz spielt zu ideenlos und bangt um die Europa League.

Mainz - Dank eines Sonntagsschusses von Renato Augusto hält Bundesligist Bayer Leverkusen weiter Kurs auf die Champions League.

Der Brasilianer sicherte dem Werksklub mit seinem Treffer in der 82. Minute den 1:0 (0:0)-Erfolg beim direkten Konkurrenten FSV Mainz 05. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Damit verkürzte Bayer als Tabellenzweiter den Rückstand auf Fast-Meister Borussia Dortmund auf neun Punkte und stellte mit dem neunten Auswärtssieg einen Vereinsrekord auf.

Dagegen warten die Mainzer weiter seit vier Monaten auf einen Heimsieg und konnten im Kampf um einen Platz in der Europa League keine Pluspunkte sammeln.

Völler: "Die richtige Antwort"

"Das war für uns ein wichtiger Sieg. Wir haben immer an uns geglaubt. Nach dem Spiel am Donnerstag mit der Niederlage gegen Villarreal in der Europa League hat die Mannschaft heute die richtige Antowrt gegeben", sagte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler.

Der überrragende Mainzer Andre Schürrle, der in der nächsten Saison für Leverkusen spielen wird, meinte: "In der ersten Halbzeit haben wir gut gespielt und hatten auch Konterchancen. Zum Schluss hat Leverkusen seine individuelle Klasse bewiesen."

Torhüter im Mittelpunkt

Die 20.300 Zuschauer im Mainzer Bruchwegstadion sahen über weite Strecken der Partie einen offenen Schlagabtausch mit zahlreichen Torchancen. Auf beiden Seiten standen über die gesamte Spielzeit hinweg vor allem die Torhüter im Mittelpunkt des Geschehens.

Insbesondere Nationalkeeper Rene Adler und FSV-Angreifer Andre Schürrle, der am Ende der Saison nach Leverkusen wechselt, lieferten sich ein packendes Duell. 363670(DIASHOW: Der 26. Spieltag)

Schürrle verpasst mehrfach

So tauchte Schürrle zunächst nach einem langen Ball freistehend vor Adler auf, der Nationalkeeper konnte aber außerhalb des Strafraums gerade noch rechtzeitig klären (9.).

In der 29. Minute rettete erneut Adler gegen Schürrle in höchster Not, ehe der Jung-Nationalspieler in der 34. Minute mit einem Schuss knapp das Bayer-Gehäuse verfehlte.

Die Gäste kamen dagegen trotz der Rückkehr von Ballack ins zentrale Mittelfeld in der Anfangsphase zunächst schwer in Tritt.

Nach einigen Freistößen, die jedoch kaum Torgefahr ausstrahlten, wurden die Leverkusener erst nach einer halben Stunde zunehmend gefährlicher.

Schwaab trifft den Pfosten

Dann hatte die Bayer-Elf allerdings großes Pech: Ein sehenswerter 25-Meter-Schuss von Daniel Schwaab landete am linken Torpfosten und sprang zurück ins Feld. In der 43. Minute lenkte FSV-Schlussmann Christian Wetklo, der kurzfristig für den verletzten Stammkeeper Heinz Müller in die Startelf rückte, dann einen Kopfball von Lars Bender mit den Fingerspitzen über die Latte.

Etwas überraschend stand der umstrittene Ballack in Mainz in der ersten Elf der Leverkusener.

Ballack in der Startelf

Bayer-Coach Jupp Heynckes nominierte trotz des Streits in der vergangenen Woche den Nationalmannschaftskapitän anstelle von Simon Rolfes, der beim 2:3 gegen den FC Villarreal Schwächen gezeigt hatte.

Ballack hatte zuletzt auf eigenen Wunsch gegen den VfL Wolfsburg und in der Europa League gegen Villarreal nicht zum Bayer-Aufgebot gezählt, um vorhandende Defizite aufzuarbeiten. Allerdings konnte der "Capitano" auch in Mainz seinem Team über weite Strecken nicht den Stempel aufdrücken.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel weiter hochklassig und offen. Leverkusens Trainer Jupp Heynckes stellte im zweiten Abschnitt sein System um und versuchte mit zwei Spitzen für mehr Durchschlagskraft zu sorgen.

Heynckes brachte den Schweizer Erin Derdiyok für Sidney Sam.

Kießling vergibt vor Wetklo

Derdiyok agierte fortan an der Seite von Stefan Kießling im Sturmzentrum. Die erste Chance hatten aber wieder die Mainzer. Nach einer Hereingabe von Außenverteidiger Radoslav Zabavnik verfehlte Leverkusens Verteidiger Stefan Reinartz bei seinem Klärungsversuch das eigene Tor nur knapp (62.).

Auf der anderen Seite verzog Renato Augusto im Strafraum aus guter Position (64.). Nur Sekunden später versagten dem völlig freistehenden Nationalstürmer Kießling im Eins-zu-Eins-Duell mit Wetklo die Nerven, bevor Renato Auguste einen Blackout der Mainzer Defensive zum 1:0 nutzte.

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