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Sebastian Schipplock (l.) schoss in seinem neunten Saisonspiel sein erstes Tor © imago

Bruno Labbadias Joker sticht und erzielt kurz vor Schluss den Siegtreffer für die Schwaben im Kellerduell bei St. Pauli.

Hamburg - Dank Sven Schipplock hat der VfB Stuttgart einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht.

Das Tor des Jokers in der 88. Minute besiegelte den 2:1 (1:1)-Erfolg der Schwaben im Kellerduell beim FC St. Pauli.

Damit verlässt der VfB die Abstiegszone und verbessert sich auf Rang 13, während die Hamburger nach der vierten Niederlage in Folge auf den Relegationsplatz abrutschen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Fabian Boll hatte die Gastgeber in der 19. Minute vor rund 24..000 Zuschauern in Führung gebracht, die Zdravko Kuzmanovic nur fünf Minuten später ausglich 363670(DIASHOW: Der 26. Spieltag).

Wembley-Tor von Asamoah

In der abwechslungsreichen Partie hatten die Schwaben zudem Glück, als ein Schuss von Gerald Asamoah in der 34. Minute wembley-mäßig von der Latte nur auf die Torlinie prallte.

Die Gäste begannen die Partie erstaunlich zurückhaltend. Trainer Bruno Labbadia hatte anscheinend eine Kontertaktik angeordnet, statt mutig nach vorne zu spielen und eine eventuelle Verunsicherung der Gastgeber nach den letzten Misserfolgen auszunutzen.

Die Hamburger, die zuletzt drei Niederlagen hintereinander ohne eigenen Torerfolg einstecken mussten, übernahmen die Initiative und befanden sich ständig im Vorwärtsgang.

Stuttgart rückwärts gewandt

Klare Chancen gab es gegen die aufmerksam verteidigenden Schwaben zunächst allerdings nicht.

In der 14. Minute tauchte Charles Takyi vor Torwart Sven Ulreich auf, wurde allerdings wegen einer Abseitsstellung von Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer zurückgepfiffen.

Max Kruse wurde in der 19. Minute im letzten Moment abgeblockt, bevor nur eine Szene später Boll einen langen Flankenball von Fin Bartels verwandeln konnte.

Ausgleich aus der Distanz

Erst danach wachten die Gäste auf. Vor dem Ausgleich rettete St. Paulis Torwart Thomas Kessler in der 22. Minute zweimal glänzend gegen Shinji Okazaki und Tamas Hajnal.

Bei dem unbedrängten Schuss von Kuzmanovic aus etwa 30 Metern in die untere rechte Ecke sah er jedoch nicht gut aus - wie die ganze Abwehr, die bei der Freistoßvorlage von Hajnal nicht wach war.

Verhängnisvolle Belastung

Danach spielten beide Teams mit hohem Tempo weiter nach vorne und suchten die Entscheidung. Strafraumszenen gab es auf beiden Seiten.

Die Hausherren kamen nach der Pause wiederum besser ins Spiel, die Stuttgarter Hintermannschaft sah dabei nicht immer sattelfest aus.

Florian Bruns, Dennis Daube und Kruse konnten sich jedoch im Strafraum zunächst nicht entscheidend durchsetzen. Auf der anderen Seite hielt Kessler (67.) einen weiteren gefährlichen Freistoß von Kuzmanovic.

Bei Schipplocks Treffer war verhängnisvoll, dass Gegenspieler Markus Thorandt akut gelb-rot-gefährdet war und sich ihm nicht entscheidend entgegenstellte.

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