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Jupp Heynckes trainiert seit Sommer 2009 Bayer Leverkusen © getty

Leverkusens Bosse geben sich skeptisch, ob sie Trainer Jupp Heynckes halten können. Franz Beckenbauer sendet schon Liebesgrüße.

Mainz - Bye-bye, Bayer: Trotz der immer wahrscheinlicheren Qualifikation für die Champions League steht Trainer-Oldie Jupp ´Heynckes bei Bayer Leverkusen vor dem Abgang.

"Es dauert schon zu lange. Und wir dürfen auch kein Risiko eingehen", sagte Bayers Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser nach dem 1:0 (0:0) -Erfolg beim FSV Mainz 05 (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

"Ich habe ja bereits gesagt, dass wir einen Plan B haben. Und es gibt durchaus interessante Trainer auf dem Markt, die derzeit zu haben sind."

Dutt als Favorit

Als erster Kandidat für die Heynckes-Nachfolge in Leverkusen gilt der Freiburger Coach Robin Dutt. Aber Holzhäuser scheint noch weitere Trainer in der Hinterhand zu haben.

Heynckes will in der kommenden Woche zunächst Holzhäuser und Bayer-Sportchef Rudi Völler über seine Zukunftspläne informieren 363670(DIASHOW: Der 26. Spieltag).

"Wir werden mit der Entscheidung leben können", sagte Völler, der anscheinend ebenfalls den Glaube an eine Zukunft mit Trainer Heynckes verloren hat.

"Kaiser" zollt ein Sonderlob

Der 65-Jährige will sich nach dem Treffen mit der Bayer-Führung dann mit den Verantwortlichen von Bayern München besprechen, die ihm bereits den roten Teppich ausrollen.

"Er ist einmalig. Mit seinen jungen 65 Jahren ist er immer noch mit Feuer dabei. Er hat damals, nach Jürgen Klinsmann, bewiesen, dass er ein Bayern-Trainer sein kann", sagte Bayerns Ehrenpräsident Franz Beckenbauer bei "Sky".

Heynckes selbst scheint große Lust zu haben, seine Karriere beim FC Bayern zu beenden.

Heynckes überlegt noch

"Ich werde mich nächste Woche mit den Herren zusammensetzen, dann werden wir vieles besprechen, und dann sagen wir Bescheid, welche Entscheidungen wir treffen werden", sagte Heynckes am Sonntag etwas holprig.

Wahrscheinlich soll Heynckes bei den Bayern für mindestens ein Jahr die Nachfolge von Louis van Gaal antreten.

Heynckes selbst muss sich nur noch mit seiner Frau besprechen. Ursprünglich hatte er ihr versprochen, nach der laufenden Saison in Rente zu gehen.

Doch jetzt juckt es "Don Jupp", der die Bayern zwischen 1987 und 1991 zu zwei Meistertitel führte, offenbar doch noch einmal.

Ballack-Thema belastet

Mit einem Wechsel nach München wäre Heynckes zudem das Thema Michael Ballack los. Heynckes nervt das Theater um Form, Fitness und Selbsteinschätzung des 34 Jahre alten Mittelfeldspielers seit Wochen.

Aus dem "Capitano" und Heynckes werden gewiss keine Freunde mehr. Und noch eine Saison mit Ballack im Rücken will sich Heynckes wohl nicht mehr antun.

Entsprechend süffisant kommentierte der Coach am Sonntag in Mainz, warum er Ballack anstelle von Kapitän Simon Rolfes 90 Minuten spielen ließ.

"Michael wirkte sehr motiviert im Training. Und wenn sich ein Spieler wie Michael anbietet, dann muss ich zugreifen", sagte Heynckes.

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