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Pierre Littbarski gewann als Spieler 1983 den DFB-Pokal © imago

Trotz seiner schlechten Bilanz darf der Weltmeister von 1990 als Trainer in Wolfsburg weitermachen. Kandidat Hans Meyer dementiert.

Wolfsburg - Das Kapitel Pierre Littbarski war beim VfL Wolfsburg eigentlich schon beendet, lediglich über den Nachfolger wurde noch spekuliert - doch vorerst darf der Weltmeister von 1990 bei den akut abstiegsbedrohten Niedersachsen wohl trotz seiner schwachen sportlichen Bilanz.weitermachen.

Vier Niederlagen in fünf Spielen, Absturz auf den vorletzten Tabellenplatz, zwei Punkte Rückstand auf den Relegationsrang 16 stehen für Littbarski und den deutschen Meister von 2009 zu Buche.

Dennoch will der Verein und Manager Dieter Hoeneß mit "Litti" in die Wochen der Wahrheit gehen.

Duelle gegen direkte Konkurrenten

Nach der 1:2 (1:1)-Heimniederlage gegen den 1. FC Nürnberg am Samstag 363670(DIASHOW: Der 26. Spieltag) muss Littbarski in den kommenden Spielen allerdings endlich auch Zählbares vorweisen.

Schafft er das nicht, könnte dem Weltmeister von 1990, der eigentlich bis zum Saisonende Cheftrainer bleiben soll, doch noch die vorzeitige Entlassung drohen.

In den nächsten sieben Begegnungen geht es ausschließlich gegen direkte Konkurrenten um den Klassenerhalt (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Am Sonntag treten die Niedersachsen beim zuletzt wiedererstarkten VfB Stuttgart an, danach heißen die Gegner Eintracht Frankfurt, Schalke 04 und FC St. Pauli.

Spielerisch verbessert, aber ohne Erfolg

Unter "Litti" zeigte sich die Mannschaft zuletzt zwar spielerisch verbessert, zählbaren Erfolg gab es allerdings kaum.

In den fünf Spielen unter dem 73-maligen Nationalspieler sprangen einzig drei Punkte aus dem Sieg gegen Schlusslicht Mönchengladbach für den VfL heraus.

Meyer dementiert: "Da ist wieder nichts dran"

Der als "Plan B" gehandelte Hans Meyer dementierte am Montag in verschiedenen Medien eine Anfrage der Wolfsburger: "Da ist wieder nichts dran."

2004 hatte der 68-Jährige Hertha BSC Berlin vor dem Abstieg gerettet. Der damalige Manager hieß wie aktuell in Wolfsburg Dieter Hoeneß.

Rückendeckung von der Mannschaft

Auch von der Mannschaft erhält Littbarski Rückendeckung. "Es liegt nicht an ihm. Er kann ja nichts dafür, dass wir vorne die Dinger nicht reinmachen", sagte Abwehrspieler Sascha Riether:

"Er ist in der Mannschaft vollkommen akzeptiert und hat in seiner Zeit hier schon viel bewegt."

"Strategische Lösung" nicht in Sicht

Wie lange es sich die Verantwortlichen bei weiteren Niederlagen allerdings leisten können, mit Littbarski weiterzumachen, steht in den Sternen.

Zweite Liga statt Champions League? Sicherlich nicht der Anspruch, mit dem der VW-Konzern mit seinem Engagement im Fußball angetreten war.

Immer wieder wurde im Anschluss an die Entlassung von Steve McClaren Anfang Februar von einer "strategischen Lösung" im Sommer gesprochen, die Minimalvoraussetzung dafür - der Klassenerhalt - ist allerdings in Gefahr.

Rangnick wohl eher zu Schalke

"Ralf Rangnick ist natürlich neben anderen auch für den Sommer wieder ein Thema", hatte Hoeneß vor wenigen Wochen noch gesagt.

Doch ob der ehemalige Schalker und Hoffenheimer Coach bei der Fülle von derzeitigen vakanten Trainerstellen in der Liga sich das Unterhaus antun wird, darf mehr als bezweifelt werden.

Rangnick wird momentan mit Schalke 04 in Verbindung gebracht.

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