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Morten Olsen ist seit dem Jahr 2000 Nationaltrainer Dänemarks © getty

Der neue HSV-Sportchef versucht offenbar, Dänemarks Nationaltrainer für den HSV zu begeistern. Keeper Rost muss kräftig zahlen.

Von Mathias Frohnapfel

München - Beim krisengeschüttelten Hamburger SV laufen die Planungen für die neue Saison.

Drängt sich Michael Oenning nicht als Dauerlösung auf, wird ihn ab Sommer ein anderer Trainer beerben.

Die "Hamburger Morgenpost", die sich auf Meldungen aus Dänemark beruft, berichtet nun, dass der neue Sportchef Frank Arnesen Dänemarks Nationaltrainer Morten Olsen favorisieren soll.

Olsens Vertrag mit dem Verband läuft noch bis Mitte 2012, offenbar versucht Arnesen ihn schon jetzt loszueisen.

Der 61-jährige wolle seine Karriere unbedingt als Vereinstrainer beenden, heißt es.

Verwirrspiel um Oenning

Die Amtszeit von Oenning hatte bereits mit einem Verwirrspiel begonnen.

Hieß es bei der Vorstellung noch, dass Oenning bei den Hanseaten bis zum 30. Juni 2012 als Cheftrainer unter Vertrag stehe, ruderte der Klub am Montagabend zurück.

"Er hat einen laufenden Vertrag bis 2012, den er im letzten Sommer unterschrieben hat. Im Zuge dieses Vertrages übernimmt er zunächst bis Saisonende die Aufgaben als Cheftrainer", lautete eine Mitteilung des HSV.

Damit ist die Zukunft von Oenning im Sommer offen.

"Die Beförderung zum Cheftrainer gilt für meine restliche Vertragslaufzeit", hatte er zunächst noch erklärt.

[kaltura id="0_rksciume" class="full_size" title="Oenning soll der Retter werden"]

Langes Gespräch mit Rost

Nun läuft seine Probezeit erst einmal bis zum Saisonende.

"Meine Zukunft wird davon abhängen, ob wir in der Lage sind, Ergebnisse zu schaffen", sagte Oenning, "ich bin ja nicht blauäugig."

Oenning bekannte sich bei seiner Präsentation auch zu Torhüter Frank Rost.

Trotz dessen verbalem Rundumschlag - auch gegen Vorstand Bernd Hoffmann - soll Rost gegen den 1. FC Köln spielen.

"Ich habe mit Frank ein langes Gespräch geführt, wir sind beide der Meinung, dass wir dem Verein noch etwas geben können", erklärte der Trainer.

Hohe Geldstrafe für den Keeper

Damit bewahrte er den Keeper aber nicht vor einer horrenden Geldstrafe. 30.000 Euro muss Rost laut "Bild" für seine allzu offenen Worte zahlen.

"Er hat sich einsichtig gezeigt", erklärte der noch amtierende HSV-Sportdirektor Bastian Reinhardt. "Aber ich musste trotzdem eine Strafe aussprechen."

Reinhardt und Rost hatten sich am Montagabend zu einem klärenden Gespräch zusammengesetzt.

Spekulationen gehen weiter

Bei den Hanseaten dürfte damit nur ein aktueller Brandherd gelöscht sein.

Denn Oenning ist ein Trainer auf Probezeit, die Spekulationen um seinen (möglichen) Nachfolger ab Sommer dürften bei jeder Niederlage intensiver werden.

Neben Olsen werden auch Ralf Rangnick (vereinslos) und Stale Solbakken (FC Kopenhagen) gehandelt.

Viel Unterstützung für Magath

In der Hansestadt schüren lokale Medien zudem Spekulationen über eine Rückkehr des früheren Spielers, Trainers und Managers Felix Magath.

In mehreren Umfragen wird Magath von den Fans als beste Wahl für den HSV genannt.

Zudem gilt sogar Holger Stanislawski vom Lokalrivalen St. Pauli als möglicher Kandidat für die Oenning-Nachfolge.

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