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Das Hinspiel gewann der 1. FC Kaiserslautern mit 3:0 gegen Gladbach © getty

Für Gladbach geht es gegen Kaiserslautern vielleicht schon um die letzte Chance. Denn auch die anderen Abstiegskandidaten treffen in direkten Duellen aufeinander.

München - Showdown im Abstiegskampf: Drei Kellerduelle läuten in der Bundesliga am 27. Spieltag die Wochen der Wahrheit ein.

"Es wird noch extremer als an anderen Spieltagen Gewinner und Verlierer geben", sagte Sportdirektor Max Eberl von Borussia Mönchengladbach. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Schließlich treffen die Mannschaften auf den Tabellenplätzen 13 bis 18 direkt aufeinander.

Für das Schlusslicht Mönchengladbach ist das Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern am Freitag (ab 20 Uhr im LIVE-TICKER) angesichts von fünf Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz wohl schon die letzte Chance, den dritten Abstieg der Klubgeschichte zu verhindern.

Aber auch die Begegnungen zwischen Eintracht Frankfurt und dem FC St. Pauli am Samstag und dem VfB Stuttgart und dem VfL Wolfsburg tags darauf drohen zur Nervenschlacht zu werden. Die Angst vor dem Absturz ist allgegenwärtig.

Schlägerei im Training

"Für den gesamten Verein, die Fans und den Trainer muss ein Dreier her", sagte der Frankfurter Innenverteidiger Maik Franz.

Seit dem 17. Spieltag warten die Hessen auf ein Erfolgserlebnis, da liegen die Nerven blank. (SPORT1 Bundesliga Manager: Jetzt Team aufstellen)

Im Training kam es zwischen Franz und dem Griechen Georgios Tzavellas zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung.

Favre bringt Gladbach auf Kurs

So weit ist es in Mönchengladbach (23 Punkte) noch nicht. Mit dem neuen Trainer Lucien Favre ist die Hoffnung zum fünfmaligen deutschen Meister zurückgekehrt.

Mit 13 Punkten aus neun Spielen liegt die Borussia sogar auf Platz acht der Rückrundentabelle.

Das Problem: Die Konkurrenz im Abstiegskampf punktet fleißig mit. 31 Zähler wie in der Saison 2008/09 werden in diesem Jahr nicht für den Klassenerhalt reichen.

"Kaiserslautern kontert gefährlich"

Daher kommt dem Spiel gegen Kaiserslautern (28) eine vorentscheidende Bedeutung zu.

"Sie könnten hier mit einem Punkt gut leben, das macht die Sache für uns sicher nicht leichter", sagte Favre und forderte seine Mannschaft auf, nicht kopflos in das wichtige Duell zu gehen: "Kaiserslautern kontert sehr gefährlich, deswegen müssen wir die richtige Balance zwischen Defensive und Offensive finden."

Last-Minute-Sieg macht Mut

Bei den Pfälzern ist nach acht Spielen ohne Sieg mit dem Last-Minute-Erfolg gegen den SC Freiburg (2:1) das Selbstvertrauen wieder da.

"Die letzten Spiele waren ein Schritt in die richtige Richtung. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir das Ruder herumreißen werden", sagte Torhüter Tobias Sippel.

Derby-Fluch bei St. Pauli

Selbstvertrauen sucht man bei Frankfurt und St. Pauli (beide 28) vergebens. Die Negativserien sind alarmierend.

Die Norddeutschen haben nach dem umjubelten Derbysieg beim Hamburger SV (1:0) die folgenden vier Spiele verloren.

Trainer Holger Stanislawski sieht sein Team gegenüber der Konkurrenz aber dennoch im psychologischen Vorteil: "Wir wussten von Beginn an, dass es für uns nur um den Ligaverbleib geht. Andere, die mit uns da unten stehen, haben nie damit gerechnet."

Skibbe wackelt noch nicht

Dies trifft auf die Frankfurter zu. Die Hessen träumten von der Europa League, umso härter trifft sie die Realität.

Es zähle nur noch ein Sieg, sagt Trainer Michael Skibbe, der (noch) die Rückendeckung des Vereins genießt.

Benaglio droht die Bank

Gleiches gilt derzeit für Pierre Littbarski beim Vorletzten VfL Wolfsburg (26) vor dem Gastspiel in Stuttgart (28).

"Wir müssen dringender denn je Punkte einfahren", sagte Littbarski nach vier Niederlagen in fünf Spielen unter seiner Regie.

Es helfe nichts, die Mannschaft schlechtzureden. Bei den zuletzt dreimal in Folge siegreichen Schwaben plant Littbarski taktische und personelle Umstellungen.

Dem Schweizer Nationaltorhüter Diego Benaglio droht die Ersatzbank.

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Gladbach: Bailly - Jantschke, Stranzl, Dante, Daems (Levels) - Fink, Marx (Nordtveit) - Reus, Neustädter, Arango - Idrissou

Kaiserslautern: Sippel - Dick, Abel, Rodnei, Jessen - Tiffert, Kirch - Ilicevic, Moravek, Hlousek - Lakic (Hoffer)

Schiedsrichter: Knut Kircher

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