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Innenverteidiger Dante erzielte bisher zwei Saisontore für Mönchengladbach © imago

Gladbachs Torhüter leistet sich einen folgenschweren Patzer. Kaiserslautern feiert den ersten Auswärtssieg der Rückrunde.

Mönchengladbach - Ein Eigentor von Torhüter Logan Bailly bringt Borussia Mönchengladbach dem dritten Abstieg aus der Bundesliga immer näher.

Der fünfmalige Deutsche Meister unterlag im Kellerduell dem 1. FC Kaiserslautern mit 0:1 (0:0) und bleibt mit mageren 23 Punkten abgeschlagenes Schlusslicht. 367308(DIASHOW: Der 27. Spieltag)

Der belgische Nationalschlussmann faustete sich bei der ersten Heimniederlage unter dem neuen Trainer Lucien Favre in der 61. Minute einen Eckball von Christian Tiffert selber ins Netz.

Die Pfälzer verbesserten sich durch dieses Geschenk und den ersten Auswärtssieg der Rückrunde mit 31 Zählern zumindest vorübergehend auf Platz zwölf. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Kurz freut der "Big Point"

"Wir haben gut angefangen, dann aber zuviele Ballverluste gehabt. Kaiserslautern war sehr gut organisiert" analysierte Borussia-Coach Lucien Favre: "Wir müssen weitermachen, wir haben noch sieben Spiele zu spielen. Es war ein großer Fehler (von Bailly, d. Red), aber ich will das nicht kommentieren."

Kaiserslautern Trainer Marco Kurz freute sich über den Erfolg im "Sechs-Punkte-Spiel": "Das war direktes Duell gegen einen Tabellennachbarn. Wenn man da einen Dreier einfährt gegen einen Konkurrenten und den Abstand vergrößert, dann ist das ein Big Point auf einem noch langen Weg."

Schwache erste Hälfte

Die 47.696 Zuschauer im Borussia-Park sahen im Dauerregen eine ganz schwache erste Halbzeit.

Die Gastgeber waren zwar um die Spielkontrolle bemüht, doch im Aufbauspiel leisteten sich die Gladbacher zahlreiche Fehlpässe.

Die Gäste standen kompakt in der Defensive, stellten die Räume geschickt zu und unterbrachen durch zahlreiche Fouls immer wieder den Spielfluss der Borussia.

Trapp für Sippel

So resultierte die größte Gladbacher Chance vor der Pause aus einer Standardsituation.

Nach einer Ecke von Juan Arango kam Innenverteidiger Martin Stranzl zum Schuss, doch Rodnei klärte per Kopf auf der eigenen Torlinie (16.). Gäste-Schlussmann Kevin Trapp machte dabei keine gute Figur.

FCK-Trainer Marco Kurz hatte dem 20-Jährigen erneut das Vertrauen geschenkt. Schon in der vergangenen Woche beim Last-Minute-Sieg gegen den SC Freiburg (2:1) hatte Trapp den an Grippe erkrankten Tobias Sippel gut vertreten.

Sippel saß im Borussia-Park daher nur auf der Bank.

Die Gäste werden stärker

Nach einer halben Stunde taten auch die Gäste etwas mehr für die Offensive.

Gefahr strahlten sie gegen die schwächste Abwehr der Liga aber zunächst auch nur nach Standardsituationen aus. Nach einem Freistoß von Adam Hlousek köpfte der einzige Stürmer Adam Nemec aber knapp vorbei (41.).

Zwei Minuten später brachte Innenverteidiger Mathias Abel eine Freistoß-Flanke von Tiffert aus kurzer Distanz nicht im Tor unter.

Arango klärte kurz vor der eigenen Linie in höchster Not.

Abstiegsangst lähmt die Borussia

Auch nach dem Wechsel schien die Abstiegsangst die Borussia regelrecht zu lähmen.

Kaum eine gelungene Aktion, kaum ein gelungenes Kombinationsspiel der Gladbacher - die Roten Teufel hatten das Geschehen meist im Griff.

Akzente nach vorne setzten aber auch die Gäste kaum, Stürmer Nemec hing meist in der Luft und wartete vergeblich auf brauchbare Zuspiele.

Wenig Risiko

Beide Mannschaften waren weiterhin darauf bedacht, nicht den entscheidenden Fehler zu machen.

Die Gäste gingen dann als erstes Team etwas mehr Risiko. Nach Zuspiel von Ivo Ilicevic verfehlte Tiffert das Gladbacher Tor mit einem Flachschuss aus 15 Metern aber knapp (58.).

Bailly patzt entscheidend

Zwei Minuten später reagiert Bailly bei einem Schuss von Ilicevic noch stark, doch die anschließende Ecke haute sich der Schlussmann im Stile eines Volleyballers selber ins Netz.

Favre hatte bei seinem Amtsantritt Bailly statt Christofer Heimeroth erst wieder zur Nummer eins im Borussia-Tor gemacht.

Bei Gladbach erreichte kein Spieler Normalform, bei Kaiserslautern verdienten sich Tiffert und die Innenverteidiger Rodnei und Abel gute Noten.

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