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Luiz Gustavo hat in dieser Bundesligasaison drei Tore erzielt © getty

Luiz Gustavo hat die erste Achterbahnfahrt in München hinter sich. Bei SPORT1 spricht er über die Inter-Pleite und Freiburg.

Vom FC Bayern berichtet Mathias Frohnapfel

München - Gut, als Torwart wurde er noch nicht eingesetzt.

Ansonsten hat Luiz Gustavo seit seinem Wechsel von 1899 Hoffenheim zum FC Bayern schon einige Positionen in der FCB-Abwehr und Mittelfeldzentrale testen dürfen.

Mal war er Außen-, mal Innenverteidiger und natürlich spielte er auch schon auf seiner Lieblingsposition, der Sechs. (241095DIASHOW: Planspiele des FC Bayern)

Ähnlich turbulent wie seine Wanderung über die Taktiktafel von Louis van Gaal verliefen auch die ersten zweieinhalb Monate des Brasilianers in München.

Von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt hat der 23-Jährige in so kurzer Zeit schon fast alles erlebt beim FCB.

Konzentration auf die Bundesliga

Alle Titelhoffnungen sind nach dem Scheitern gegen Inter futsch, es bleibt das Rennen um einen Startplatz in der Champions League.

"Die Bundesliga ist jetzt sehr wichtig für uns. Das Spiel in Freiburg am Samstag wollen wir natürlich gewinnen", erklärt Gustavo daher im Gespräch mit SPORT1.

Im Breisgau (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) brauchen die Münchner unbedingt einen Dreier, um auf Tuchfühlung zum Drittplatzierten Hannover zu bleiben. (DATENCENTER: Bundesliga)

Dabei schmerzt das bittere Aus gegen Mailand noch immer.

Stark gegen Sneijder

"Fußball ist unglaublich, niemand weiß, was passieren kann", berichtet der Brasilianer von dem Krimi gegen Inter. Trotz zwischenzeitlicher 2:1-Führung verabschiedeten sich die Bayern am Ende mit einer 2:3-Pleite aus dem Wettbewerb.

Nach dem Hinspiel wurde Gustavo noch als bärenstarker Mittelfeld-Abräumer gepriesen, engte die Kreise von Vize-Weltmeister Wesley Sneijder entscheidend ein.

[kaltura id="0_n6u5ufoh" class="full_size" title="Van Gaal Die Welt ist verr ckt"]

In der Allianz Arena sollte Gustavo dieses Kunststück wiederholen. Den Treffer Sneijders zum 2:2 konnte er aber nicht verhindern.

"Inter war nicht cleverer"

"Inter war nicht cleverer als wir, aber sie haben die Chancen genutzt", meint Gustavo im Rückblick. "Im Fußball ist es schwierig, wenn du Möglichkeiten hast, sie aber auslässt. Inter hatte drei oder vier Chancen und hat drei Tore gemacht."

Die Bayern müssen jetzt die Erinnerungen an den verpatzten Dienstagabend rasch abschütteln. (EINWURF: Bayerns Debakel ist van Gaals Debakel)

Für Franz Beckenbauer ist die Saison schon jetzt "ein verlorenes Jahr".

Auch deshalb ist es dem FCB-Ehrenpräsidenten um so wichtiger, dass die Mannschaft das Minimalziel noch erreicht. "Realistischerweise kann es nur noch um den dritten Platz gehen, aber das ist machbar."

Acht Endspiele

Auch Gustavo glaubt an dieses Ziel, obwohl er zugibt, "dass erstmal die Enttäuschung" da ist.

"Wir müssen jetzt den Kopf hochnehmen", fordert er und fügt an: "Wir müssen den zweiten oder dritten Platz erreichen und dann im nächsten Jahr in der Champions League wieder die Chance suchen."

Für rund 17 Millionen Euro kam Gustavo in der Winterpause zum FC Bayern, auch um sich über die Königsklasse für die brasilianische - oder womöglich auch - die deutsche Nationalelf zu empfehlen.

Jetzt warten "acht Endspiele" auf den Rekordmeister, wie nicht nur Karl-Heinz Rummenigge auf der vereinseigenen Homepage feststellt.

Kein Gedanke ans Aufgeben

"Ich glaube, unsere Mannschaft ist dazu in der Lage, sich zu schütteln und diese Ziele zu erreichen", macht der FCB-Vorstandsboss dem Team Mut.

Und auch zur Stimmung im Team nimmt er Stellung: "Ich habe zur Mannschaft einen ganz guten Draht und nicht den Eindruck, dass dort ein Hauen und Stechen herrscht."

Auch Gustavo denkt nicht ans Aufgeben im Wettlauf um die Champions-League-Plätze, selbst der Abschied von van Gaal zum Saisonende macht ihm keine Sorgen.

"Ich finde es sehr gut, mit ihm zu arbeiten. Er erklärt immer, was er will, hilft viel", betont der Brasilianer. "Ich weiß, dass der Trainer zum Saisonende geht, aber wir haben bis dahin noch viel zu gewinnen."

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